| LICHT 10/2007 | |
| Editorial |
Herbstlich(t) ...Von »Nachhaltigkeit« und »Energieeffizienz« ...Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie jetzt einmal aus dem Fenster schauen, können Sie die wunderbaren Farben der Natur sehen Herbstfarben, warmes Licht noch zeigen die Bäume ihr farbenfrohes Blätterkleid, die Sonne strahlt noch warm vom Himmel ... Die Licht-Saison die Zeit des künstlichen Lichts steht jedoch vor der Tür. Wenn es draußen dunkler und dunkler wird und die Nächte immer länger, kann man nicht nur in den Wohnzeitschriften und in den Fernsehsendungen zum Thema Wohnen die lichtvollen Vorschläge entdecken. Auch die Publikumszeitschriften zeigen im redaktionellen Teil schicke Leuchten und Interviews mit Lichtdesignern und Architekten. Und auch dort kann man aus dem Mund von bekannten Licht-Personen lesen, dass sie den »Tod der Glühlampe« bedauern und ... keine Energiesparlampen einsetzen wollen usw ....
Das Thema »Aus für die Glühlampe« zieht immer größere Kreise. Die bereits mehrfach angekündigten Veröffentlichungen zu diesem Thema werden nun endlich in der nächsten Ausgabe erfolgen. Ein ausführlicher Beitrag des Lichtbiologen und Arztes Alexander Wunsch wird dazu ebenso veröffentlicht werden wie etliche Leserbriefe zu diesem Thema. Wir haben Lichttechniker und Wissenschaftler, Architekten und Lichtplaner zu diesem Thema befragt. Das Ergebnis erscheint in LICHT 11/12 zum Abschluss dieses Jahres. Die Gedanken zum Thema Energiesparen und Energieeffizienz werden natürlich auch das nächste Jahr 2008 prägen. In diesem Zusammenhang hört man oft auch den Begriff der Nachhaltigkeit wie z.B. bei der kürzlich stattgefundenen Preisverleihung des neuen »Zumtobel Award« (s. S. 744), über den wir ausführlich in der nächsten Ausgabe berichten werden. Wir haben jedoch einmal zu diesem Begriff »Nachhaltigkeit« recherchiert und fanden u.a. die folgenden Aussagen:
Diese Aussage von Gerhard Schröder erschien im Vorwort zum Fortschrittsbericht 2004 der deutschen Bundesregierung »Perspektiven für Deutschland. Unsere Strategie für eine nachhaltige Entwicklung«. Ursprünglich stammt der Begriff Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft und steht für eine Waldbewirtschaftung, bei der die Produktionskraft des Waldes und die jeweilige Holzernte so in Einklang miteinander stehen, dass langfristig ein möglichst hoher Holzertrag gewährleistet ist, zugleich Boden und Standort jedoch nicht beeinträchtigt werden. So wird z.B. immer nur soviel Holz geschlagen, wie durch Wiederaufforstung nachwachsen kann. Als Maxime kann formuliert werden:
Mehr zu diesem Thema finden Sie u.a. unter www.dadalos-d.org/nachhaltigkeit. Und mehr zu dem Thema »Energieeffizienz« und »Nachhaltigkeit« in allen LICHT-Ausgaben ...
Das Titelbild zeigt die neue spektakuläre Beleuchtung der Promenade von Split ... weitere Impressionen zeigen die Fotos 3 bis 7. Von der malerischen Altstadt kommt man direkt auf die »Riva«. Wirken die weißen Konstruktionen der Stützen mit den Scheinwerfern und auch die Leuchten am Tage im Gegensatz zu den denkmalgeschützten Gebäuden der Altstadt vielleicht noch ungewohnt, so fügen sie sich am Abend in die Palmenblätter ein aus den Stützen »fließen« die Markisen heraus, die effektvoll angestrahlt werden (Bilder 4 u. 6). Das Licht der LEDs wirkt harmonisch und taucht die Promenade in ein einladendes Licht. Die Bodeneinbauleuchten setzen blaue Akzente, und stellt man einen Tisch darauf ... (Bilder 5 u. 7). Die traditionelle Altstadt mit dem Charme von gestern erwacht zu neuer Attraktion durch das Licht von heute. Zumtobel Group Award honoriert international herausragende Projekte für Nachhaltigkeit
Thom Mayne, von Morphosis Architekten mit Sitz in Los Angeles, Kalifornien, USA, und Jörg Schlaich und Rudolf Bergermann von Schlaich Bergermann Solar mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, sind die Preisträger des diesjährigen Zumtobel Group Award for Sustainability and Humanity in the Built Environment. Im Rahmen der Bekanntgabe der Juryentscheidung fasste Kristin Feireiss, Gründerin der Aedes Architektur Forum in Berlin und Kuratorin des Zumtobel Group Award, die Überlegungen der Jury wie folgt zusammen: »Der Zumtobel Group Award eröffnet uns die hochinteressante und spannende Möglichkeit, die vielfältigen Aspekte der Nachhaltigkeit und Menschlichkeit in der gebauten Umwelt in einem globalen Kontext zu diskutieren und zu fördern.« Die internationale Jury wählte Thom Mayne in der Kategorie »Gebaute Umwelt« und Jörg Schlaich & Rudolf Bergermann in der Kategorie »Forschung & Initiative« als Gewinner, da ihre Projekte einen wesentlichen Beitrag zu einer lebenswerten, nachhaltigen und gerechten Zukunft darstellen. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), hielt die Festrede bei der Preisverleihung im Kunsthaus Bregenz, das 1997 von Peter Zumthor entworfen wurde. Ziel des Zumtobel Group Awards ist es, außergewöhnliche und nachhaltige Lösungsansätze im Bereich Architektur und Bauwesen zu honorieren. Der Award dient als Anregung für neue Entwicklungen und Konzepte in der gebauten Umwelt, welche den gegenwärtigen und künftigen Energiebedarf berücksichtigen und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen verbessern. Das Preisgeld für die Kategorie »Gebaute Umwelt« beträgt 80000 Euro, für die Kategorie »Forschung & Initiative« 60000 Euro. Der Bereich Architektur wurde von der Zumtobel Gruppe aufgrund ihrer weltweiten Beschäftigung mit Beleuchtungssystemen und Architektur gewählt sowie aufgrund der besonderen Bedeutung, welche die Themen Nachhaltigkeit und Menschlichkeit für das Unternehmen besitzen. Infolge der langjährigen Zusammenarbeit mit Architekten, Ingenieuren und Lichtplanern gibt es im Unternehmen ein gewachsenes Bewusstsein, dass visionäre Lösungen aus Architektur und Stadtplanung zu einer Verringerung des globalen Energieverbrauchs und gleichzeitig einer Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität beitragen können. Im Rahmen einer Wanderausstellung, die im Oktober 2007 im Zumtobel Lichtforum in Dornbirn starten wird, werden die zehn nominierten Projekte und die zwei Siegerprojekte dem Publikum vorgestellt. Der Katalog stammt vom Aedes Architektur Forum, Berlin, wo die Ausstellung Ende des Jahres ebenfalls zu sehen sein wird. (Ausführlicher Beitrag folgt in LICHT 11/12).
Das »Festival of Lights« in Berlin findet vom 16. bis 28. Oktober statt Zwei Wochen lang wird Berlin wieder in ein Meer aus Licht getaucht. Historische Wahrzeichen zeigen sich funkelnd und glitzernd, Projektionen und Feuerwerke rund 40 Illuminationen setzen die Stadt ins rechte Licht. Begleitet wird das Festival von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen. Initiatoren und Organisatoren sind die City Stiftung Berlin, die Union Investment Real Estate AG, der Lichtdesigner Andreas Boehlke sowie die Festivalorganisatorin Birgit Zander mit ihrer Agentur Zander & Partner. Am 27. Oktober gibt es zum 15. Mal die »Lange Nacht des Shoppens«. Mehr über Shop-Beleuchtung, Vorschau auf die Euroshop (s. S. 755), schicke Hotels und viel Repräsentatives in der nächsten LICHT.
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