| LICHT 11-12/2006 | |
| Editorial |
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...nun ist es wieder einmal soweit Weihnachten, Jahresende, Neujahr... und es kam wieder einmal viel zu schnell. Ich kann mich noch an den Jahresanfang erinnern, die vielen Messen, die dann noch vor der Tür standen und nun ist alles schon Vergangenheit. Man zehrt noch von den letzten Messen, manche Unterlagen sind noch nicht einmal angesehen, es stapeln sich Fotos und CDs, vielleicht sind die Papierberge inzwischen etwas kleiner geworden, dafür stapeln sich die »mails«. Es ist alles schnelllebiger geworden für die Frage am Morgen per mail, wird mittags schon die Antwort angemahnt. Auch das Miteinander ist »neutraler und nüchterner« geworden, es scheint, als ob viele Menschen Angst vor persönlichem Gespräch haben... ...dabei fällt die Arbeit doch allen viel leichter, wenn es ein wenig »menschelt«! Ein Lächeln beim Telefonieren , ein wenig Freundlichkeit und alles ist gleich leichter. Vor einem Jahr hörte ich die »Geschichte vom kleinen Baumwollfaden« in einer Adventssendung zum ersten Mal und stellte sie dann auch sofort ins www.Lichtnet.de und hoffte, dass sie vielen ebenso viel Freude macht wie mir. Sie passt natürlich auch ganz besonders gut in eine Licht-Zeitschrift: ...gemeinsam, um der Welt zu leuchten.«
Das LICHT-Jahr 2006 liegt nun schon fast hinter uns, es gab herrliche Veranstaltungen, innovative und mit Wissen vollgepackte Messen und fantastische Licht-Events in fast allen Städten. In Berlin fand die Messe belektro statt mit dem nun schon traditionellen LICHT-Dialog, der wieder viel Zuspruch fand (s. S.1066). Zeitgleich mit der belektro nun zum zweiten Mal das »Festival des Lichts«, welches zahlreiche Berliner Bauten in farbenfrohes Licht tauchte. Über beide Veranstaltungen folgen weitere Berichte in den nächsten LICHT-Ausgaben. Gezeigt wird auf der nächsten Seite diesmal nur der Berliner Dom, den Osram anläßlich seines 100. Geburtstags mit hunderten von Osram-Logos« schmückte... Lichtevent lässt Berlin erstrahlen Auf Initiative des Lichtkünstlers Andreas Boehlke sowie mehrerer Gruppen und Unternehmen, die sich dem privaten Engagement für die Stadt Berlin verschrieben haben, fand das »Festival of Lights 2006« statt (mehr darüber in LICHT 12 2007). Vom 17. bis 29. Oktober setzten temporäre Lichtinstallationen vierzig bedeutende Gebäude der Hauptstadt in Szene. Mit dabei war auch das große Geburtstagskind OSRAM. Im Jahr des 100-jährigen Markenjubiläums beteiligte sich der in Berlin ansässige OSRAM Geschäftsbereichs Display/Optic daran, den Berliner Dom, einen mächtigen Bau von 1904, der nach schweren Zerstörungen erst seit einigen Jahren wieder völlig rekonstruiert ist auf ungewöhnliche Weise ins Licht zu setzen. Sechs Motive, sechs Lampen, 36000 Watt Sechs OSRAM HMI-Halogen-Metalldampflampen mit je 6000 W Leistung erzeugten durch eine Dia-Technik auf der Fassade des gesamten Doms inklusive seiner 114 Meter hohen Kuppel unterschiedlichste Lichtmuster. Sechs Motive, eines davon die prägnante orange OSRAM-Bildmarke mit der Glühlampe, wechselten dreimal in der Stunde und tauchten die Kirche in immer neue Anmutungen. An der Fassade montierte Swarovski-Kristalle sorgten für zusätzliche Lichteffekte. Die Technik für diese riesige Projektion lieferte die Panirama Lichtmanufaktur, die sich bereits mit ähnlich gewaltigen Lichtinstallationen einen Namen machen konnte. Bereits zum zweiten Mal wurden anlässlich des »Festival of Lights« fast zwei Wochen lang bekannte Gebäude Berlins illuminiert, darunter historische Wahrzeichen wie die Siegessäule, das Brandenburger Tor und das Bode-Museum aber auch wegweisende Architektur neueren Jahrgangs, beispielsweise das Kranzler-Eck. Zahllose Berliner und Touristen aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, um auf den »Berlin Ways of Light« entlang dieser Objekte durch die nächtlich beleuchtete Stadt zu flanieren.
Lichter, Lichter... zeigten sich als Licht-Kunstwerk auf der Bühne am Festabend der Lichttechnischen Gemeinschaftstagung LICHT 2006 in Bern (s. S.1086). Der faszinierende Eröffnungsvortrag von Bertrand Piccard ist noch heute gut im Gedächnis und sein Buch fast ausgelesen... und viele haben es sich inzwischen auch noch gekauft. Ein Buch zukunftsweisend und optimistisch... das kann man immer brauchen! Mit vielen inhaltsschweren Seiten startet der erste Tagungsbericht von Professor Marx, der noch mehrere Fortsetzungen finden wird, damit auch alle, die nicht dabei waren, über die spannenden Neuheiten informiert werden (S.1090). Lichter-Kerzen werden inzwischen in den Kirchen aufgestellt und zeigen die Adventszeit, die Vorweihnachtszeit an. Eine Zeit, die der inneren Einkehr dienen soll, mal weider »zur Ruhe kommen«, ein paar Tage mal nicht an Zahlen, Geschäfte und Berufsstress denken. ...und vergessen Sie doch auch einmal den »Einkaufs-Stress«...»genießen« Sie es, für alle Menschen, die Sie mögen, schöne, individuelle Geschenke zu kaufen und dabei die zauberhaft und lichtervoll dekorierten Einkaufsstraßen und Einkaufszentren zu bestaunen. Man hat sich mehr als je zuvor Mühe gegeben, schöne Weihnachtsstimmung zu zaubern...Und, wenn Sie bunte oder auch blau leuchtende Weihnachtsbäume sehen...LEDs spielen auch Weihnachten schon eine große Rolle. Vielleicht verschenken Sie auch einmal eine kleine Leuchte, Kerzen, Bücher zum Thema Licht !!! Wie wäre es z.B. mit den lustigen »Dot its« (S.1066, Bild 2), die sich überall (und ungefährlich) ankleben lassen... oder mit der Leuchte Imageo von Philips, die wir in LICHT 78 auf S. 645 vorstellten in einem gläsernen Windlicht befinden, sich eine zart flackernde LED. Diese dekorativen Neuheiten gibt es überall im Handel zu kaufen.
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