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Licht für FendiDie Beleuchtung der Fendi-Boutiquen in London, Paris und RomStefan Volkamer, Starnberg |
Dunkel, architektonisch und luxuriös das sind die Kernelemente des innenarchitektonischen Konzeptes der Fendi-Boutiquen in London, Paris und Rom, die je nach Raum und Lage der jeweiligen Boutique in leicht abgewandelter Form umgesetzt werden. Damit ist die Wahrnehmung des Markenimages stets die gleiche, auch wenn jede Boutique für sich ein einzigartiges Flair ausstrahlt.
In Zusammenarbeit mit Lazzarini Pickering Architetti entwickelte das italienische Unternehmen iGuzzini illuminazione ein Beleuchtungskonzept, dass das architektonisch strenge Konzept der Innenausstattung flankierend unterstützt.
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| Fendi in Rom: Dunkel, architektonisch und luxuriös sind die Kernelemente des innenarchitektonischen Konzeptes der Fendi-Boutiquen z. B. in Rom (s. a. Titelbild). | |
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Architektur
Schon von außen zeigt sich dem Betrachter der Fendi-Boutiquen in allen Städten das architektonische Konzept. Denn anders, als es üblicherweise der Fall ist, verzichtet Fendi auf Ausstellungs- oder Schaufenster, die den Blick ins Innere häufig verwehren. Die rahmenlos konstruierten Glaswände führen die Plastizität der Inneneinrichtung scheinbar grenzenlos bis auf die Strasse fort, die Ausstellungselemente scheinen aus dem Raum herauszutreten. Beim Betreten der Fendi-Boutiquen wird dem Kunden schnell bewusst, dass die Elemente der Inneneinrichtung wie Regale, Hängesysteme und Tische mehr sind als reine Ausstattungselemente.
Sie sind als architektonische Elemente gedacht und entsprechen in ihren Ausmaßen den Raumstrukturen und Raumgrößen, die durchaus unterschiedlich sind. Bis zu zehn Meter messen manche Regale, die dreidimensionale Wirkung des Innenraumes unterstützend. Kleidungsstücke oder andere Artikel sind wie zufällig hingehängt oder werden ausdrucksstark hingelegt. Dieses scheinbar »Normale« reduziert Hemmschwellen und ermutigt die Kunden umso eher, die wertvollen Waren anzufassen und auszuprobieren. Nicht Überladung, sondern Reduktion bestimmt die Warenpräsentation weniger ist mehr.
Die Atmosphäre im Inneren ist eher dunkel und betont damit die Wertigkeit der ausgestellten Waren. Die verwendeten Materialien der Ausstattung sind dabei vordergründig eher einfach und treten somit nicht in Konkurrenz zu den Produkten.
Der Fußboden und die Ablagen sind aus Rohblech gefertigt, die Wände hingegen mit Glattputz versehen, dessen eisenartig schimmernder Anstrich jedoch jene üppige Patina vermittelt, die den Wert der Stoffe und Waren zusätzlich untermauert.
Dabei ist die Shopeinrichtung so flexibel, dass sie sich problemlos verändernden Ausstellungsbedingungen anpassen kann. Serviceeinrichtungen wie Energie, Datenverkabelung und Beleuchtung können beibehalten werden.
Beleuchtung
Die Beleuchtung sollte das streng architektonisch gehaltene Einrichtungskonzept aufgreifen und sich zurückhaltend integrieren. Das Beleuchtungssystem sollte außerdem hochgradig flexibel und in der Lage sein, eine breit gefächerte und den unterschiedlichsten Beleuchtungsansprüchen anpassbare Leuchtmittelpalette aufnehmen zu können, um sich allen Veränderungen im Einrichtungskonzept jederzeit anpassen zu können.
Da im gesamten Shop leichte Hängedecken zum Einsatz gekommen sind, sollte sich das Lichtsystem besonders auch dieser Gegebenheit anpassen.
Das Beleuchtungssystem Frame
Die Wahl fiel auf das Beleuchtungssystem FRAME, ein Einbauleuchtensystem, das speziell für die direkte Akzentbeleuchtung mittels konzentrischer Lichtbündel entwickelt wurde und sich besonders zur Montage an 130 mm starken Hängedecken aus Mineralfaser, Gipskarton, Metall oder Holz eignet. Das System wird in verschiedenen Ausführungen angeboten, quadratisch mit bis zu vier Leuchtelementen und länglich mit bis zu sechs Elementen. Leuchtstoffmodule für die Allgemeinbeleuchtung sind ebenfalls integrierbar.
Die Einbauvorrichtung besteht aus einem Metallrand und aus einem Lampengehäuse aus lackiertem Stahlblech. Die Leuchtmittel sitzen auf +/- 45° schwenkbaren Kardangelenken (die mit HIT-Lampen bestückten Leuchten sind um +/- 24° schwenkbar) aus druckgegossenem Aluminium und sind mit einer mechanischen Feststellvorrichtung versehen, die ihre Position auch während normaler Wartungsarbeiten beibehält. Niederspannungshalogenlampen können mit Netzspannungslampen PAR 30S oder Kompaktleuchtstofflampen kombiniert werden.
Mittels verschiedener Farbfilter, Fresnel-Linsen, Blendraster und Blendschutzschirmen lässt sich jede Lichtquelle auf besondere lichttechnische und lichtszenarische Anforderungen abstimmen. Damit kann sich das System allen denkbaren Anforderungen anpassen und ermöglicht dem Lichtplaner weit reichende Freiräume in der Planung.
LICHT 01-02/2005