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Endlich wieder »Hell wie der lichte Tag«

12.04.2021

Der September 2019 war ein düsteres Kapitel für München: Die beiden Neon-Schriftzüge von Osram »Hell wie der lichte Tag« mussten nach über 60 Jahren aus Denkmalschutzgründen am Münchner Stachus abgehängt werden. Jetzt kehrten die Schriftzüge aus dem Hause guttenberger+partner in moderner und umweltfreundlicher LED-Technik zurück. Äußerlich sind sie nicht von der ursprünglichen Lichtinstallation zu unterscheiden.

München hat seine Osram-Schriftzüge nach mehr als einem Jahr zurück. (Foto: guttenberger+partner)

Aus Wartungs- und Kostengründen wurde die historische Neonanlage im Jahr 2019 deinstalliert und sollte auf Wunsch von Osram durch eine LED-Anlage ersetzt werden. Dies wurde aus Denkmalschutzgründen zunächst nicht genehmigt. Zu groß waren die Bedenken, dass die neue Anlage nicht dem alten Erscheinungsbild entsprechen und zu hell leuchten würde.

Gemeinsam mit der Stadt München prüfte Osram, inwiefern der Schriftzug mit neuer Technik an das Erscheinungsbild der alten Buchstaben angepasst werden konnte. Nach detailgetreuen Bemusterungen erhielt Osram die langersehnte Genehmigung und beauftragte daraufhin guttenberger+partner, die modernen Retrofit-Schriftzüge in Neonoptik zu fertigen und vor Ort zu installieren.

Äußerlich sind die neuen Schriftzüge nicht von der ursprünglichen Lichtinstallation zu unterscheiden. (Foto: guttenberger+partner)

Außen nostalgische Neon-Optik, innen moderne LED-Technik

Die Buchstabenkörper aus Aluminium mit einer Tiefe von 90 mm wurden in der Bauweise analog zu den klassischen Neonbuchstaben gefertigt, die azurblaue Lackierung unterstreicht diesen Effekt. Passend dazu erhielt jeder Buchstabe ein Aluminium-Oberteil in der Farbe sandgelb mit angesetzer Blendkante. Das eigentliche Herzstück der nostalgischen Buchstaben bildet das eigens bemusterte weiße Acrylglas mit einer Stärke von 25 mm.

Das Herzstück der nostalgischen Buchstaben bildet das bemusterte weiße Acrylglas. (Foto: guttenberger+partner)

Das massive Material wurde mit der firmeneigenen CNC-gesteuerten Fräsmaschine so bearbeitet, dass die zwei- bzw. vierreihigen »Neonkonturen« mit einer Höhe von 20 mm herausgearbeitet wurden. Sie blieben abgerundet und erhaben auf den verbleibenden 5 mm Trägermaterial stehen und wurden im Anschluss von hinten durch die Oberteile gesteckt, dass von außen nur das gerundete Acrylglas im Neonlook zu sehen ist.

Hinterleuchtet werden die Buchstaben durch vollflächig angebrachte Osram-LED-Module mit einer Lichtfarbe von 3.000 K. Um Überblenden zu vermeiden, sind die beiden jeweils über 25 m breiten Leuchtschriften mit einer Mondphasenuhr zur automatischen, umgebungslichtabhängigen Dimmung ausgestattet. Zusätzlich schufen sie für den Kunden noch die Möglichkeit, individuell nachzujustieren.

www.guttenberger-partner.com


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