| LICHT 01-02/2009 | |
| PLANUNG |
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| Gasbeleuchtung in Alt-Rudow Foto: Dipl.-Ing. Michael Kraft, Berlin |
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In der Ausgabe 6/2008 der »LICHT« ist ein sehr interessanter Beitrag von Herrn Prof. Marx abgedruckt: »Gaslicht in der Straßenbeleuchtung« ist er überschrieben. Und der Untertitel lautet »Gasbetriebene Straßenleuchten sind elektrischer Beleuchtung wirtschaftlich unterlegen«. Natürlich stimmt das. Und niemand würde je auf die Idee kommen, daran zu zweifeln. Alle wissen, dass ein Oldtimer beim Rennen gegen einen Formel 1-Flitzer null Chancen hat. Oder dass sich der Berliner Dom niemals so energieeffizient beheizen lassen wird, wie ein modernes Bürogebäude am Potsdamer Platz. Trotzdem bewundern die Bürger den Dom als ein Wahrzeichen Berlins. Genauso wie inzwischen die Architektur des Potsdamer Platzes als neue Mitte Berlins anerkannt ist. Niemand würde vorschlagen den Dom abzureißen, um dort ein energieeffizienteres Gebäude zu bauen.
Bei der Gasbeleuchtung ist das anders. Denn alle Jahre wieder wird von Beratern, Lobbyisten, Politikern oder auch Beleuchtungsspezialisten vorgeschlagen, die Gasleuchten durch eine effizientere Elektrobeleuchtung zu ersetzen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Es scheint immer noch nicht endgültig die Frage beantwortet zu sein, ob die Stadtbild prägende, über 180 Jahre alte Gasbeleuchtung ein schützenswertes Kulturgut ist oder nicht. Und wenn ja, alle Anlagen, oder nur zusammenhängende historische Beleuchtungsensembles, welche Leuchten- und Masttypen, wie viele von ihnen? Die Befürworter zumindest betrachten sie als das größte, flächenmäßig zusammenhängende technische Denkmal Europas.
Weltweit gibt es noch rund 100 000 Stück. Dreiviertel davon in Deutschland, in Berlin 44 000 (Bild).
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