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Schneller, leichter, recyclefähig

25.11.2019

Signify hat Anlagen für den 3D‑Druck von Lampenschirmen und Leuchten in den Niederlanden sowie Pläne zur Errichtung von 3D-Druckereien in den USA, Indien und Indonesien vorgestellt. Das Unternehmen setzt dabei auf ein zu 100 Prozent recyclefähiges Polycarbonat-Material. Somit lassen sich Leuchten maßgeschneidert gestalten oder exakt an die Anforderungen des Kunden anpassen und am Ende ihrer Nutzungsdauer zugunsten einer Kreislaufwirtschaft wiederaufbereiten.

3D-Druck eines Leuchtenschirms (Foto: Signify)

 

Der Mode- und Lebensmittelhändler Marks & Spencer (M&S) hat bereits die erste Phase der Installation von Tausenden von 3D-Druckleuchten in seinen britischen Geschäften bis Ende 2020 angekündigt. Weitere große Kunden sind unter anderem die Unternehmen Albert Heijn, SAS, Total und Praxis.

Einer der ersten Kunden für die Leuchten aus dem 3D-Drucker ist der Mode- und Lebensmittelhändler Marks & Spencer (M&S). (Foto: Signify)

Eine per 3D-Druck hergestellte Leuchte (ohne Elektronik und Optik) hat einen um 47% geringeren CO2-Fußabdruck als eine herkömmlich hergestellte Metallleuchte. Nahezu jede Komponente kann wiederverwendet oder aufbereitet werden und unterstützt damit das Konzept einer Kreislaufwirtschaft.

Mit dem 3D‑Druck-Verfahren können wir neue Designs kreieren oder vorhandene individualisieren und so Kundenbedürfnisse schnell und ohne große Investitionen und lange Entwicklungszyklen erfüllen«, erklärt Olivia Qiu, Chief Innovation Officer bei Signify. »Kunden können ihre Ideen statt in Monaten nun in nur wenigen Tagen realisieren, und das Druckverfahren benötigt auch noch weniger Energie. Da die 3D-Druckleuchten weniger wiegen als herkömmlich gefertigte Metallleuchten, können wir auch die CO2-Emissionen beim Versand um 35% reduzieren. Zudem erfolgt die Produktion in der Nähe von Ballungsräumen, so dass wir auch hier die Umweltbelastung verringern.«

Ein wichtiges Motiv für M&S, die Leuchten einzusetzen, ist das zu 100 Prozent recyclefähige Polycarbonat-Material, das beim Druck zum Einsatz kommt. (Foto: Signify)

Signify verfügt bereits über eine 3D-Druckanlage im niederländischen Maarheeze. Das Ziel ist, die Anzahl der 3D-Drucker in unterschiedlicher Größe dort auf bis zu 500 zu erhöhen, um Leuchten von bis zu 60 cm Höhe und Breite fertigen zu können. Im Januar 2020 werden neue Signify 3D-Druckeinrichtungen in Burlington (Massachusetts, USA) in Betrieb gehen, um sowohl professionelle als auch Verbrauchermärkte zu bedienen. Weitere Anlagen in Noida (Indien) und Jakarta (Indonesien) werden zeitnah folgen.

www.signify.com


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