| LICHT 04/2008 | |
| Editorial |
Unser LICHT ist 60!Liebe Leserin, lieber Leser ...Ihre Zeitschrift LICHT befindet sich im 60sten Jahrgang und die Zeitschrift TAGESLICHT bereits im 6sten ... Als ich mit 21 Jahren im Verlag für Radio-Fernseh-Kinotechnik in Berlin-Borsigwalde einfach einmal in das Verlagsleben hineinschnuppern wollte (heute nennt man das Praktikum ... ) konnte ich nicht ahnen, dass dieser Schritt mein Leben so prägen würde. Nach einer verlagsinternen Ausbildung begann ich mein Redakteursleben 1971 bei Dr. Taute und der Zeitschrift »Lichttechnik«. So nahm mein »Licht-Leben« seinen spannenden und leuchtenden Verlauf. Dr. Taute damals siebzig Jahre gab sein Wissen, seine Fachkenntnisse, seine kleinen »Tricks« uneingeschränkt an mich weiter.
1975 wurde der Berliner Verlag mit seinen Objekten an den Dr. Hüthig-Verlag, Heidelberg, und den Pflaum-Verlag, München, verkauft. Ich entschied mich für Berlin und »ging dann zwei Jahre fremd«, »machte« ein Physik-Lehrerbuch bei einem großen Schulbuchverlag, blieb aber immer mit der Lichttechnik in Verbindung. Nach dem Tod von Dr. Taute Herr Lehmann war inzwischen Chefredakteur folgte ich 1977 erfreut dem »Ruf aus München« und konnte von nunab die Zeitschrift in der »Außenstelle Berlin« weiterführen. Im Jahr 1979 wurde ich Chefredakteurin und die Zeitschrift wurde in »LICHT« umbenannt! Viele Glanzlichter bestimmen bis jetzt meinen lichtvollen Lebensweg: ein erster eigener Messestand in der Halle 9 in Hannover (mit Tapeziertisch, blauer Lackfolie, und ausgebreiteten Zeitschriften und Büchern), ein Jahr später sah es schon etwas professioneller aus (Bild 1): Dr. Ulrich Merker, Geschäftsführer vom Fachverband Leuchten im ZVEI, stellte uns problemlos eine paar Regale zur Verfügung, die »man« gerade nicht brauchte ... der LICHT-weg wurde von nunan immer heller, schicker ... heute »strahlen« wir mit animierter LED-Wand und brandneuen Strahlern (S. 292, 294 und 296)! Der Beruf wurde für mich immer mehr zu einer »Berufung« und zugleich auch zum Hobby, die beruflichen Reisen prägen meine Erinnerungen ebenso farbenfroh wie die privaten, aus beruflichen Kontakten wurden private Freundschaften, die auch nach dem Ruhestand vieler »Licht«-Menschen andauern ...
Andere Berufe werden im Laufe der Jahre Routine und vielleicht auch langweilige: Im »Zeitschriften-machen« erlebte ich
... heute schlägt auch mein Herz inzwischen im 6sten Jahr in München für die LED (Bild 8)! Ein ganz besondere Erinnerung verbindet mich mit der weltberühmten Lichtplanerin Motoko Ishii: Auf der Hannover-Messe 1982 fragte sie mich durch Vermittlung von Dr. Merker ob ich nicht auf ihrer Jubiläumsveranstaltung in Tokio einen Dia-Vortrag über »Lichtarchitektur in Deutschland« halten könnte, ich sollte ein wenig »bayerisch« aussehen (Bild 3). Im deutschen Kulturzentrum von Tokio hielt ich vor rund 250 Video-drehenden Japanern meinen Vortrag, davor gab es zwei Generalproben. Es war super ... Vor rund zwanzig Jahren führte die Stiftung Warentest in Berlin einen Test der damals ganz neuen Energiesparlampen durch. Es erstaunt mich immer wieder, dass es auf jeder Messe so immens viele Neuheiten gibt: Mehr als 25 Jahre besuchte ich die damals jährlich stattfindende Hannover-Messe mit der Weltlichtschau. Bei meinem ersten Messebesuch resignierte ich vor dem Angebot der rund 300 Lichtaussteller heute sind es auf der Light + Building in Frankfurt weit über 1000 ... in riesigen - tollen Messehallen ...
Die Zeitschrift LICHT berichtete regelmäßig damals auf rund sechzig Seiten, heute sind es mindestens 100, zur Messe mehr als 150 Seiten. Immer wieder entstehen neue Messen im In- und Ausland und immer wieder »hängt der Himmel« voller Leuchten. Doch noch spannender als die Produkte sind die Menschen, die dazugehören. Alle, die einmal in das Thema Licht hineingeschnuppert haben, wechseln vielleicht mal von der einen zur anderen Firma, aber sie bleiben meist der Branche erhalten ... schön! Die Wiedervereinigung war ein großer Einschnitt viele Lichtunternehmen in der damaligen DDR konnte ich auf den Leipziger Messen besuchen (erst private, dann halbstaatliche und schließlich staatliche Unternehmen), 1989 war alles wieder zusammen. Diese ersten Jahre erlebte ich als Berlinerin natürlich besonders intensiv. So entdeckte ich Ost-Berlin, welches mir als West-Berlinerin ja während der Mauerzeit verwehrt war, und lernte nun auch »neuen Bundesländer« kennen ... In den letzten Jahren entstanden unterschiedliche Licht-Specials und vor 6 Jahren die zweimal im Jahr erscheinende TAGESLICHT. Auch Bücher all das zeigen wir auf der Light + Building gehören in das Programm und machen das LICHT-Leben spannend und interessant. Seit vielen Jahren auch von München aus liegt mir das Licht-Angebot auf der Berliner Messe belektro sehr am Herzen. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr wieder einen LICHT-DIALOG mit spannenden Themen. Der Architekten-Tag ist diesmal dem Thema Straßenbeleuchtung gewidmet. »Licht lacht« gerne, genau wie wir in München gibt es beim Lichtkünstler Sigi Bussinger alle paar Monate eine Diskussionsrunde in seinem malerischen Atelier im »Schatten« des Osram-Hauses. Dort treffen sich Licht-Menschen unterschiedlichster Couleur, vom Lichtdesigner über den Lichtkünstler bis zum Lichttechniker. Diese Menschen lauschen dann interessiert z. B. den Ausführungen vom Lichtbiologen und Arzt Alexander Wunsch aus Heidelberg, der von vielen Krankheiten berichtet, die mit Licht (Glühlampenlicht) geheilt werden können. Seine Ausführungen bilden eine weitere Position im Themenbereich »Aus für die Glühlampe«. Über das Thema »Licht und Gesundheit« in der nächsten Ausgabe mehr. Viele Vortragsthemen ebenfalls in größter Vielfalt halten die Bezirksgruppen der Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) bereit, deren Organ die Zeitschrift LICHT schon seit Jahrzehnten gern ist. Die Bezirksgrupppen veranstalten neben den Vorträgen auch Wanderungen, Reisen und Besichtigungen, die zum zwischenmenschlichen Kontakt beitragen (s. S. 382). ... nun Schluss mit den Erinnerungen jetzt schauen wir nach vorn auf die bevorstehen-de Light + Building, auf der sich das Redaktions-Team auf Sie, auf Sie und auch auf Sie sehr freut!
Wir sehen uns in der Halle 3.0 am bekannten Messestand A 2, wo wir Ihnen neben unseren Zeitschriften auch interessante Fachbücher präsentieren werden!
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||