| LICHT 06/2009 | |
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Hotel Lefay Ressort und Spa am GardaseeEnergie |
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Fotos: Le Fay Resorts, Ugo Visciani für Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn |
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Hier, genau hier, muss es gewesen sein. Hoch oben in den Hügeln von Gargnano, den Rücken an den Stamm eines alten Olivenbaumes gelehnt, den Blick auf das schillernde Blau des Sees, die Luft erfüllt vom süßen Duft der Zitronenbäume. Genau hier müssen Goethe die Zeilen seines berühmten Gedichtes »Kennst Du das Land wo die Zitronen blühen ... « wie reife Früchte einfach in den Schoß gefallen sein.
Auch heute, zweihundert Jahre später, hat die Landschaft rund um den Gardasee nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Die Mischung aus steilen Felsen und grünen Hügeln, duftenden Oliven- und Zitronenhainen ist perfekt und übt eine geradezu magische Anziehungskraft aus.
Einweihung des neuen Standortes
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| Das Lefay Resort & SPA Lago di Garda an der prachtvollen Riviera dei Limoni wurde mit dem Ziel entworfen, global verträglichen Tourismus zu fördern. Das in den natürlichen Hang integrierte Wellness-Hotel ist mit dem Umwelt-Zertifikat nach ISO 14001 ausgezeichnet | |
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Auch die Gründer der Regionalfluggesellschaft Air Dolomiti, Liliana und Alcide Leali, hat die Vollkommenheit der Natur überzeugt. Vor wenigen Tagen eröffneten sie in den Hügeln von Gargnano das erste Hotel ihres neu geschaffenen Hotellabels »Lefay«.
Das »Lefay Resort & Spa Lago di Garda« ist nicht nur irgendein Fünf-Sterne-Hotel, sondern eine außergewöhnliche Kombination von Luxus und Nachhaltigkeit. Bauen im Einklang mit der Natur, vom Entwurf über den Einsatz umweltverträglicher Baumaterialien bis hin zu einer nachhaltigen Energieplanung, der Architekt Hugo Demez hat dafür den Begriff »Bio-Architektur geprägt. »Die Unberührtheit des Hangs war für mich Anreiz und Herausforderung zugleich. Unsere Lösung, die Anlage in mehrere Baukörper aufzugliedern und teilweise direkt in den Hang zu integrieren, hat energetische und optische Vorteile. Erstens bleibt der Hang so natürlich grün, zweitens geht durch die fehlenden Fassaden weniger Wärme verloren«, erklärt Hugo Demez. Inspiriert von den für die Region typischen Herrenhäusern mit »Limonaia«, einem gläsernen Wintergarten für Zitronenbäume, entwarf der Architekt das Hauptgebäude in dem Lobby und Empfang sowie das mit einem filigranen Glasdach überspannte Restaurant untergebracht sind. Die beiden unteren Etagen sind mit einer Gesamtfläche von 3000 m2 dem Spa vorbehalten. Stationen der Ruhe und Entspannung wechseln sich ab mit Parcours für Fitness und Bewegung, die über den gesamten 11 ha großen Park verteilt sind.
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| In zahlreichen Indoor- und Outdoor-Pools, einem Salzsee, Dampfbädern und diversen Saunen wird die Philosophie von Feuer und Wasser zelebriert kühles Nass contra wohlige Wärme bis hin zu knackiger Hitze. | ![]() |
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Energie wieder zu gewinnen und damit sorgsam zu haushalten, dieser rote Faden zieht sich durch das Lefay bis in den letzten Winkel. Für die Phase »Entwicklung von architektonischen Lösungen für innovative und umweltfreundliche Ressorts« erhielt das Hotel die Umweltzertifizierung ISO 14001 sowie die Qualitätszertifizierung gemäß der ISO-Norm 9001. Stolz verweist das Haus auf ein mehrseitiges Energiekonzept für Gebäude und Außenanlagen, das einen möglichst geringen Energieverbrauch und darüber hinaus einen möglichst hohen Einsatz erneuerbarer Ressourcen vorschreibt. Die einzelnen Gebäudekomplexe und Fensterflächen sind so ausgerichtet, dass durch effiziente Wärmedämmung und Verwendung von Wärmeschutzverglasung im Winter ein maximaler passiver Solargewinn erzielt werden kann. Die Hauptlast der Wärmeenergieversorgung wird über eine mit Holzschnitzeln befeuerte Biomasseheizanlage abgedeckt. Thermische Solaranlagen auf einigen Flachdächern des Hotels tragen zur Gewinnung von sanitärem Warmwasser sowie zur Schwimmbadwasserheizung bei.
Selbst die gläserne Kuppel des Speisesaals wurde mit Photovoltaikmodulen versehen, die den Doppelnutzen als Stromlieferanten und Verschattungselemente bieten. Dass das Regen- und Schwimmbadwasser wiederaufbereitet und zur Bewässerung der Grünflächen genutzt wird, braucht da schon fast nicht mehr erwähnt werden. Weitere Einsparpotenziale bieten die Beleuchtung und Verschattung. Das Lichtmanagementsystem Litenet-Flexis von Zumtobel ermittelt über einen Tageslichtmesskopf exakt die benötigte Lichtmenge in den öffentlichen Bereichen und sorgt so für das passende Licht oder die notwendige Beschattung. Bewegungsmelder in den Korridoren lassen die auf Mindestwerte gedimmte Beleuchtung bis zu einem so genannten Komfortlevel aufleuchten. Licht und Schatten nach Bedarf vermitteln Stimmung und sparen Energie.
Sparen und Luxus passen also gut zusammen. Ein weiterer Beweis hierfür sind die 90 Suiten. Durch ihre direkte Integration in den Hang reduziert sich der Wärmeverlust, gleichzeitig haben alle Suiten einen 1-A-Seeblick. Stimmiges Design, feinste italienische Stoffe, edler Marmor, lokales Oliven- und Walnussholz. Kein Stück zu viel, aber auch keine Annehmlichkeit zu wenig. Gespart wird dennoch, auch wenn es der Gast interessanterweise eher als Luxus empfindet. Das Geheimnis ist die innovative Lichtsteuerung von Zumtobel. Gesteuert über das speziell für Hotels konzipierte Lichtmanagementsystem ZBOX und die Transponderkarte öffnen sich beim Betreten der Suite die Vorhänge und heißen den Gast mit einem herrlichen Panoramablick willkommen.
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| Die größte und schönste Suite, die Lefay Exclusive Suite mit 80 m2 bietet ein traumhaftes Panorama und höchsten Komfort. Helle Farben und dunkle Hölzer schmeicheln dem Auge, lebendiges Stabparkett steht im Gegensatz zum strengen Minimalismus der Einrichtung. |
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Der Gast wird im Lefay von der intuitiven Steuerung quasi an die Hand genommen, ja mehr noch, er hat das Gefühl, Beleuchtung und Technik stellen sich auf seine persönlichen Wünsche ein. Über Bedienstellen, so genannte Circle Control Points, lassen sich alle Leuchten im Zimmer und auf der Terrasse an- und ausschalten sowie stufenlos dimmen, vorprogrammierte Stimmungen und Einstellungen können per Knopfdruck abgerufen werden. Die Nightlogic-Funktion, sorgt dafür, dass sich ab 22 Uhr bei Betätigung des Lichtschalters nur ganz sanftes Licht einschaltet, der nächtliche Toilettengang bei Flutlicht gehört damit der Vergangenheit an. Auch in den Badezimmern der Lefay-Suiten wird das Licht über ZBOX und Circle Control Points gesteuert. Drei verschiedene Stimmungen für helles Licht, akzentuiertes Licht zum Schminken oder eine romantische Wellness-Stimmung sind per Tastendruck abrufbar wie schön, wenn es auch zu Hause so einfach wäre. Bewegungsmelder in den Toiletten und Garderobenbereichen steuern die Lichtquellen und beim Verlassen der Suite schalten sich alle Leuchten und elektrischen Geräte automatisch aus. Damit leistet das Steuerungssystem einen wichtigen Beitrag zur positiven Energiebilanz des Hotels und trägt zum persönlichen Wohlbefinden der Gäste bei Luxus per Knopfdruck eben. Ganz automatisch dagegen springt das Notlichsystem Onlite CPS ein, falls die Stromversorgung im Hotel aus irgendeinem Grund unterbrochen sein sollte. Ebenfalls gesteuert durch Litenet-Flexis und ZBOX wird somit erreicht, dass kein Gast im Dunkeln tappen muss, sondern sich jederzeit sicher orientieren kann.
»Creare luoghi sognati« Orte zu schaffen, von denen Menschen träumen ist das erklärte Ziel der Hotelbesitzer Liliana und Alcide Leali. Mit dem Lefay in Gargnano ist Ihnen ein solcher Ort gelungen. Oder, um es mit Goethes Worten zu sagen: »Dahin, dahin, möchte ich ziehn.«
Objektinformationen
Bauherr: Le Fay Resorts srl Gargnano
Architekt: Dr. Arch. Hugo Demez, Brixen
Licht- und Elektroplanung: Studio Frasnelli, Bozen
Lichtlösung
Öffentliche Bereiche: Lichtmanagementsystem LITENET FLEXIS, Notlichtsystem ONLITE CPS, TECTON Voutenbeleuchtung
Hotelzimmer: ZBOX Lichtsteuerung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn/Österreich
LICHT 06/2009