Der Große Handelssaal der Frankfurter Börse erstrahlt seit Februar in neuem Licht. Über das Börsenparkett schweben die sieben runden Handelsschranken wie illuminierte Inseln. Dezent zwischen Weiß und Blau wechselndes Licht hinterleuchtet die geschwungenen Glasflächen.
Eingefasst sind die Maklerschranken mit dem Spezialglas „Opalika“ von Schott. „Das Glas streut das Licht farbneutral und gleichmäßig, so dass die Leuchtquellen dahinter nicht sichtbar sind“, erläutert René Walkenhorst vom Atelier Brückner in Stuttgart, das den Umbau architektonisch begleitete.
Umgesetzt wurden die Gestaltungsideen vom Glasveredelungsspezialisten First Glas GmbH. Hier wurden die Kanten der Scheiben geschliffen, um die Gläser dann einem möglichst spannungsfreien Biegeprozess zu unterziehen. Anschließend wurde die Glasstatik durch Führungen und Verklebungen an der Ober- und Unterkante optimiert und die Innenseite mit einer Splitterschutzfolie versehen. Abschließend raute man die Außenschicht durch Sandstrahlen auf und versiegelte sie mit der schmutzabweisenden und pflegeleichten „Clearshield“-Beschichtung.
„Opalika“-Glas empfiehlt sich aufgrund seiner hervorragenden Lichtstreuung vor allem für Lichtdecken oder auch für farbig hinterleuchtete Trennwände. Namhafte Designer wie Tobias Grau oder Philippe Starck haben das Glas bereits für ihre Leuchtenkreationen verwendet.
Foto: Uwe Dettmar, atelier brückner gmbh
23.07.2007