|
Wiesenburger Schlossparknacht 2010
Wiesenburg/Mark am 25.September 2010
ein Dorf befindet sich im Ausnahmezustand ! Dieser Tag ist in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes in der beschaulichen Gemeinde im märkischen Sand. Fast jeder der gesund und gut zu Fuß ist macht sich bereits frühmorgens auf den Weg in den Schlosspark, aber nicht zum Spazieren gehen, sondern zum Aufbauen! So mancher Tourist fragt verwundert, was es da aufzubauen gibt? Als Antwort bekommt dieser dann wie selbstverständlich zu hören: „Na heute ist doch Schlossparknacht.“
Ins Leben gerufen wurde die Schlossparknacht 2004 als Lichterfest - damals gedacht als romantischer Spaziergang durch den kerzenerleuchteten Schlosspark - zum Abschluss der Gartensaison. Dieses Konzept mit mittlerweile 5000 Kerzen entlang eines ca. 2km langen Parcours hat sich bewährt. Am Wegesrand spielen Musiker, gastronomische Spezialitäten aus der Region sorgen für das leibliche Wohl. Die dem Park zugewandte Südfassade des Wiesenburger Schlosses wird als Hauptattraktion mit dynamischem Licht angestrahlt. Seit 2006 gibt es fachkundige Unterstützung, die die Schlossparknacht mit Anstrahlungen und Lichtkunstobjekten bereichern. Ein inzwischen 8-köpfiges Team trifft sich allmonatlich, tüftelt und testet die Ideen und koordiniert am großen Tag die vielen freiwilligen Helfer, die bereitwillig mit den Lichtkünstlern deren erdachte Installationen aufbauen. Verstärkung gibt es von jungen professionellen Lichtplanern aus Berlin, Leipzig und München, die die Gelegenheit nutzen, sich künstlerisch auszuleben und die eine Installation beitragen. Wenn es das Thema und die Finanzen zulassen, wird auch schon mal ein Lichtkünstler dazu eingeladen, seine bereits erfolgreich präsentierten Lichtkunstobjekte im Schlosspark zu zeigen.
Bei Einbruch der Dunkelheit, wenn die Kerzen angezündet und der Strom eingeschaltet ist, strömen die Besucher von nah und fern in den Park, um sich von den Lichtern verzaubern zu lassen. Für das Dorf ist die Schlossparknacht das größte Ereignis des Jahres. Sie hat überregionale Bedeutung gewonnen und zieht Gäste nicht nur aus den umliegenden Gemeinden, sondern auch aus Berlin und Sachsen-Anhalt an. Den krönenden Abschluss bildet eine Licht-Wasser-Show, die mit eigens dafür komponierter Musik in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr realisiert wird. Nach drei Stunden ist der “Spuk” dann vorbei. Dann wird zusammengepackt und abgebaut und vielleicht werden dann schon Ideen für das nächste Jahr diskutiert... (www.schlosspark-wiesenburg.de)
Doch jetzt steht die Nacht noch bevor !!!!
Liebe Leserin, lieber Leser,
nun haben wir Sie auf eine weitere Attraktion dieses Jahres aufmerksam gemacht, die wohl aber die kürzeste - .von nur drei Stunden Dauer - ist. Doch für “unser geliebtes Thema Licht” tun wir ja fast alles - wir unterbrechen mal kurz den Urlaub, um ja nicht die Berchinale zu versäumen (!), fahren mal schnell mit der LiTG-Südbayern nach Friedrichshafen, da wir vom (James Turrell) Dornier-Museum so begeistert sind, freuen uns schon auf die Lichtrouten in Lüdenscheid, berichten (diesmal nur vom Schreibtisch aus) über interessante EXPO-Lichtobjekte und wollen Sie im Oktober noch schnell nach Berlin (belektro !!!!) und Wien (LICHT 2010) locken. Doch bevor wir Sie in den Sommer mit Urlaub, Ferien, Lichterfesten, Feuerwerken, Sternschnuppen und Glühwürmchen schicken, noch schnell eine Information aus der Hochschule, die unseren attraktiven Messestand entworfen hatte:
Hochschule Rosenheim ist bester deutscher Teilnehmer beim internationalen Hochschulwettbewerb „Solar Decathlon Europe 2010“
Bestes deutsches Team, bester europäischer Teilnehmer und insgesamt ein zweiter Platz beim Internationalen Hochschulwettbewerbs „Solar Decathlon Europe 2010“ in Madrid das ist das Ergebnis für das „Team IKAROS Bavaria“ der Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Rosenheim. In dem Wettbewerb waren Studierende aus der ganzen Welt aufgerufen, ein energieeffizientes und innovatives Solarhaus zu entwickeln, dessen Energiebedarf durch die Kraft der Sonne gedeckt wird. Den ersten Platz erzielte das Rosenheimer Hochschul-Team in den Disziplinen Komfort, Beleuchtung, Energiebilanz sowie in „Appliances“ (Haushaltsgeräte). „Von der Entwicklung eines Entwurfs, der Planung und dem Bau des Hauses über die Suche nach Firmenpartnern und Verhandlungen mit Sponsoren bis zur Realisierung des Wettkampfes in Madrid haben die Studierenden - mit Unterstützung durch Professoren der Rosenheimer Hochschule, Sponsoring- und Firmenpartnern - hauptverantwortlich gehandelt. Dafür gebührt ihnen die höchste Anerkennung“ lobt Professor Mathias Wambsganß, Vizepräsident der Hochschule Rosenheim (Mehr darüber in der nächsten LICHT). Nach dem Wettbewerb wird das Rosenheimer Solarhaus auf dem Gelände der Rosenheimer Landesgartenschau aufgebaut: www.solar-decathlon.fh-rosenheim.de
|
Das Verlags- und Redaktionsteam Licht
wünscht Ihnen einen schönen und erholsamen,
licht-reichen Sommer
Ihre

Chefredakteurin LICHT und Tageslicht
|
 |
|
|
|