LICHT 10/2009 zurück
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Repräsentative Moderne

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Zwei repräsentative Lichtlösungen, die ausschließlich auf LED setzen

Fotos 1 – 4: Sabine Vielmo, Hamburg, für Nimbus
Fotos 5 – 8: Sabine Vielmo/René Müller für Nimbus
Fotos 9 – 11: Nimbus GmbH, Stuttgart

Technisch, dekorativ, repräsentativ?
Arbeitsplatz-, Wohnraum- oder Objektleuchte?
Leuchtenhersteller Nimbus lässt sich in keine Schublade stecken. Referenzen aus allen Anwendungsbereichen zeigen die Vielseitigkeit seiner Produkte. Einer Kategorie allerdings lassen sich sämtliche Leuchten aus dem Hause Nimbus zuverlässig zuordnen: Ohne Ausnahme setzen sie auf das Leuchtmittel LED.

Mit der Nomenklatur in der Leuchtenbranche ist das so eine Sache. Jeder, der sich schon einmal nach Produktgruppen durch einen Messekatalog gearbeitet hat oder vielleicht auch sein eigenes Portfolio einordnen wollte, weiß, wie diffus die Grenzen sind. Nur ein schmaler Grat trennt die technischen von den dekorativen Leuchten, zwischen Objekt- und Wohnraumleuchten mäandert eine willkürlich wirkende Grenze und was macht eigentlich eine Designleuchte aus? – Sind nicht letztlich alle Leuchten Ergebnis eines Designprozesses?

Wie subjektiv derartige Klassifizierungen oft sind, wird auch bei der Rubrik Repräsentative Beleuchtung deutlich. Während der Begriff bei den einen Bilder von Kristalllüstern und festlichen Sälen hervorruft, denken andere an moderne Leuchten in den Entrées und Chefetagen von Firmenzentralen.

Ob feudaler Pomp oder Sachlichkeit der Postmoderne – letztlich ist Repräsentation immer das gleiche, nämlich das angemessene Auftreten entsprechend einer gesellschaftlichen Rolle oder Funktion. Ob also eine politische Institution, ein Kulturbau, ein Firmensitz oder auch ein privates Wohnhaus repräsentativ beleuchtet sind, bestimmt nach dieser Logik nur mittelbar der Leuchtenstil, entscheidend ist, dass das Beleuchtungskonzept dem Betrachter eine der Gebäudefunktion und dem Bauherren adäquate Botschaft übermittelt.

Für die im Folgenden vorgestellten Projekte wurden in diesem Sinne unbedingt repräsentative Lichtlösungen realisiert. Doch ob Konzernzentrale oder Wohnhaus – diese Objekte sind auch noch in einem ganz anderen Sinne repräsentativ, denn sie zeigen exemplarisch die Anwendungsvielfalt, die neuen Designfreiheiten, die energetischen Vorteile und das lichttechnische Potenzial der LED-Technologie in Beleuchtungsanwendungen.

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1 Zwei riesige Ring-Leuchter erhellen das Atrium der Unilever-Zentrale in Hamburg: Der oberer Ring hat einen Durchmesser von 9045mm und ist mit 1680 LEDs bestückt. Der unterer Ring misst 7500mm und es wurden 1344 LEDs appliziert.
2 Runde LED-Pendelleuchten aus der Serie »Modul R« illuminieren bei Unilever die Besprechungsräume. Ihren ganzen Charme entfalten sie, wenn sie zu mehreren von der Decke an dünnen Stahlseilen abgependelt werden (einstellbar von 360mm bis 720mm). »Modul R« hat einen Durchmesser von 60mm
3 Bei der Arbeitsplatzleuchte »Office Air« sitzen die LEDs in exakt ausgerichteten Kegelsenkungen und liefern blendfreies, direktes Licht. Bei deaktivierter Indirekt-Komponente nimmt die LED-Leuchte 70W Leistung auf.
4 In der Kantine leuchten die »Q-Module« auf zwei Ebenen. Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz ist es möglich, die Leuchten großzügig einzusetzen – und sogar im Dauerbetrieb die Stromkosten zu reduzieren.

Bereits seit über zehn Jahren beschäftigt sich die Nimbus GmbH mit dem Einsatz von Leuchtdioden für Beleuchtungszwecke. Mit dem dabei erworbenen Erfahrungsschatz gelten Firmengründer und Geschäftsführer Dietrich Brennenstuhl und sein Team aus Ingenieuren und Designern als Spezialisten für LED-Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung. Sie haben mehrfach bewiesen, dass LEDs in der Lage sind, sämtliche konventionellen Leuchtmittel zu ersetzen.

3000 LED-Leuchten in der neuen Unilever-Zentrale in Hamburg

Davon ließ sich auch Michael von Rudloff, Mitglied der Geschäftsführung von Unilever Deutschland, überzeugen. Bei seinem Besuch im Nimbus Ausstellungs- und Licht-Simulationszentrum »Mock-up« in Stuttgart hat er sich die Unterschiede zwischen konventioneller Beleuchtung und effizienten LED-Leuchten anschaulich und überzeugend demonstrieren lassen – und zeigte sich sehr beeindruckt. So wurde aus der ursprünglichen Absicht, in der neuen Unilever-Konzernzentrale in Hamburg nur die Arbeitsplätze mit LED auszustatten, ein Großauftrag. Am Strandkai 1 in Hamburgs HafenCity kommt nun die gesamte Bandbreite der LED-Leuchten zum Einsatz – von der Serien- bis zur Sonderleuchte.

Bis es soweit war, wurde von Nimbus selbst maximale Flexibilität und Effizienz gefordert. Denn von der Entscheidungsfindung über den Entwurf, die Planung, die Konstruktion von Sonderleuchten – inklusive der Entwicklung von 13 verschiedenen Varianten der Serienleuchte »Modul R« – bis zur Produktion und der Anlieferung vor Ort lagen nur knapp neun Monate.
Über 1400 »Office Air«-LED-Leuchten erhellen nun die Arbeitsplätze der Unilever-Mitarbeiter. Die »Q-Module« schaffen eine helle Atmosphäre im Bereich der Aufenthalts- und Verkehrsflächen, sämtliche Funktionsbereiche wie WCs, Treppenhäuser und Flure wurden mit LED-Leuchten ausgestattet.

Die Entscheidung für dieses innovative Konzept ermöglicht es Unilever, pro Jahr mehrere hunderttausend Euro Energiekosten einzusparen. »Der Einsatz der LED-Leuchten bedeutet zwar 20 bis 30% höhere Anschaffungskosten, aber diese amortisieren sich durch die erheblich geringeren Betriebs- und Wartungskosten nach kurzer Zeit«, erläutert Nimbus-Entwicklungsleiter Dr. Uwe Slabke.

Herzstück des von Behnisch Architekten, Stuttgart, entworfenen Gebäudes ist das weiträumige, tageslichtdurchflutete Atrium. Es erstreckt sich über sechs Geschosse und ist Schnittpunkt vieler Wege. So fungiert es sowohl als Kommunikationsraum für die 1200 Mitarbeiter in der Konzernzentrale, als auch als öffentlicher Raum für Besucher und Passanten. Beeindruckend schweben in diesem lichten Volumen zwei riesige LED-Ringleuchten. Sie wurden in Zusammenarbeit mit Behnisch Architekten und Licht01 entwickelt. Die Konstruktion und technische Umsetzung lag bei Nimbus, für die statische Berechnung zeichnet das Büro Werner Sobek verantwortlich. Die repräsentativen Leuchten bestehen aus einer 80mm hohen Tragstruktur aus Aluminium, an der nach außen umlaufend oben und unten Wabensegmente aus Kunststoff angebracht sind – oben transparent und unten matt. Zwischen den Wabenplatten sind auf dem vollen Umfang der Tragstruktur LEDs angebracht, die horizontal nach außen strahlen.

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5 In diesen Ferienhäusern kommt das Licht ausschließlich aus LEDs. Die Steuerung der Haustechnik inklusive der Beleuchtung erfolgt über ein BUS-System. Einen großen Vorteil sieht der Bauherr in der Quasi-Wartungsfreiheit der LED-Leuchten.
6 Leuchten und Möbel harmonieren vortrefflich.

Ausgesuchtes Hightech zwischen Dünen

»Ein Ambiente, das Annehmlichkeit und Wohlgefühl kommuniziert, aber mit deutlichen Signalen für Modernität steht«, so definiert Architekt Alexander Bredt die Gestaltungsaufgabe, die er für zwei exklusive Ferien-Doppelhaushälften auf der Insel Sylt zu lösen hatte. Der technikaffine Bauherr Frank Nickels hatte bereits in seinem Büro Erfahrungen mit LED-Leuchten gesammelt und war sich sicher, dass die Technologie auch für Wohnbereiche geeignet ist. Für sein Ferienhaus zwischen Dünen wählte er LED-Leuchten von Nimbus. Geradliniges Design, hochwertige Möbel und warme, erdige Farben bestimmen den Charakter der Räume. Große Fensterflächen, Glaswände, Böden aus Naturstein und Holz, helle Wände – die LED-Leuchten fügen sich mit ihrer klaren Gestaltung und reduzierten Formensprache harmonisch in das Gesamtbild ein.

Als Basisbeleuchtung sind die Räume mit den quadratischen Deckenleuchten »Modul Q 36« oder »Modul Q 64« ausgestattet. In den Treppenhäusern reichen dagegen die bodennahen Leuchten »Mike India« völlig aus, um die Stufen ins richtige Licht zu setzen. Die Wandaufbauleuchte »Spirito Santo« setzt mit ihrem schwenkbaren Leuchtenkopf Lichtakzente, etwa im Küchen-und Wohngeschoss oder an den Betten in einigen Schlafräumen. Der Esstisch wird von der höheneinstellbaren Pendelleuchte »Line C« in Licht getaucht.

In beiden Häusern ist nicht eine konventionelle Leuchte zu finden. Dies gilt auch für die offene Bade- und Saunalandschaft im so genannten Warftgeschoss. Hier kommen »Modul Q Aqua«-Deckenleuchten zum Einsatz, die speziell fü¨r Feucht- oder Außenräume entwickelt wurden. Im Außenbereich dienen die Lichtquadrate, unter dem Balkon angebracht, als Terrassenbeleuchtung.

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7 Ein nur 5mm dünnes Leuchtenprofil aus Aluminium ist das Charakteristikum der puristischen Pendelleuchte »Linie C
8 Eine Formensprache sprechen Duschkopf und Leuchten: Die quadratischen Deckenleuchten »Modul Q36 Aqua« wurden speziell für Feucht- und Außenräume entwickelt.

Objektinformationen

Objekt: Doppelferienhaus in Hörnum auf Sylt
Bauherr: Frank Nickels, Eschwege
Planung: Bredt und Partner Innenarchitekten / Architekten, Darmstadt
LED-Leuchten: Nimbus GmbH, Stuttgart


Dietrich Brennenstuhl

LICHT sprach mit Nimbus-Geschäftsführer Dietrich Brennenstuhl über die LED-Technologie

LICHT:
Auf der letzten Fachmesse Light + Building 2008 in Frankfurt waren an vielen Messeständen LED-Leuchten zu sehen.
Sie waren allerdings der einzige Leuchtenhersteller, der ausschließlich Lösungen mit LED zeigte. Ich denke, auch heute gibt es kaum ein Unternehmen, das so konsequent wie Nimbus auf die verhältnismäßig junge Technologie setzt. Wie kommt das?

D. Brennenstuhl:
Die LED Technologie ist nur in den Anwendungen in Büro- und Wohnraumleuchten neu. Die Technik an sich ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt – wir haben uns mit dieser Entscheidung zu LED auf kein wildes Abenteuer eingelassen. Aus welchem Grund sich der Wettbewerb mit dem Einstieg in diesen einleuchtenden Fortschritt noch schwer tut, ist für mich unverständlich.

LICHT:
Nun ja, es gab ja gerade am Anfang große Versprechen, z.B. hinsichtlich der Lebensdauer, die in der Praxis dann nicht haltbar waren. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Technik so einfach nicht in Leuchten einzubauen ist. Thermomanagement, Lichtfarbe und Reproduzierbarkeit der LED-Parameter haben ja schon einige Probleme aufgeworfen. Standen Sie auch vor solchen Fragen? Wie haben Sie sie gelöst?

D. Brennenstuhl:
Wir betrachten die LED nicht isoliert als Bauteil sondern als Teil eines ganzen Organismus, der aus LEDs, der Platine, der Vorschalttechnik, den thermorelevanten Bauteilen und der Ausblendoptik besteht. Jede dieser Komponenten muss sorgsam auf die anderen Komponenten abgestimmt und von hoher Qualität sein. Nimbus setzt sich schon seit über zehn Jahren mit LED-Technik auseinander. Wir haben uns von Anfang an viel Zeit genommen, die richtigen Partner zu finden und diese zu qualifizieren. Nur so ist es möglich, die hohen Potenziale der LED maximal auszuschöpfen und dauerhaft eine hohe Qualität zu liefern.

Leuchte »Modul Q36« mit einem kleinen und leistungsstarken Bewegungsmelder.
Das erste LED-Haus hat Nimbus 2007 übergeben. Das »Haus im Haus« in der Handelskammer Hamburg (Behnisch Architekten, Stuttgart) leuchtet auf fünf Ebenen mit LEDModulen.

LICHT:
Vor zwei Jahren wagten Sie die Prognose: »In zehn Jahren wird kein konventionelles Leuchtmittel mehr auf dem Markt sein!« Die Debatte um das Glühlampenverbot hat kürzlich allerdings gezeigt, dass die Menschen schon sehr an ihren traditionellen Leuchtmitteln hängen. Was denken Sie, werden LED zum Standardleuchtmittel in unseren Arbeits- und Wohnwelten?

D. Brennenstuhl:
Die aktuelle Debatte hat auch gezeigt, dass die Kunden sich vor allem im Privatbereich sehr schwer tun, Energiesparlampen einzusetzen. Dieses Leuchtmittel hat es über die letzten 20 Jahre nicht geschafft, wirkliche Akzeptanz zu finden, sie ist nur als kompromissbehaftete Krücke zum Stromsparen ge duldet. Die LED dagegen faszinierte von Anfang an das Designerherz aufgrund der großartigen Gestaltungsmöglichkeiten mit und um das Leuchtmittel herum. Zum anderen toppt die LED die Vorteile der Energiesparlampe um ein Mehrfaches und bildet die Lichtqualität der Glühlampe prinzipiell heute schon ab. Die Glühlampe wird ihren hohen Sympathiewert als Zeitzeuge eines kompletten Jahrhundertes nicht verlieren, auch die Dampfmaschine ist bis heute positiv belegt. Für Leuchtenklassiker wird es wohl noch lange Glüh birnenvorräte geben, ansonsten kommen Retrofits in die E27-Fassungen.
Ich bleibe bei meiner Prognose und denke heute, es wird eher noch schneller gehen.

LICHT:
Inzwischen hat sich ja auch einiges getan. Die LEDs liefern immer mehr Lichtstrom, die Klassifizierung hinsichtlich der Farbtoleranzen wird immer enger, die warmweißen LEDs geben inzwischen auch wohnliches Licht ab und weisen eine ganz gute Farbwiedergabe auf. Wie wirkt sich das auf Leuchten von Nimbus aus? Verwenden Sie immer die neuesten LED-Entwicklungen? Ist es schon einmal passiert, dass jemand eine Leuchte mit den technischen Spezifikationen von vor zwei Jahren nachkaufen wollte?

D. Brennenstuhl:
Wir sind mit unseren LED-Produkten immer auf dem neuesten Stand, daher tragen diese das Qualitätszeichen »LED.next«. Da unser Leistungs niveau schon seit Jahren hoch ist, sind die Sprünge auch nicht mehr so eklatant. Wir haben jedoch aufgrund einer sehr umfang reichen Datenbank die Möglichkeit, die Leistungsdaten einer Leuchte, die vor zwei Jahren verkauft wurde, zu recherchieren und dem Kunden eine angepasste Ausführung nachzuliefern.

LICHT:
Sie haben inzwischen einige Objekte ausschließlich mit LED beleuchtet. Wie haben sich diese Beleuchtungslösungen in der Praxis bewährt? Sind die Nutzer zufrieden? Hält die Technik, was sie verspricht?

D. Brennenstuhl:
Unser erstes umfassendes LED-Projekt ist bald vier Jahre im Dauerbetrieb.Hierbei wurden über 160000 LEDs verbaut, die Ausfallquote liegt bei Null. Aber wir mussten in drei bis vier Einzelfällen auch schon mal Platinen austauschen. Das passierte aber dann nach sehr kurzer Brenndauer. Wir lernen daraus und schrauben unsere Qualitätsanforderung weiter nach oben. Zwischenzeitlich sind Nimbus »LED.next«-Leuchten im sechsstelligen Bereich in Objekten verbaut und im Einsatz. Die Zufriedenheit unserer Kunden und Nutzer in Europa, Australien und Asien ist sehr hoch, wir bekommen international ein sehr positives Feedback für unsere Produkte.

LICHT:
Die LED-Technik hat also auch in der Praxis bewiesen, dass sie große Energieeinsparungen ermöglicht. Sie haben ja Voraussetzungen geschaffen, die dieses Potenzial noch intensiver nutzen.

D. Brennenstuhl:
Ja, mit der »LED.next«-Technologie werden die LED-Leuchten intelligent. Dank der hohen Schaltfestigkeit der LED und ihrer einfachen Dimmbarkeit, ist es kein Problem, sie mit Bewegungsmeldern auszustatten und darüber beliebig oft zu schalten und zu dimmen. Wir bieten daher an, jede Leuchte mit einem Miniatur-Bewegungssensor auszurüsten. Im Privatbereich werden beispielsweise Flurbereiche oft nur kurz genutzt. Alle Lichtquellen beim Verlassen eines Bereichs sofort wieder auszuschalten, ist benutzerunfreundlich und wirkt oft ungemütlich, vor allem im Wohnbereich. Die »intelligente« Leuchte dimmt, wenn sie keine Bewegung mehr wahrnimmt, nach drei Minuten automatisch auf 20% Standby-Lichtleistung. Wird der Bereich wieder betreten, reagiert die erste Leuchte, regelt sofort auf 100% und gibt diese Information an die nächsten Leuchten im Raum weiter. Diese Technik setzen wir bei einigen unserer »Q-Module« und anderen Decken- und Wandleuchten ein. Die Leuchten sind zudem mit einem Lichtsensor ausgestattet, der die Umgebungshelligkeit erfasst und die Leuchte entsprechend herunterdimmt. Für Büros lassen sich zudem noch Notlichtsteuerungen auf der LED-Platine integrieren.

LICHT:
Die LED-Leuchten von Nimbus sind auffallend filigran. Wenn beispielsweise die »Q-Module« leuchten, sieht man von der Leuchte kaum etwas, man nimmt rein das Licht wahr. Hat sich Ihr Designansatz mit LED verändert?

D. Brennenstuhl:
Nimbus hat schon immer versucht, sich bei der Gestaltung von Leuchten nur auf das absolut Notwendige zu konzentrieren. Mit konventionellen Leuchtmitteln in aller Konsequenz verfolgt, konnte dieser Gestaltungsprozess schon mal zäh erscheinen und er barg die Gefahr, einfach nette Lichtkisten zu bauen. Die LED-Technik kommt dem Ansatz der Minimalisierung und Reduzierung sehr entgegen und hat uns – unter anderem aufgrund ihrer filigranen, ja schon organischen Pixel-Strukturen und geringen Wärmeentwicklung – ein bisher völlig unbeackertes Feld an neuen Gestaltungsansätzen offenbart. Und wir sind davon überzeugt: das ist erst der Anfang!


LICHT 11-12/2009

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