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11.06.2018

Eine angepasste Beleuchtungsintervention in Pflegeheimen wirkt sich laut einer neuen Studie des Lighting Research Center positiv auf Schlaf, Stimmung und Verhalten von Alzheimer-Patienten aus. Bei Alzheimer und verwandten Demenzen kann es zu Schlafproblemen, Umherirren und Reizbarkeit am Tag kommen. Für die aktuelle Erhebung wurde getestet, ob Beleuchtungsinterventionen tagsüber Vorteile bringen.

Im Vergleich zum Ausgangswert und inaktiven Lichtverhältnissen verringerte die Beleuchtungsintervention Schlafstörungen, Depressionen und Unruhe. Alle Parameter verbesserten sich. Die größte Verbesserung konnte bei der Schlafqualität beobachtet werden. Laut Forschungsleiterin Mariana Figueiro kann eine sorgfältige und richtig bemessene Verabreichung der Lichtdosis große Auswirkungen auf Schlaf, Depressionen und Unruhe haben. Bei Depressionen als zweitem Wert konnten ebenfalls gute Ergebnisse erzielt werden.

An der Analyse nahmen 43 Personen mit einer Alzheimer-Diagnose oder verwandten Demenzen teil. Sie erhielten vier Wochen lang eine aktive und inaktive angepasste Beleuchtungsintervention. Darauf folgten vier Wochen einer Auswaschperiode. Die Beleuchtungsintervention wurde an den Orten durchgeführt, an denen die Patienten den Großteil ihrer Wachzeiten verbrachten. Der Zeitraum umfasste die Aufwachzeit bis sechs Uhr am Abend. Daten zu Schlafstörungen, Stimmung und Unruhe wurden zu Beginn und in der letzten Woche der Intervention gesammelt.

http://www.lrc.rpi.edu


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