| LICHT IN BERLIN |
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| Ein Fenster ihres Ateliers in der Heidebinckerstraße nutzt die Künstlerin für Video-Vorführungen. Foto: Nan Hoover |
Wer in der Berliner Gartenstadt Atlantic am Gesundbrunnen in der Heidebrinkerstraße spazieren geht, wird beim Passieren des Hauses Nummer 12 mit einem unerwarteten visuellen Genuss belohnt. Hier lebt und arbeitet seit kurzem die amerikanische Malerin, Fotografin, Video-, Installations- und Performance-Künstlerin Nan Hoover. Ihr umfangreiches Werk zeichnet sich durch den besonderen Einsatz von natürlichem und künstlichem Licht aus. Sie nutzt eines der Atelierfenster, um ihren multikulturellen, im Bereich Kunst eher selten vorgebildeten Nachbarn ihre mit dem Licht spielenden Videos vorzuführen. Eine kleine, lokale Fan-Gemeinde hat sich dazu schon gebildet. Mit ihren Vorführungen sieht sich die Künstlerin ein wenig in der Tradition der »Lichtburg«: Das große, das Quartier in den 1920er Jahren durch seine beeindruckende Lichtinszenierung prägende Kino, richtete sich mit einem »demokratischen« Unterhaltungsprogramm gerade an die »kleinen Leute«. Nan Hoovers »love affair« mit Berlin und der hier für sie spürbaren Weltoffenheit und Kreativität reicht bis in die 1960er Jahre zurück: Auf dem Ku’damm in der Nähe der Gedächtnis-Kirche zeigte sie damals erste Performances. Den LICHT-Lesern ist ihre Lichtinstallation anlässlich der LichtRouten 2002 in Lüdenscheid (LICHT 11-12/2002, S. 1280 ff) vielleicht noch im Gedächtnis.
2003 zeigte sie im Rahmen der Nachfolgeveranstaltung die Performance »caught in light«.
Text: Britta Hölzemann, Berlin
Diesen Beitrag in vollem Umfang lesen Sie in LICHT 09/2005