| LICHT 05/2006 | |
| Editorial |
Liebe Leserin, lieber Leser, ... mit plattgelaufenen Füßen, den Köpfen voller Eindrücken und mit vollgeladenen Fotochips sitzen nun wir LICHT-Journalisten vor dem Computer und ordnen mühevoll die Gedanken. Es gibt so viel zu berichten, doch womit fängt man nun an !?!? Also, die Abschlusszahlen sind super und die Messestände waren zauberhaft und farbenfroh (s. S. 462). Man zeigte sich »ganz in weiß« (S. 458) und voller »technischer Emotionen« (S. 460). Die Stimmung war insgesamt so positiv wie das sonnige Wetter und voller Optimismus. Es gab bei den Ausstellern und den Besuchern lachende Gesichter und anregende Gespräche. In den nächsten LICHT-Ausgaben wird ausführlicher über die einzelnen Themen berichtet, es werden neuen Firmen vorgestellt und Wiedersehen mit alten und neuen Gesichtern gefeiert.
Natürlich war »der Fußball« an vielen Messeständen ein Thema, er wird sicher noch durch verschiedene Berichte und auch durch diese Ausgabe rollen, die passend zur Fußball-WM sich dem Thema Sportstättenbeleuchtung widmet. Lichtmarkt hellt sich auf Innovationen bieten WachstumspotenzialeDie deutsche Lichtindustrie blickt optimistisch in die nahe Zukunft und erwartet für 2006 eine Fortsetzung des im zweiten Halbjahr 2005 begonnenen wirtschaftlichen Aufschwungs. Das berichteten die Fachverbände Elektroleuchten und Elektrische Lampen des ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie im Rahmen der Messe »Light + Building 2006«. 2005 konnten die deutschen Hersteller Umsatzsteigerungen in erster Linie im Auslandsgeschäft verzeichnen. Das Inlandsgeschäft habe sich im Vergleich dazu deutlich schwächer entwickelt. Große Chancen sehen die Unternehmen im Trend zu hochwertigen Lichtsystemen und bei energieeffizienten Produkten. Das Produktionsvolumen im Bereich Elektrische Leuchten im Jahr 2005 sei gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro gestiegen und habe damit wieder den Wert von 2003 erreicht. Dabei nahmen die Ausfuhren um fast zwölf Prozent auf etwa 1,4 Mrd. Euro zu. Die Importe sind nach Angaben des Fachverbands Elektroleuchten um ca. 6 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro gestiegen. Insbesondere Technische Leuchten seien vermehrt produziert worden, während die Produktion von Wohnraumleuchten etwa auf dem Niveau von 2004 geblieben sei. Die Anzahl der Beschäftigten in der Leuchtenindustrie blieb seit 2003 mit 20 500 relativ konstant. Bruno Gantenbrink, Vorsitzender des Fachverbandes Elektroleuchten, zeigte sich zuversichtlich, dass die deutsche Lichtindustrie für den weltweiten Wettbewerb um Marktanteile gut gerüstet ist. Wie viele andere Industrien leide allerdings auch die Leuchtenindustrie unter einem erheblichen Kostendruck wegen stark gestiegener Rohstoffpreise bei Kupfer, Stahl- und Aluminiumblech und Roh-Kunststoffen. Auch im Bereich Lampen lassen sich leichte Stabilisierungstendenzen erkennen. Eine echte Trendwende zu spürbarem Wachstum ist nach Angaben von Robert Pfarrwaller, Vorsitzender des Fachverbandes Elektrische Lampen, noch nicht in Sicht. Der weltweite Lampenmarkt konnte im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent zulegen. Diese Entwicklung wurde getrieben durch ein starkes Wirtschaftswachstum und eine starke Bautätigkeit in Nordamerika, Zentral- und Osteuropa sowie in Asien. In Deutschland verhinderte die schwache konjunkturelle Lage im Jahr 2005, die dramatische Situation der Bauwirtschaft und die chronische Geldnot der öffentlichen Kassen, die erhoffte Belebung. Nachholbedarf bestehe allerdings bei der Anwendung energieeffizienter Produkte. Der ZVEI werde daher dieses Thema zu einem generellen Schwerpunkt seiner Arbeit der kommenden Zeit machen und insbesondere Beleuchtungstechnik stehe dabei im Fokus. Experten schätzen, dass etwa ein Drittel aller Straßen und Autobahnen Europas mit billiger, aber über längere Zeiträume unwirtschaftlicher Technologie aus den 60er Jahren beleuchtet werden. Würden diese Systeme durch modernste Lampentechnologien ausgetauscht, ließen sich europaweit pro Jahr bis zu 700 Millionen Euro an Betriebskosten sparen und der CO2-Ausstoß um jährlich 3,5 Millionen Tonnen senken. Ähnliche Einsparungen könnten laut ZVEI auch bei der Modernisierung von gewerblichen und privaten Gebäuden erzielt werden. Den Abschlussbericht der Messe finden Sie auf S. 462.
... gewinnen Sie mit LICHTDer »Baum des Reisenden« wächst auf Madagaskar: Jeanette Hefler aus Bad Heilbrunn darf sich auf eine Reise ins Baumhaus freuen.
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