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Licht, das entgrenzt

Sconfine Leuchtenserie von Matteo Thun

Fotos: Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn



In der Addition ergeben sich neue Raumdimensionen. Die Pendelleuchte Sconfine Sfera beeindruckt durch die Brillianz der Lichtwirkung. Die teilverchromten Leuchtenkörper verleihen eine schwebende Eleganz

Mit der neuen Leuchtenserie Sconfine, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten Designer Matteo Thun entstand, präsentiert Zumtobel eine Serie von Wand-, Decken- und Pendelleuchten, die durch ihre Lichtwirkung eine räumliche Entgrenzung und Tiefenwirkung simulieren. Das Licht der Sconfine Leuchten bietet die Möglichkeit, mit den Dimensionen eines Raumes zu spielen. Es kann eine räumliche Entgrenzung erreicht werden, die den Besucher eine andere Raumgeometrie erleben lassen. Das Spiel mit dem Licht erzeugt eine optische Tiefe, die den Raum aus seinen metrischen Dimensionen befreit. So kann die Lichtwirkung Raumgrenzen aufheben und dem Raum eine neue Wirkung geben.

Die Leuchtenserie besteht aus Decken-, Pendel- und Wandleuchten. Ein gestalterisches Verbindungselement ist Chrom, das in unterschiedlicher Form in das Leuchtendesign integriert ist.

Die Pendelleuchten Sconfine Linea beeindrucken durch ihre formale Eleganz. Ganz auf die Lichtwirkung reduziert, besticht der Leuchtenkörper durch wenig Materialität. Die Leuchtenenden werden durch Chromgehäuse eingefasst. Drei Baulängen und Pendellängen über vier Metern ermöglichen vielfältige Einsatzmöglichkeiten auch in hohen Räumen wie Treppenhäusern, Foyers oder Sälen. Dabei können die Leuchten vertikal oder horizontal angebracht werden. Durch spezielle Verbindungselemente besteht die Möglichkeit, Leuchtenanordnungen zu schaffen, die durch scheinbar schwebende Lichtlinien eine visuelle Raumerweiterung und Entgrenzung der Raumgeometrie bewirken.

Die Sconfine Cubo ist als Einzelmodul oder als Konfiguration erhältlich. Der ruhig verlaufende Wechsel der Farbintensität sorgt für eine unverwechselbare Metamorphose der Raumarchitektur

Sconfine Cubo ist eine Wand- und Deckenleuchte mit LED-Technologie, die sowohl als Einzelleuchte aber auch in der Addition ihre volle Stärke ausspielt. Das Licht erzeugt eine Dynamik aus Farbe und Licht. Die Einzelleuchte mit einer 1 Watt LED ist unsichtbar im verchromten Leuchtengehäuse mit integriertem Betriebsgerät platziert. Ein als Kubus ausgebildeter transluzenter Reflektor aus Polycarbonat mit Perldiffusoroptik in matt weiß, sorgt für die gewünschte gleichmäßige Ausleuchtung des Leuchtenkörpers.

Zusätzlich zur Einzelleuchte ist die Sconfine Cubo als Modul mit neun Kuben in den Lichtfarben weiß, amber, rot, blau und grün erhältlich. Bei der Überlagerung der farbigen Lichtprojektionen ergeben sich jeweils neue Farbmischungen, das Spektrum verändert sich kontinuierlich. Eine nach dem Zufallsprinzip generierte Ansteuerung der einzelnen Lichtmodule im Dimmbereich von 5 bis 100% sorgt für ein dynamisches Auf- und Abschwellen des Gesamtlichts. Dadurch wird ein Effekt von Raumtiefe erzeugt. Dabei sind die einzelnen Kuben unterschiedlich hoch (70 mm,100 mm,130 mm) und bewirken so eine Auflösung der Leuchtengeometrie.

In der Mehrfachanordnung von Clusterleuchten, bestehend aus jeweils neun Einzelmodulen, schöpft die Serie Sconfine Cubo ihren Gestaltungsspielraum perfekt aus. Der ruhig verlaufende Farbwechsel sorgt für eine unverwechselbare Metamorphose der Raumarchitektur und ein stimmungsvolles Ambiente in Bars, Restaurants in Lobby und Lounge.

Die Kugelpendelleuchten Sconfine Sfera überzeugen in der Lichtwirkung durch den verwendeten teiltransparenten mit Chrom verspiegelten Leuchtenkörper. Zusätzlich zur direkten Abstrahlung entsteht so eine Reflexion im Leuchtenkörper, die der Leuchte einen schwebenden Charakter verleihen. In die kugelförmigen Leuchtenkörper sind die Lampen bzw. das LED Modul sichtbar eingesetzt. Eine opale Innenkugel sorgt für optimierte Entblendung und verstärkt darüber hinaus zusammen mit der Oberflächenverspiegelung den Eindruck von Plastizität und Raumtiefe.

Die Serie Sconfine Sfera ist mit verschiedenen Leuchtmitteln erhältlich, von der Energiesparlampe bis hin zur modernen LED- Technologie. Damit ist sie für unterschiedliche Anwendungsbereiche geeignet und kann optimal an die Nutzung angepasst werden.

Die Sconfine Sfera mit dem leistungsfähigen LEXEL LED-Modul verbindet alle bekannten Vorteilen der Zumtobel Tempura LED Spotlights und Downlights mit der raumbestimmenden Ästhetik der Sconfine Sfera-Leuchten.

Vorteile der LED-Technik sind die lange Lebensdauer, das schonende IR/UV freies Licht, die individuell, einstellbare Farbtemperatur zwischen 2500 K und 6500 K und Helligkeitsregelung zwischen 0 und 100% über einfach bedienbare Softtaster.


Lichtwolken« entstehen bei der Verbindung von mehreren Sconfine Linea-Leuchten. Über ein Verbindungselement lassen sich individuelle Lichtstrukturen bilden.

Das Raumambiente lässt sich maßgeblich durch die Veränderung der Farbtemperatur und durch die Helligkeitsregelung beeinflussen. Dies bietet in den Einsatzbereichen im Shop, über Auslagen oder im Tresenbereich enorme Vorteile, genauso wie im Restaurant oder Barbereich, wo Warmtöne den Sonnenuntergang simulieren können oder in der gleichen Umgebung bei hohen Temperaturen im Sommer eher eine kühlere Farbtemperatur gewählt wird.


Matteo Thun, Architekt, Matteo Thun & Partners

Matteo Thun, 54, Architekt und Designer, geboren in Bozen (Italien), studierte an der Kunstakademie Salzburg und an der Universität Florenz. Durch die Begegnung mit Ettorre Sottsass wurde er zum Mitbegründer der Gruppe ›Memphis‹ in Mailand. Dort öffnete er 1984 auch sein eigenes Büro, war drei Jahre Creative Director bei Swatch und arbeitet nun in den Bereichen Architektur, Design und Kommunikation. Der Erfolg des Teams in der Via Appiani – circa 50 Architekten, Designer, Grafiker – begründet sich im ständigen interdisziplinären Austausch.

Nachhaltigkeit, unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Gesichtspunkten steht bei Matteo Thun & Partners in der Architektur an erster Stelle. Sie ist ganz selbstverständlich Teil eines Ansatzes, der die Eigenart eines Ortes begreifen und respektieren, den heutigen und zukünftigen ästhetischen Ansprüchen genügen will. ›Ecotecture‹ – das Zusammenspiel von ›ecology‹ und ›architecture‹ – ist die sinnvolle Antwort der Architektur auf die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung.
Matteo Thun betrachtet Design als notwendige Ergänzung des architektonischen Projekts: zum Gebäude gehören Interieurs, zum Interieur gehören Objekte, Objekte brauchen Designer, Hersteller und Nutzer.

Matteo Thun erhielt dreimal den ›Compasso d’Oro‹ für gutes Design, seine Hotelprojekte wurden verschieden ausgezeichnet: das Side Hotel in Hamburg ›Hotel of the Year‹ 2001, das Vigilius Mountain Resort unter anderem mit dem ›Wallpaper Design Award‹ 2004, das Radisson Sas Hotel in Frankfurt als ›best hotel opened in the year‹, ›worldwide hospitality awards 2005‹.


LICHT 4/2008

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