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Geborgenheit durch Licht und Beton

22.04.2020

Auf einen Blick

Der Betonbau »Fels in der Brandung« – von Koeberl Doeringer Architekten geplant und umgesetzt – trotzt über dem Inn in Passau den Wassermengen. Wenn es dunkel wird, inszeniert eine ganzheitlich-intelligente Lichtgestaltung mit Occhio die Betonwände und schafft eine warme und wohnliche Atmosphäre.

Felsenähnlich thront das Haus »Fels in der Brandung« über dem Inn in Passau. (Foto: Robert Sprang)

Architektur bietet Schutz und Geborgenheit, sie ist Ausdruck von Prestige und Werten – ein Statement. 2013 zerstörte das Hochwasser in Passau das Bestandshaus der Bewohner, umso massiver gibt sich nun der hochwassersichere Neubau: Felsenähnlich thront das Haus »Fels in der Brandung« über dem Inn und trotzt den Wassermengen. Nach außen demonstriert die klare Architektur Stärke. Im Inneren verleihen Wände und Decken aus schwarz eingefärbtem Sichtbeton dem Interior einen ganz besonderen Charakter. Der Wohnbereich, die zentrale Küche mit Essplatz, aber auch die Schlafräume gehen fließend ineinander über und öffnen sich mit raumhohen Fensterfronten zum Fluss.

Wenn kaum noch Tageslicht durch die Fensterfronten fällt, übernimmt das Kunstlicht und schafft einen wohnlichen Rahmen. (Foto: Robert Sprang)

Die raumübergreifende Architektur spiegelt sich auch in der Lichtgestaltung wider: Tagsüber sorgen die großflächigen Fensterfronten für ausreichend Licht im Haus. Bei der Kunstlicht-Beleuchtung entschied man sich bewusst für den durchgängigen Einsatz von Leuchten aus dem Occhio-Portfolio.

Die schwarz-eingefärbten Wandflächen im Inneren des Hauses werden von »Più alto«-Strahlern in korrespondierendem schwarz matt inszeniert. Sie lassen den rohen Beton warm erstrahlen und schaffen mit ihrem Licht einen wohnlichen Rahmen. Gleichzeitig bieten die dreh- und schwenkbaren Strahler die nötige Flexibilität, um die Lichtwirkung immer wieder zu verändern und neue Szenarien zu kreieren. Das charakteristische Lichtspiel der puristischen Aufbaustrahler macht jegliche Kunst an den Wänden überflüssig. Vielmehr hat ihr Licht eine fast schon kuratorische Funktion: Es setzt den Beton in Szene und arbeitet spielerisch seine raue Materialität heraus.

Die Küche wird mit nur drei Strahlern ausreichend beleuchtet. (Foto: Robert Sprang)

Drei Strahler reichen jeweils aus, um die Kochinsel und den Arbeitsbereich der Küche ausreichend mit Licht zu versorgen. In absoluter Symmetrie akzentuieren »Più alto« das Herzstück des Hauses – und betonen dabei die beeindruckende Geometrie der Räumlichkeiten. »Mito volo«, die Pendelleuchte der »Mito linear«-Serie, greift in ihrer Formensprache die kubische Architektur auf – und nimmt sich elegant zurück. Dank optionaler Höhenverstellung schwebt sie in jeder gewünschten Höhe über dem Tisch, während die Kabel unsichtbar im Baldachin verschwinden. Per »color tune« lässt sich ihre Lichtfarbe situativ anpassen: Von kühlem Licht für konzentriertes Arbeiten bis hin zu warmem Licht für gemütliche Abendstunden.

Licht anstelle von Kunst: Das charakteristische Lichtspiel der Aufbaustrahler setzt den Beton in Szene und arbeitet spielerisch seine raue Materialität heraus.(Foto: Robert Sprang)

Im Wohnbereich hebt sich die Beleuchtung von Wand und Decke ab und tritt als Objekt in Erscheinung: Während inmitten des rohen Betons »Mito raggio« gemeinsam mit dem Lounge Sessel eine Insel der Ruhe bilden, neigt die elegante Bogenleuchte »Mito largo« sanft ihren bronzefarbenen Kopf über die gemütliche Sitzgruppe und sorgt für Wohnlichkeit.

Die Bogenleuchte »Mito largo« senkt ihren bronzefarbenen Kopf über die gemütliche Sitzgruppe und sorgt für Wohnlichkeit. (Foto: Robert Sprang)

Intelligent gesteuert werden können sämtliche Leuchten lassen sich intelligent in Gruppen oder Szenen über die Bluetooth-Bedienung »Occhio air« steuern.

Im Wohnbereich hebt sich die Beleuchtung von Wand und Decke ab und tritt als Objekt in Erscheinung. (Foto: Robert Sprang)

Weitere Informationen:
Fertigstellung: 2017
Architektur/Planung: koeberl doeringer architekten, www.koeberl-doeringer.com
Leuchten: Occhio
Fotos: Robert Sprang

www.occhio.de


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