| LICHT 10/2008 | |
| Editorial |
Herbstlich(t)... von vielen Licht-Veranstaltungen im Herbst ...Liebe Leserin, lieber Leser, ... gerade haben wir nun Abschied vom Sommer genommen, an den ersten beiden Tage der Lichttechnischen Tagung in Ilmenau konnte man noch viele Sonnenstrahlen am Tag und einen lauen Abend genießen, am letzten Tag kam das Gastgeschenk der blau-weiße Regenschirm voll zum Einsatz. Jetzt steht der Herbst vor der Tür mit so vielen spannenden Veranstaltungen, dass man gar nicht weiß, womit man beginnen soll:
... wir fahren nach BerlinErst geht es natürlich zur belektro nach Berlin! Am 29. September trat dort die Jury zusammen, um die Preisträger des spannenden Licht-Wettbewerbs zu bestimmen (s. LICHT 9 und 7/8), die dann auf der Eröffnung dem staunenden Publikum mit ihren prämierten Modellen präsentiert werden. Das Forum »Innovative Stadtbeleuchtung« am dritten Messetag steht unter der Schirmherrschaft der Berliner »Senatorin für Stadtentwicklung« Ingeborg Junge-Reyer. Sie eröffnet das Programm am traditionellen belektro-Fachplaner- und Architektentag aus zehn anspruchsvollen Vorträgen. Zu den Referenten gehören u. a. die Inhaber der Lehrstühle Lichttechnik der Technischen Universitäten Berlin und Ilmenau Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker und Prof. Dr. sc.nat. Christoph Schierz (den LICHT-Lesern von der Tagung in Ilmenau schon bestens bekannt). Es geht an diesem Tag besonders um Stadtentwicklung, Stadtverschönerung und natürlich Energieeffizienz! Weitere Informationen auf S. 846. Begleitend dazu noch einige Beiträge über die Beleuchtung Berliner Straßen, z. B. über die »neue« Beleuchtung der Karl-Marx-Allee (S. 922). Auch das Berliner Unternehmen Construktionslicht stellt sich ganz neu auf (S. 928). Das spannende LICHT-Dialog-Programm ist zu finden im Internet unter: www.LICHTnet.de, www.belektro.de, www.ehome-berlin.de und www.messe-berlin.de. Lichtabschaltung am Brandenburger TorAuf der 11. Internationalen Architekturbiennale in Venedig war die Lichtinstallation »56 kW« von Siegrun Appelt zu sehen (S. 836). Als visuelles Zeichen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen ruft das Kunstwerk dazu auf, Energie einzusparen und diese symbolisch dem »56 kW Negawatt Kraftwerk« zu spenden. Das Land Berlin beteiligte sich als erster Energiesparer und schaltete während der Laufzeit der Biennale an mehreren Terminen das Licht des Brandenburger Tores ab. Eine choreografische Abschaltung, inszeniert von Siegrun Appelt, fand am 24. September statt. Lichttechnische Veranstaltungen in Berlin und MünchenAm 22. Oktober besucht die Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg der LiTG die Tunnelleitzentrale Berlin in der Scharnweberstraße. Am 23. Oktober lädt die Bezirksgruppe Südbayern zur Vortragsveranstaltung »Licht und Faszination« ins Osram-Haus ein: Dipl.-Ing. Günther Wehner spricht über »Faszination Licht«, Dipl.-Ing. Elmar Kaiser stellt Münchner Beispiele für faszinierendes Licht vor. Anja Börngen stellt ihre leuchtenden Skulpturen vor (s. LICHT 9, S. 782). Auch die Ausstellung »Licht Geschichte und Philatelie« und »25 Jahre Energiesparlampe« kann dann noch besichtigt werden (s. LICHT 9, S. 823). Licht in Köln auf der OrgatecEin spezielles Licht-Vortragsprogramm wird es auch auf der Orgatec in Köln geben (s. S. 853, 908, 915) und unter www.orgatec.de. Auf das Thema »Licht am Arbeitsplatz« werden wir in den nächsten LICHT-Ausgaben noch genauer eingehen. ... und noch mehr über die Light + BuildingDie Light + Building ist noch immer präsent: in dieser Ausgabe gibt es weitere Außenleuchten, schicke und prämierte Messestände sowie innovative Rasterleuchten zu sehen (ab S. 934). Doch bevor es jetzt noch einmal zur Biennale nach Venedig geht, statten wir der Tagung LICHT 2008 einen kleinen Besuch ab ...
Auf Wiedersehen »LICHT 2008 in Ilmenau« und Servus LICHT 2010 in WienVom 10. bis 13. September fand in Ilmenau die 18. Gemeinschaftstagung der deutschsprachigen Lichttechnischen Gesellschaften statt. Rund 480 Teilnehmer, davon 76 Studenten ließen sich von den internationalen Vortragenden wissenschaftlich erleuchten! ... Licht in Venedig
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| Bild 9 |
In diesem Jahr unterstützt Zumtobel zwei Projekte: Zum einen wird der Beitrag »Updating Germany« im deutschen Pavillon (Bild 9) in den Giardini gefördert, der sich mit Themen wie Ressourcenschonung auseinandersetzt und damit ein Kernthema des Lichtunternehmens aufgreift. Außerdem beleuchtet Zumtobel die Präsentation des Architekten und Künstlers Hani Rashid, der seine Arbeit im Arsenale dem Publikum präsentiert.
Im deutschen Pavillon zeigt die österreichische Lichtkünstlerin Siegrun Appelt die Installation 56 kW (Bild 9) und ist damit Teil der Präsentation »Updating Germany«. Diese Ausstellung von kleinen und großen Schritten für eine bessere Zukunft zeigt ökologisch und sozial nachhaltige Projekte, die heute in Deutschland oder von deutschen Architekten, Designern und Ingenieuren konzipiert, geplant oder gebaut werden.
Mit der von Zumtobel unterstützten Arbeit 56 kW von Siegrund Appelt, die im Portikus des deutschen Pavillons mit 28 Scheinwerfern à 2000 Watt Aufmerksamkeit erregt, möchte die Lichtkünstlerin auf eindringliche Art auf Einsparmöglichkeiten beim Umgang mit Licht und Energie hinweisen. Die dafür eingesetzte Energie wird durch das Ausschalten von Beleuchtungen in und an Gebäuden in Deutschland wieder eingespart. So wird beispielsweise das Licht am Brandenburger Tor teilweise abgeschaltet und so der Energieverbrauch, der durch die Lichtinstallation im deutschen Pavillon entsteht, ausgeglichen. Darüber hinaus werden auf der Internetseite www.utopia.de Energiespenden gesammelt. Damit soll das Thema Energie und Ressourcenschonung noch stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden.
Unter dem Titel »Drei Häuser für das Unterbewusste« präsentiert der Architekt und Künstler Hani Rashid mit seinem Büro Asymptote im Arsenale drei Arbeiten, die bewusst an die frühen Tage der experimentellen Architektur erinnern, an die Zeit von den Sechzigerjahren bis in die frühen Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, als die Grenzen zwischen Architektur, Technik und Kunst noch wunderbar verschwommen waren, weit entfernt von den vorgegebenen und präzise gezogenen Grenzlinien, die wir in unserer Disziplin heute finden. Zumtobel hat die Beleuchtung der L-förmigen Ausstellungsfläche mit einer Hinterleuchtung realisiert, die den Arbeiten einen schwebenden Eindruck verleihen. Mehr als 650 Leuchtstofflampen in zwei unterschiedlichen Farben, die hinter einer lichtoptischen Folie angebracht sind, lassen sich mit einem Lichtmanagementsystem Luxmate professional steuern und vermitteln so eine sich fortwährend ändernde Atmosphäre.
Kombinieren lässt sich vielleicht ein Messebesuch in Pordenone (S. 854) mit einem Besuch der Biennale in Venedig.
... und vielleicht gehen Sie auch einmal shoppen in der Metropole Mailand (S. 878), in Nola (S. 865), in Köln (S. 860), Kaltenkirchen (S. 874) und natürlich in Berlin. Erholen können Sie sich anschließend auf einer Kreuzfahrt (S. 886 u. 890) oder auch in einer Schlafkabine (S. 880).
Wir wünschen Ihnen noch einen sonnigen und farbenfrohen Herbst und werden uns sicher hier oder auch dort treffen ...
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LICHT 10/2008