EDITORIALLeuchtende Träume … |
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| Regina Welk Chefredakteurin LICHT und TAGESLICHT in Vorfreude auf ihr zweites Münchner Oktoberfest |
Liebe Leserin , lieber Leser,
… nun lässt es sich nicht mehr verleugnen: Der Sommer hat endgültig Abschied genommen und die »Saison der elektrischen Lichter« sowie der romantischen Kerzen beginnt. Natürlich möchten wir Sie mit dieser Ausgabe auf die wunderschönen Leuchten einstimmen und zeigen Ihnen wahrhaftige Lichterträume …
Den »Stoff, aus dem die Träume sind«, können Sie auf der S. 836 bewundern, ein leuchtendes Gewebe, mit dem sich sicher viele Träume verwirklichen lassen. Dass man mit Glas gut träumen, d. h. besonders kreativ sein kann, zeigen die Beiträge auf den S. 838 und 844. Diese Leuchten eignen sich für den privaten Wohnraum ebenso wie für Objekte, wie z. B. Hotels, Foyers, Restaurants, Verwaltungsgebäude, repräsentative Emfangsräume.
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| Ein gemütliches Zuhause lässt den Arbeitsalltag, das schlechte Wetter, die wenigen Sonnenstrahlen schnell vergessen: Viele Lichtinseln zaubern für jeden Wunsch das richjtige Licht. Licht zum Lesen, zum Fernsehen, zum Essen, für romantische Stunden. Dieses Foto zeigt anschaulich viele Möglichkeiten. Lichtvolle Stunden in diesem Beispiel mit Oligo Lichttechnik aus Hennef |
In dieser Ausgabe abgestimmt auf den Beginn der »künstlichen Lichtsaison« haben wir den Schwerpunkt auf das »dekorative Licht« gelegt, es werden besonders viele Leuchten-Kollektionen für den privaten Anwendungsbereich vorgestellt, die sich aber auch hervorragend im Hotel und Restaurant, im Objektbereich einsetzen lassen, deshalb besuchen wir in der Rubrik »Planung« einige schicke Hotels. Das Titelbild leitet das Thema ein mit einem Blick in das neue exklusive Hotel »Ritz Carlton« in Berlin. In diesem Hotel zeigt sich besonders das Weltunternehmen Swarovski aus Österreich von einer ganz anderen Seite, und zwar diesmal nicht mit Kristalllüstern, sondern in der Verbindung der traditionsreichen Kristallelemente gepaart mit innovativer Lichttechnik: Die Crystall-Downlights z. B. im Foyer sind dabei ebenso funkelnd und repräsentativ wie der Sternenhimmel in Lichtleitfasertechnik, kombiniert mit Kristall im Wellnessbereich (S. 860).
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift TAGESLICHT stellen wir die Bergstation von Lech am Arlberg vor: 12000 Photovoltaik-zellen fangen das Sonnenlicht ein, welches dann in Strom umgewandelt wird. Diese eindrucksvolle Bergstation ist ebenso ein Blickfang wie die sich dort in 1500 m Höhe befindende Rud-Alpe. In dieser unter Denkmalschutz stehenden Berghütte, wo die Architektur nicht verändert werden durfte, setzte Swarovski seine faseroptischen Lichtsysteme mit verschiedenen Lichtaustrittselementen (natürlich aus Kristall!) ein, die nun für eine Beleuchtung sorgen, deren Lichtquellen nicht sichtbar sind (freuen Sie sich schon auf den Beitrag in der LICHT-Ausgabe im Oktober).
Modernste Lichttechnik kombiniert mit Kristall dieses über 100 Jahre alten Unternehmens Swarovski zeigt auch der Beitrag auf S. 826 »Neuinterpretation des Lüsters«: Hier zeigen Designer, was man mit Kristall alles machen kann, ebenfalls kombinert mit LEDs,. Lichtleitfasertechnik, Halogen …
So wie Swarovski bekannt bisher vorwiegend für dekoratives und funkelndes Kristall, großartige Lüster in repräsentativen Bauten sich die technischen Innovationen zu eigen macht und mit Lichtleitfasertechnik, LEDs, Reflektortechnik auf neuen Wegen wandelt und z. B. auch schon in der Tunnelbeleuchtung zum Einsatz gekommen ist, so entdeckten wir bei einem eher für Technik bekannten Unternehmen nun die dekorative Seite! IGuzzini, u. a. besonders bekannt für effektvolle Anstrahlungen (s. in LICHT 7/8 Regensburg sowie die Sprungschanze in Oberstdorf) und technisches, modernes Design zeigt sich nun wahrhaft zauberhaft und stellt ultraleichte Steh- und Hängeleuchten für den Wohnbereich im japanischen Stil vor (S. 899). Diese kreative Vielfalt der Unternehmen macht die Beleuchtungsbranche und dadurch auch unsere Zeitschrift immer wieder so lebendig und spannend …
Apropos neue Technik: Der Siegeszug der LEDs ist ja offenbar unaufhaltsam , in jeder LICHT-Ausgabe gibt es neue Ausführungen und Objekte dazu. Doch etwas ganz Besonders finden Sie nun auf S. 848: Die in Accra/Ghana geborene und in Berlin lebende Architektin Nina Jeroch stellt mit ihrer Serie »Starled« eine Kollektion aus Halsketten, Gürteln und Ringen mit LEDs vor, die ihre Träger und Trägerinnen über ein Akku-system bis zu 40 Stunden ununterbrochen funkeln und leuchten lässt …
Eine weitere junge (Licht-)Künstlerin stellen wir auf S. 855 vor: Anke Neumann entwickelte im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Fachbereich Textil- und Flächendesign eine Reihe von Objekten aus der Kombination von Papier mit Leuchtstofflampen, Lichtleitfasern und auch LEDs. Sie realisierte u. a. auch eine 2 m hohe Stehleuchte sowie eine Lichttapete mit direkt in das Material eingearbeiteten Lichtleitfasern … Der Fantasie sind wie man an diesen Beispielen sieht keine Grenzen gesetzt, die neuen (Licht-)Techniken machen fast alles möglich…
Wassily off the Wall das Licht wird zur Kunst (Bilder 2 u. 3)
Leuchte in limitierter Ausgabe 2004
Das Jahr 1985 ist ein Meilenstein in der Geschichte von Foscarini, da es die ersten Kooperationen mit externen Designern gibt: Adam D. Tihany und Joseph Mancini ließen sich von der Malerei von Wassily Kandinsky und vom Ballett des Bauhauses inspirieren und entwarfen Tisch und Wandleuchten, die aus der Kombination von Festkörpern in Primärfarben entstanden. Fast zwanzig Jahre nach der erfolgreichen Zusammenarbeit stellt Foscarini eine limitierte und nummerierte Auflage (500 Stück) der Tischleuchte K6 vor, die zu den sieben Objekten gehörte, aus denen die Kollektion »Wassily off the Wall« bestand, die heute nicht mehr in Produktion ist.
Die Olympischen Spiele sind nun mit einem großen Feuerwerk feierlich beendet worden, noch einmal konnte man die fantastischen Lichteffekte bewundern. Zur Erinnerung daran zeigen wir Ihnen ein paar Fotos von der gleichzeitig stattgefundenen Sand World in Travemünde mit effektvoll angestrahlten olympischen Motiven (S. 818). Im weiteren Umkreis von Dortmund gibt es noch den »Wind der Hoffnung« im Gasometer Oberhausen (S. 820) sowie die »Sieben Türme« in Paderborn (S. 822). Ein Lichtkunst-Besichtigungsprogramm wird ebenfalls während der Tagung angeboten … Und das darf man auf keinen Fall vergessen: Besuchen Sie doch einmal das »Lichtmuseum in Arnsberg« es ist nun durch eine große Sammlung von Osram erweitert worden dafür dem Unternehmen ein großes Dankeschön und nicht weit von Dortmund entfernt (S. 824).
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Diese Leuchte »Arrondis« möchte mit ihren Möglichkeiten zum Spiel mit dem Licht einladen, zur Gestaltung mit Licht animieren und inspirieren. Durch ihre schlichte, zurückhaltende Gestaltung ist das Modell leicht integrierbar. Die Form tritt gegenüber der Lichtwirkung zurück. Dieses Modell besteht aus transparentem Acrylglas und Edelstahl. Die Farbregelung erfolgt mittels dichroitischem Filter in unterschiedlichen Farbkombinationen. Diese aparte Effektleuchte eignet sich für den Privat- und den Objektbereich gleichsam. Vorgestellt wird sie von der lightMAP e.K. in Wetzlar. Foto: lightMap, Wetzlar www.lightmap.de |
TAGESLICHT Nr. 2/2004Zur Lichttechnischen Tagung LICHT 2004 in Dortmund ist die Ausgabe 2 der Zeitschrift TAGESLICHT erschienen. Viele interessante Beiträge stellen die Verbindung von Tageslicht und Kunstlicht her. Das Titelbild zeigt, dass auch hier natürlich der Mensch im Mittelpunkt steht.
Folgende Beiträge sind erschienen:
• Lichtlenkung sorgt für verbesserte Energiebilanzen im Headquarter der Genzyme Corporation in Cambridge
• Geregeltes Tageslicht hinter einer dynamischen Fassade des Bürogebäudes K47 in Wien
• Transparente Effizienz im Haus der Wirtschaft in Karlsruhe
• Fließender Raum in der Sonne Tageslichtsimulationen für das Science Center in Wolfsburg
• Night Rise Skyspaces von James Turrell
• Realitätsnahe Szenarien neue Software
• Neuer Stellenwert für das Tageslicht Nutzen, Folgen und Aussichten
• Ein adaptives Beleuchtungskonzept: Neuronale Netze für die Steuerung eines kombinierten Tageslicht-Kunstlicht-Systems
• Das Thema Tageslicht auf der light+building in Frankfurt
• Kurzbericht von der Intersolar 2004
• Vorschau auf Veranstaltungen 2005
• Prismenkuppel bringt Tageslicht ins Büro
• Neue Produkte,
- z. B. eine Lichtlenk-Jalousie
- ein Isolierglas
- ein Lichtkuppel-Antriebssystem
- Lichtsteuerung
- Sonnenschutzprismen
- ein Lichtlenkglas
Diese Sonderausgabe der Zeitschrift LICHT kann von LICHT-Abonnenten kostenlos angefordert werden oder als Einzelheft oder im Abonnement vom Pflaum-Verlag bezogen oder im Internet bestellt werden unter www.LICHTnet.de/shop.
Ebenfalls zur Tagung in Dortmund ist ein neues Fachbuch im Pflaum-Verlag erschienen: Grundlagen der Lichttechnik, ein Kompendium von Prof. Dietrich Gall aus Ilmenau. Eine ausführliche Besprechung erscheint in der nächsten Ausgabe der LICHT.
Wir wünschen Ihnen nun einen farbenfrohen und lichtvollen Herbst, viel Spaß bei der Besichtigung der vielen Lichtkunst-Ausstellungen, einen schönen Aufenthalt vielleicht in einem der von uns vorgestellten »Licht«-Hotels! Auch in den nächsten Ausgaben werden wir weitere Hotels, attraktive Verwaltungsgebäude und tolle Außenbeleuchtungen vorstellen.
Vielleicht auf ein »Wiedersehen« auf der LICHT 2004 in Dortmund oder auf der Orgatec oder …
Ihre Regina Welk
