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Das Olympiastadion in BerlinModerne Sportstätte und multifunktionale Event-Arena mit Hauptstadt-FlairFotos: Friedrich Busam für Zumtobel Staff, Dornbirn, Österreich |
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Das spektakuläre neue Beleuchtungssystem des im Juli 2004 nach der Renovierung als moderne Sportstätte und multifunktionale Event-Arena wieder eröffneten Berliner Olympia-Stadions wurde bereits detailliert in LICHT 1112/2004 beschrieben. »Ausläufer« dieses »Beleuchtungskonzepts, das Wellen schlägt« finden sich nun in der aktuellen Ausgabe wieder, die ganz im Zeichen der Hauptstadt steht und das denkmalgeschützte, architekturhistorisch interessante Bauwerk auf dem Titel zeigt. Nicht nur für alle Teilnehmer der LUX EUROPA 2005-Tagung, die sich am Eröffnungsabend am 18. September selbst vom »Ring of Fire«, der beeindruckenden Effektbeleuchtung, mitreißen lassen können, sollen an dieser Stellen noch einmal die wichtigsten Daten zusammengefasst werden.
Das Titelfoto zeigt das 31000 m2 große Dach, welches mit teflonbeschichteten transluzenten Glasfasermebranen bespannt ist. Für die Beleuchtung von Dach und darunter liegenden Tribünen sorgt ein eigens dafür entwickeltes Lichtband aus Feuchtraumleuchten.
| Der »Ring of Fire« die Effektbeleuchtung am inneren Rand des Stadiondachs aus zwei übereinander angeordneten Leuchtenreihen, bestückt mit dimmbaren DALI-Vorschaltgeräten und einzeln ansteuerbaren T26-Leuchtstofflampen erlaubt das Abrufen besonders schneller Lichtsequenzen. |
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Mehr als nur ein Lichtband
Harmonisch integriert sich das moderne Beleuchtungssystem in die neue Dachkonstruktion, die das Erscheinungsbild des Stadions deutlich prägt. Das Grundkonzept dafür erarbeitete der Lichtplaner Helmut Angerer vom Traunreuter Planungsbüro Conceptlicht. Die Ausführungsplanung in der Bauphase oblag dem Berliner Lichtplaner Edgar Schlaefle, der den Basisentwurf gemeinsam mit dem internationalen Lichttechnik-Unternehmen Zumtobel Staff umsetzte.
Realisiert wurde ein Lichtkonzept, das sowohl die unter dem Dach liegenden Tribünen mit Licht versorgt, als auch das Dach selbst effektvoll in Szene setzt. Das installierte Lichtsystem verfügt darüber hinaus über eine Steuerung, mit der sich dynamische Lichteffekte kreieren lassen. So unterstützt die Beleuchtung die heute so beliebten Laola-Ovationen und fördert damit den Erlebnischarakters des Stadions.
Die Ausleuchtung des transluzenten Membran-Daches erfolgt über eine eigens dafür entwickelte, auf einer standardmäßigen Lichtband-Feuchtraumleuchte 2/58W basierende Lichtlösung. Die auf Tragschienen montierten Leuchten aus Stahlblech mit speziellen Reflektoren sind rechts und links der Binder angeordnet. Ihr Licht strahlt an die obere, geschlossene Dachmembran, die das Licht nach unten reflektiert. Daraus resultiert zum einen die optimale Grundbeleuchtung der Tribünen. Die gleichmäßige Aufhellung des Dachs unterstreicht zum anderen dessen leichte, schwebende Konstruktion. Alle Leuchten sind in ein DALI-unterstütztes Lichtmanagementsystem von Zumtobel Staff eingebunden und können einzeln oder gruppenweise angesteuert werden. Auf diese Art lässt sich auch der unterschiedliche Abstand der Leuchten zum Dach, was Helligkeitsunterschiede auf der Membran verursachen würde, durch entsprechende Steuerung ausgleichen.
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| Die besondere Dachkonstruktion macht das architekturhistorisch bedeutsame »Fünf-Sterne-Stadion« nach seiner Sanierung unverwechelbar. | |
LICHT 07-08/2005