LICHT 03/2007 zurück
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Neue Technik, neue Märkte

Firmenportrait: Das Technologie-Service-Unternehmen EBV Elektronik

Firmenportrait: Das Technologie-Service-Unternehmen EBV Elektronik in Poing stellt sich vor

Durch den Einsatz von LEDs eröffnen sich den Lichtplanern und Leuchtendesignern seit einigen Jahren ganz neue Gestaltungsspielräume, denn die leuchtenden Halbleiter haben gegenüber etablierten Lichtquellen einige Vorteile, die bisher Unmögliches möglich machen. Um effiziente, langlebige Lösungen mit LED-Lichtquellen zu realisieren ist jedoch Fachwissen erforderlich. Der Elektronik-Spezialist EBV hat den großen Bedarf an Beratungs- und Organisationsdienstleistungen erkannt und bietet mit seinem Team das komplette Management und Consulting für Lichtplaner und Architekten, aber auch für die Lichtindustrie an, damit aus einer brillanten Idee Wirklichkeit wird.
Fotos: EBV Elektronik, Poing

Verschiedene physikalische, bautechnische oder finanzielle Randbedingungen können Ursache dafür sein, wenn die kreativen Ideen eines Lichtplaners bleiben was sie sind, nämlich Ideen. Ein knappes Budget, mangelnder Platz für Installationen, allzu raue Umgebungsbedingungen, Brandschutz-Auflagen oder schlechte Zugängigkeit bei der Wartung sind nur einige denkbare Hürden, die ein Lichtkonzept auf dem Weg in die Praxis überwinden muss. Nicht selten verhindern sie, dass unkonventionelle, phantasievolle Planungen nie Wirklichkeit werden. Durch den Einsatz von LEDs eröffnen sich den Lichtplanern und Leuchtendesignern seit einigen Jahren jedoch ganz neue Gestaltungsspielräume, denn die leuchtenden Halbleiter haben gegenüber etablierten Lichtquellen einige Vorteile, die bisher Unmögliches möglich machen. Um effiziente, langlebige Lichtanwendungen mit LED-Lichtquellen zu realisieren, ist jedoch Fachwissen erforderlich. Diese Anwendungen sind oft individuelle Lösungen, die das Zusammenspiel von Komponenten unterschiedlicher Zulieferer erfordern. Der Elektronik-Spezialist EBV hat den großen Bedarf an Beratungs- und Organisationsdienstleistungen erkannt und bietet mit seinem General-Lighting-Team das komplette Management und Consulting für Lichtplaner und Architekten, aber auch für die Lichtindustrie, damit aus einer brillanten Idee Wirklichkeit wird.



Links: Großes Potenzial haben LEDs bei Beleuchtungskonzepten, die auf farbiges Licht setzen. Die individuell gewünschte Lichtfarbe entsteht durch Mischung des Lichts von roten, blauen und grünen LEDs. Die Programmierung ihrer Farbwerte erfolgt in der Ansteuer-Elektronik. Falls diese Farben dann auch noch flexibel verändert werden sollen, gibt es keine kommerziell sinnvolle Alternative mehr zur LED.
Mitte: Hersteller von LEDs geben die Lebensdauer ihrer Produkte mit über 50 000 Stunden an. Bei optimalen Betriebsbedingungen sind auch weit höhere Werte möglich. 100 000 Stunden entsprechen bereits mehr als elf Jahren Dauerbetrieb, so dass LEDs bei vielen Anwendungen nie ausgetauscht werden müssen. Damit sind sie erste Wahl zur Beleuchtung an schwer zugänglichen Stellen. Erst kürzlich bat ein Hersteller von Kirchturm-Uhren beispielsweise einen Anwendungsspezialisten von EBV um Unterstützung bei der Entwicklung einer Beleuchtungslösung. Auch als es darum ging, die Positionslichter von Windkraftanlagen mit LEDs zu realisieren, konnte das Unternehmen sein Know-how einbringen.
Rechts: Ein frischer Wind weht seit einigen Jahren durch die Beleuchtungsbranche. LED-Lichtquellen eröffnen neue Freiheiten beim Leuchtendesign und im Projektgeschäft. Die leuchtenden Halbleiter provozieren ganz neue Liefer- und Kooperationsbeziehungen und veränderte Prozesse im Bereich Entwicklung und Konstruktion.

Die Marktstrukturen wandeln sich

Der Einzug der LED in die Lichtbranche hat völlig neue Zuliefer- und Kooperationsbeziehungen zur Folge. Einerseits sind an der Schnittstelle zwischen dem komplexen, globalen Halbleitermarkt und der Lichtindustrie spezielle Branchenkenntnisse gefordert. Andererseits müssen sowohl bei der Herstellung von Serienprodukten, wie LED-Lampen und -Leuchten, als auch im individuellen Projektgeschäft ganz neue technische Herausforderungen gemeistert werden.

Zahlreiche Lampen- und Leuchtenhersteller haben sich die nötigen Kompetenzen durch Zukäufe von LED-Spezialisten oder durch Joint-Ventures erschlossen. Gleichzeitig haben autarke Anbieter den neuen Beratungs- und Dienstleistungsbedarf evaluiert und sich als OEM-Partner oder Consultants etabliert. Projekt- und/oder produktbezogen unterstützen sie die Lichtindustrie und Lichtplaner und Architekten.

Letzteren Weg ist auch EBV Elektronik gegangen. Das Unternehmen ist der mit Abstand größte Lieferant für LED-Technologie in der europäischen Halbleiterdistribution und hält für diese Produkte einen Marktanteil von über 40%. Seine Distributionsleistungen hat EBV um technische Beratung, Technologie-Dienstleistungen und Logistik-Tools ergänzt und bietet dieses Portfolio gezielt für die Beleuchtungsbranche an.



Links: Die »Neonreklame« am Straßenrand muss bei Neuinstallationen vielleicht schon bald in »LED-Reklame« umbenannt werden, denn es ist bereits heute ökonomischer, Systeme auf Leuchtdioden-Basis zu realisieren als auf die konventionelle Neontechnik zurückzugreifen.
Mitte und rechts: Wichtiger Innovationstreiber in der LED-Technik ist die Automobilindustrie. Bei den meisten Autos, die derzeit neu entwickelt werden, sind die Heckleuchten mit LEDs bestückt und auch die ersten Frontscheinwerfer auf LED-Basis waren auf der letzten IAA (Internationale Automobil Ausstellung) in Frankfurt zu sehen. Mittlerweile enthalten neue Mittelklassewagen bereits bis zu 400 LEDs. Ihre geringere Einbautiefe und die lange Lebensdauer machen sie für den Einsatz im KFZ so interessant.

Komplexe Technik

Hersteller von LED-Leuchten benötigen technische Unterstützung von Elektronik-Spezialisten. LEDs sind Halbleiter-Bauelemente und brauchen elektronische Bauteile zur Ansteuerung. Von ihrer Komplexität her ist diese Elektronik durchaus mit den elektronischen Vorschaltgeräten (EVGs) für Floureszenzlampen vergleichbar, aber die Lösungen zur Ansteuerung (der Fachmann spricht auch vom Treiben) der LEDs sind stets individuell. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Die Lichtemission der LEDs ist eine Folge des durch sie fließenden Stroms. Um eine lange Lebensdauer der LED zu gewährleisten, darf ein maximaler Strom nicht überschritten werden und für eine optimale Lichtemission ist ein bestimmter Minimalstrom nötig.
Die Ströme, die durch eine LED hindurch fließen, sollten somit in einem ziemlich engen Toleranzfenster bleiben. Mit einer Konstantstromquelle lassen sich diese Minimal-/Maximalwerte gut einhalten, aber Konstantstromquellen sind nicht billig, so dass überdimensionierte Konstantstromquellen unverhältnismäßig hohe Hardware-Kosten sowie einen höheren Stromverbrauch zur Folge haben. Darüber hinaus werden Beleuchtungslösungen an unterschiedlichen Ausgangsspannungen, z.B. direkt am Netz oder an einer vorhandenen Niederspannung, betrieben, so dass sich sehr vielfältige Varianten ergeben. Außerdem sollte die Ansteuerung so nah wie möglich an der Lichtquelle erfolgen, um die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) zu gewährleisten.

Ähnlich spezielle Anforderungen stellen die LEDs nicht nur an ihre Treiber, sondern auch an maßgeschneiderte Vorsatzoptiken, Komponenten für das Thermomanagement und die Programmierung bei Anwendungen von dynamischem Farblicht.

EBV Elektronik lässt diese Probleme seiner Kunden durch ein externes Partner-Netzwerk lösen. Wenn ein Leuchtenhersteller nach einem externen Partner, wie z.B. einem Ingenieurbüro, sucht, der für ihn die Entwicklung der Ansteuer-Elektronik für ein LED-Beleuchtungssystem übernimmt, dann sind die Spezialisten aus Poing die richtigen Ansprechpartner. EBV selbst verkauft nur die »nackten« LEDs und andere Elektronikbauteile, während die Systemintegratoren des Partner-Netzwerkes die zugehörigen Ingenieurleistungen erbringen – und zwar in den Bereichen Elektronikdesign, thermisches Management und – falls erwünscht – auch beim optischen Design.

Für kompetente Beratung zu technischen Fragen sorgen bei EBV 240 Mitarbeiter im technischen Vertrieb. Die Zahl der Anwendungsspezialisten, die das Unternehmen beschäftigt, hat sich in den letzten drei Jahren von 60 auf 110 erhöht. Teilweise ziehen Leuchtenhersteller EBV bereits bei ihrer Produktdefinition zu Rate und viele Planer und Entwickler wenden sich schon in der frühen Entwurfsphase an die Spezialisten.



Links: Aus der Kooperation von EBV mit Osram Opto Semiconductors ist die LED-Serie »Ostar Lighting« hervorgegangen. Auf der zurückliegenden Messe Light + Building präsentierte Osram eine Version, die mit sechs Chips und Linse 420 lm (28 lm/W) und ohne Linse 300 lm (20 lm/W), jeweils bei 700mA Betriebsstrom erzeugt. Mit Linse übertrifft die Hochleistungs-Leuchtdiode sogar eine 20-W-Halogenlampe in der Helligkeit. Ihre sechseckige Form lässt hohe Packungsdichten zu.
Rechts: Das Expertenwissen von EBV Elektronik ist auch in die Entwicklung einer LED-Serie von Agilent Technology eingeflossen. Die LEDs auf InGaN-Basis (Indium Gallium Nitrid) wurde speziell für Anwendungen im Außenbereich entwickelt. Aufgrund ihrer großen Helligkeit und ihrer wetterfesten Gehäuse sind sie optimal geeignet für den Einsatz in Ampelanlagen, Geschwindigkeits- und Richtungsanzeigen, Anzeigentafeln in Sportstadien, Werbeflächen und anderen Großanzeigen mit wechselnden Inhalten.

Ein spezieller Zulieferermarkt

Nicht nur das Prinzip der Lichterzeugung in der LED unterscheidet sich völlig von dem in herkömmlichen Lampen, sondern auch die Mechanismen auf dem Zulieferer-Markt sind ganz erheblich anders. Entsprechende Beratungsangebote flankieren deshalb die technischen Dienstleistungen von EBV.
So hilft das Unternehmen den Systemintegratoren bei der Auswahl der richtigen Produkte, damit diese eine möglichst kostengünstige Lösung realisieren können. Studien haben ergeben, dass beim Design von elektronischen Systemen bis zu 90% der Kosten bereits ganz am Anfang des Projekts durch eine gute Konzeption gespart werden können. Derartige Summen lassen sich später beim Einkauf der Bauteile oder in der Produktion nicht mehr einsparen.

Außerdem wissen die Experten bei EBV Elektronik ganz genau, welche Produkte für Neuentwicklungen geeignet sind und welche nicht. Halbleiter-Bauelemente – und damit auch LEDs – sind nämlich nur eine begrenzte Zeit am Markt verfügbar. Wenn ein Ingenieur beim so genannten Design-In ein falsches Produkt auswählt, das in Kürze vom Hersteller abgekündigt wird, dann zieht ein solcher Fehler immense Folgekosten nach sich.

Mit 37 Jahren Erfahrung im Elektronikbereich und einem Jahresumsatz von über 1 Mrd. € kennt EBV den Elektronikmarkt genau. Auszeichnungen von beispielsweise Osram Opto Semiconductors als »Europäischer Distributor der Jahres« 2004 und 2005 bestätigen die Kompetenz des Unternehmens.


LICHT 03/2007

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