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Entgrenzte LichterfahrungDie neue Rheinbrücke auf der Landesgartenschau Kehl/Strasbourg 2004Jörg Korper Jörg Korper, Leiter Marketing-Kommunikation, Waldmann Lichttechnik, Villingen-Schwenningen |
»Mal eben, mal etwas holprig mit einigen Schlaglöchern dazwischen, aber immer der Wille zum Weitergehen.« Keine Angst dieses Zitat der Verantwortlichen bezieht sich nicht auf den Zustand der neuen Fußgängerbrücke zwischen Kehl und Straßbourg. Das Resümee beschreibt vielmehr die jahrelangen Anstrengungen und den ungebrochenen Willen zum Erfolg, der von allen Beteiligten zu leisten war. Das Projekt ist realisiert und einzigartig. Erstmals wird die Landesgartenschau Baden-Württemberg international ausgerichtet. »Rendez-vous am Rhein« oder »Der Garten der zwei Ufer« markieren mit völkerverbindendem Anspruch ein neues Kapitel grenzüberschreitender Zusammenarbeit am Oberrhein.
| Verbinden anstatt zu trennen. Die zukunftsweisende Grundidee wird durch die Architektur und den Lichtbogen der Fußgängerbrücke auch in den Abendstunden für alle Besucher sichtbar. (Foto: Peter Heck) |
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| Für das »Rendez-vous am Rhein« im Rahmen der Landesgartenschau Kehl/Strasbourg 2004 entwarf der Pariser Architekt Marc Mimram eine imposante Doppelbrücke. (Foto: Marc Mimram) |
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Das seit den 90er-Jahre Jahren bereits konzipierte Projekt hatte neben dem ganzheitlichen Gedanken eine sowohl geniale als auch ehrgeizige Vision:
Der Rhein als geschichtsträchtiger Strom sollte einen Bedeutungswandel erfahren; er sollte nicht länger trennen, sondern verbinden.
Mehr noch: Der Flußlauf sollte nicht einfach überwunden werden. Die Vorstellung ging vielmehr dahin, den Rhein als Mittelpunkt, als Zentrum einer neuen Sicht zu präsentieren.
Die Philosophie des Vereinens setzte der Pariser Architekt Marc Mimram in ein außergewöhnliches Doppel-Brückenprojekt um.
387 bzw. 275 m lang sind die einzelnen Stege der filigranen Schrägseilbrücke, die von verschiedenen Anschlusspunkten diesseits und jenseits des Stroms die Besucher zur zentralen, hundert Quadratmeter großen Plattform führen.
Die wegweisende, ästhetische Lichtführung wurde mit speziellen Rohrleuchten des Schwenninger Unternehmens Waldmann Lichttechnik konzipiert und ausgestattet.
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| Die Lichtführung mit speziellen Waldmann-Rohrleuchten verstärkt die einzigartige Ästhetik der neuen Fußgängerbrücke über den Rhein. (Werkfoto Waldmann) |
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Um einerseits die Eleganz, andererseits aber die funktionalen und gestalterischen Anforderungen umfassend erfüllen zu können, wurden auf der Basis der Waldmann RL-Leuchtenserie spezielle Modelle entwickelt. Mit einer Sonderlänge von 1,95 m passen die Schutzrohrleuchten exakt in die unteren Zwischenraster am Handlauf der sich kreuzenden Stege. Die Spezialleuchten in Schutzart IP 67 wurden sektionsweise durchgangsverdrahtet.
Neben den Aspekten der Schönheit und der visionären Lichtbogengestaltung sind für Lichtprojekte dieser Art besondere Kriterien in puncto Produktqualität und Robustheit zu erfüllen. Aufgrund dieser Überlegungen wurden die Leuchten mit besonders widerstandsfähigem, schlagfestem Polycarbonat-Schutzrohr ausgestattet. Anstatt der üblichen 2 Schellen wurden die Leuchtenrohre mit 3 Befestigungen angebracht, um eine nachhaltige, einwandfreie Fixierung zu gewährleisten.
In diese Überlegungen passt auch die Verwendung vandalensicherer Schrauben.
| Für die im Brückengeländer integrierte Beleuchtung wurden 287 Waldmann-Schutzrohrleuchten der Serie RL70E-218 eingesetzt. Schutzart IP67 - Entblendung mit verspiegeltem Parabolraster - Elektronische Vorschaltgeräte. (Werkfoto Waldmann) |
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Einen Synergie-Effekt der besonderen Art konnten die Waldmann Lichtspezialisten aufgrund ihres branchenübergreifenden Know-hows bieten: Um die Schifffahrt gegen Blendung zu schützen und eine zusätzliche Lichtlenkung auf der Brücke zu erreichen, wurden die Rohrleuchten mit speziellen verspiegelten Parabolrastern ausgestattet, die ansonsten nur in Maschinenleuchten eingesetzt werden.
LICHT 07-08/2004