| LICHT 05/2009 | |
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Leipziger LichtblickeLeipziger Leuchten GmbH weihte neuen Firmensitz und repräsentativen Leuchtenpark ein |
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Text nach Vorlage: Britta Hölzemann, Berlin; |
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Die Leipziger Leuchten GmbH ist umgezogen! Die Einweihungsfeier des neuen, deutlich größeren Firmensitzes, zu dem auch ein repräsentativer Leuchtenpark gehört, fand am 27. März 2009 statt. Neben etwa 400 geladenen Gästen begrüßten die Gesellschafter Jörg Hofmann und Helmut Stefan auch den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich den der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung.
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| 1 Der repräsentative Leuchtenpark aus insgesamt 115 Leuchten zeigt das vielfältigen Sortiment der Leipziger Leuchten GmbH. 2 Das neue Bürogebäude des Unternehmens umfasst eine Fläche von 1000 Quadratmetern 3 Der Ministerpräsident des Landes Sachsen, Stanislaw Tillich (m), eröffnete den Leuchtenpark im Beisein von Helmut Stefan (l), Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (2.v.l), Nadine Hofmann (2.v.l.) und Jörg Hofmann (r). |
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Einweihung des neuen Standortes
Die 1993 neugegründete Leipziger Leuchten GmbH blickt auf eine über hundertjährige, facettenreiche Erfolgsgeschichte zurück. Das seither ständig weiter gewachsene Unternehmen bezog nun neue Räume, um auch zukünftig seine Kunden aus gut 20 Ländern in gewohnter Qualität und permanent steigendem Umfang beliefern zu können. Auf einer Grundfläche von 15 000 Quadratmetern entstand in Leipzig im Industriegebiet Heiterblick neben einem neuen Bürogebäude mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern eine 5000 Quadratmeter umfassende Werk-, Lager- und Versandhalle mit Montage, Stanzerei, Werkzeugbau und Schweißerei. Ehrengäste der Einweihungsfeier am 27. März 2009 waren der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, und der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung.
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| 4 Der Wegweiser im Leuchtenpark zeigt in Richtung der wichtigsten Exportländer. 5+6 Bei Tageslicht gestalterisch attraktiv, sorgen »Leipziger Leuchten« bei Dunkelheit für das richtige Licht. |
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»Pfiffig, verantwortungsvoll, leidenschaftlich«
In seiner unterhaltsamen Begrüßungsrede betonte Jörg Hofmann, Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens, die positive Entwicklung, die die Leipziger Leuchten GmbH seit ihrer Wiedergründung genommen habe. So verzeichne das Unternehmen »Wachstum gegen den Trend« der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise: Im ersten Halbjahr 2009 sei das Auftragsaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Drei neue LED-Straßenleuchten, die zukünftige Zusammenarbeit mit dem renommierten Leuchtendesigner Karsten Winkels und die erneute Beteilung an der Mailänder Lichtmesse Euroluce setzten die positiven Entwicklungstendenzen fort. Augenzwinkerd schloss er mit einem kleinen, geschichtlichen Exkurs: 1908 habe König Friedrich-August von Sachsen das Vorgängerunternehmen in Leipzig besucht, 101 Jahre später könne man den sächsischen Ministerpräsidenten begrüßen es stelle sich die Frage, wer 2110 zu Besuch käme.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich beglückwünschte das Unternehmen zu seiner Erfolgsgeschichte. Im Physik-Unterricht habe er gelernt: Licht sei schneller als der Schall Leipziger Leuchten sei demnach ein Lichtstrahl in die Zukunft und ein Lichtblick für Sachsen. Er unterstrich, dass das Unternehmen natürlich auch vom Konjunkturprogramm für Sachsen profitiere der Freistatt investiere mit 6,6 Millarden Euro über 20 Prozent seines Haushalts in die Konjunktur des Landes. Oberbürgermeister Burkhard Jung hob in seinen Grußworten hervor, dass es in Krisenzeiten gut tue, einem Unternehmer wie Jörg Hofman zuzuhören, der in eine positive Zukunft investiere.
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| 7 Die Ehrengäste besichtigten die modernen Produktionsstätten. |
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Eröffnung des Leuchtenparks
Im Anschluss an die Reden der Ehrengäste eröffnete Ministerpräsident Stanislaw Tillich den repäsentativen Leuchtenpark. Das mit insgesamt 115 Leuchten ausgestattete Areal zeigt das vielfältige Sortiment des Unternehmens, das für jeden Anwendungsfall verschiedene Modelle anbietet. Zu sehen sind u. a. Leuchten für architektonisch, städtisch oder landschaftlich geprägte Räume, Sonderleuchten wie die an eine Anthurie erinnernde »Flora« sowie Produkte aus dem Bereich Stadtmobiliar.
LED-Straßenleuchten
Als Highlight der Feierlichkeiten präsentierte die Leipziger Leuchten GmbH mit »Alan« (24 x 2,4 W-High-Power-LEDs) und »Kora« (drei LED-Module von je 28,5 W) ihre ersten LED-Hauptstraßenleuchten für Mastpunktabstände von 25 bis 30 Metern. Zur Beleuchtung von Wohngebietsstraßen zeigte das Unternehmen die LED-Leuchte »Leo«.
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| Abkantbank aus dem historischen Maschinenpark. | Das Bild zeigt eine Handspindelpresse. | Erinnerungen an eine facettenreiche Vergangenheit! | |
Facettenreiche Unternehmensgeschichte
Die Leipziger Leuchten GmbH geht in ihrer hundertjährigen Geschichte zurück auf einen Pionier der Elektrotechnik, der Ende des 19. Jahrhunderts Leipziger Industriegeschichte schrieb: Die 1889 noch als Handwerksbetrieb mit sechs Mitarbeitern geründete Körting & Mathiesen AG fertigte, vertrieb und wartete Bogenlampen, Beck- Scheinwerfer vom deutschen Ingenieur Heinrich Beck (1878 1937) entwickelte, besonders leistungsstarke Großscheinwerfer , Elektrizitätszähler, Transformatoren und Kopiereinrichtungen. Sie gehört zu den ältesten deutschen Herstellern für Straßenbeleuchtung. Ihr rasantes Wachstum begann in einer alten Kakaofabrik in der Inselstraße, führte 1891 in die Blumenstaße und 1893 in den Leipziger Vorort Leutzsch. Mit diesem Umzug wurde der Übergang vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen vollzogen. Körting & Mathiesen betrieb regen Außenhandel und beteiligte sich an vielen internationalen Ausstellungen, darunter die Weltausstellung in Paris im Jahr 1900. Aus den Anfangsbuchstaben der Firmengründer Max Körting und Wilhelm Mathiesen entstand als internationales Warenzeichen die Schutzmarke »Kandem«. Das Unternehmen zählte damals zu den größten Leuchtenherstellern in Deutschland. 1928 kam es zu einer Kooperation mit dem Bauhaus in Dessau als kreativem Formgeber in erster Linie für Innenraumleuchten. Ab 1933 befasste man sich eingehend mit dem Problem der Autobahnbeleuchtung. Gemeinsam mit den Firmen AEG, SSW und Schanzenbach entwickelte das Unternehmen 1942 die ersten Leuchten für Leuchtstofflampen in Deutschland. Die schweren Luftangriffe auf Leipzig zum Ende des Zweiten Weltkrieges überstand das Werk unbeschadet bis zum 17. April 1945 wurde weiter produziert. Am 5. September 1945 ordneten die sowjetischen Machthaber, die das Leipziger Gebiet seit dem Juli verwalteten, die völlige Demontage aller Werksanlagen an. 1948 wurde Fritz Körting, Sohn des Firmengründers Max, entschädigungslos enteignet. Das Unternehmen war laut Handelregistereintrag am 12. August 1948 erloschen. Nun teilte sich die weitere Entwicklung: Fritz Körting ging in den Westen und gründete dort im September 1948 die Kandem Apparate- und Leuchtenbau GmbH mit Sitz in Limburg.
Teile der verbliebenen Leipziger Produktionsstätten nutzte ab 1947 die Firma Halbzeug- und Metallwarenherstellung Leipzig, die u. a. Leuchten produzierte und am 1. Oktober 1948 in VEB Leipziger Werke umbenannt wurde. Dort produzierte man bis zur Auflösung des Betriebs am 31. Dezember 1962 Lampen, Zweckleuchten, Kfz-Beleuchtung, Gasleuchten und Bandstahl. Anschließend übernahm der VEB Leuchtenbau Leipzig, der am 1. Januar 1969 in das Kombinat VEB Leuchtenbau Leipzig eingegliedert wurde, die Walzwerkproduktion und die Produktion von Zweckleuchten. Dieser Wechsel verband sich mit dem Umzug des Betriebs von der Franz-Flemming-Straße im Leipziger Westen in die Riesaer Straße im Osten Leipzigs.
Im Jahr 1990, ein Jahr nach der Wende, verzeichnete der VEB Leuchtenbau Leipzig 1100 Beschäftigte. 1993 wurde das Unternehmen »abgewickelt«. Im direkten An-schluss daran gründeten Jörg Hofmann und Helmut Stefan die Leipziger Leuchten GmbH, so dass die Produktion am 1. Oktober 1993 mit nunmehr 15 Mitarbeitern fortgeführt werden konnte. Ein Rechtsstreit mit der Treuhand-Anstalt versperrte allerdings den Zugang zu Krediten. Zu großem Dank verpflichtet fühlen sich die heutigen Gesellschafter immer noch der damaligen sächsischen Landesregierung unter Kurt Biedenkopf: Diese gewährte ihnen aufgrund ihres guten Konzeptes einen Kredit in Höhe von über 600 000 DM als Starthilfe, der in weniger als zwei Jahren zurückgezahlt werden konnte. Heute beschäftigt die Leipziger Leuchten GmbH 45 Mitarbeiter und verfolgt ein Umsatzziel von 9 Millionen Euro für das laufende Jahr. Seit 1993 spezialisierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung und Herstellung dekorativer Außen- und Sonderleuchten. Ein Stadtmöblierungsprogramm rundet das Produktspektrum ab.
Mehr Info: www.leipziger-leuchten.com
| 12 In der festlich geschmückten Lagerhalle fanden an die 400 Gäste Platz. 13 + 14 Ein attraktives Unterhaltungsprogramm mit der Sängerin Susanne Grütz, ihrem Pianisten Stephan Fuchs und einer Jazz-Musik-Kapelle rundete die Einweihungsfeier ab. |
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LICHT 05/2009