Der japanische Künstler Kazuo Katase ist noch bis zum 30. Oktober 2008 mit seiner Rauminstallation „AM TOR - Bilderbuch ohne Bilder“ im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Seine Arbeit kreierte er eigens für die Ausstellungsräume des Museums.
Mit seiner neusten Installation greift Kazuo Katase die großen philosophischen Fragen nach Sein und Zeit auf. Hans Christian Andersens Märchen „Bilderbuch ohne Bilder“ (1839-40) lieferte die Inspiration für seine raumbezogene Arbeit. Kazuo Katases Installation setzt ein Statement gegen die zunehmende künstliche Illuminierung unserer Umwelt und erinnert zugleich an das kurze Gastspiel der menschlichen Existenz auf der Erde: Der Mond steht als Metapher für das Urzeitliche, als leuchtender Urbegleiter der Erde und transportiert die Idee von der Auflösung zeitlicher und räumlicher Grenzen. Bei Andersen werden der Künstler und der Mond zu einer Person, die aus der Ferne die Welt bereist und von ihr erzählt.
Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Auf 2.400m2 zeigen zwölf weltbekannte Künstler ihre Interpretation der einmaligen und historisch aufgeladenen Räume.
Info: www.lichtkunst-unna.de
18.08.2008