EDITORIAL
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Liebe Leserin, lieber Leser,
… man besinnt sich auf ein gemütliches Heim und beginnt mit dem Schaffen von Lichtinseln: Noch kann man abends gemütlich auf dem Balkon oder der Terrasse sitzen, noch leuchten bunte Lichterketten, brennen Kerzen , man trinkt bunte Cocktails … Ist der Abend nicht mehr ganz so warm, so helfen Heizstrahler … doch auch diese Zeit ist bald vorbei, dann spielt sich das Leben wieder im Innenraum ab Start für die neue Lichtsaison!
Deshalb widmet sich das September-Heft alle Jahre wieder ganz besonders dem dekorativen Licht. Dekorative Leuchten müssen dabei nicht unbedingt dem Wohnraum vorbehalten sein, sie finden ihren Einsatz auch in Büros, Hotels, Foyers, Schulen. Eine sachliche Zweckbeleuchtung wird ergänzt durch farbige Leuchten, funkelndes Kristall oder eine elegante Tischleuchte. In allen Geschmacksrichtungen gibt es für alle Einsatzgebiete das Richtige! Kein Raum kommt mit nur einer Leuchte in der Mitte der Decke aus, ideal ist in allen Fällen das Bilden von »Lichtinseln« …
»Lichtinseln« schweben seit kurzem auf dem »Erfurter Anger«. Diese Brunnenanlage, beleuchtet mit moderner Lichtleitfasertechnik, ist ohne Zweifel ein besonderer Blickfang geworden. Dieser Skulpturenbrunnen schmückt deshalb auch dieses Titelbild (s. a. S. 700). Doch noch weitere Highlights kann man dort bestaunen: Sehenswert sind auch die dekorativen Mastleuchten mit Spiegelwerfertechnik (s. S. 764).
»Lichtinseln« bilden auch den Mittelpunkt einer Kunstausstellung im Münchner Olympiapark (s. Bild 1) … ohne das Licht wären sie nicht sichtbar …
Ohne Licht ging auch nichts bei den Bregenzer Festspielen (s. LICHT 7/8, Editorial): Mit einem Rekordergebnis endeten die 58. Festspiele. Mehr als 205000 Besucher sahen sich die »West Side Story« als Spiel auf dem See an. Alle Veranstaltungen auf der Seebühne waren ausverkauft, ein Rekordergebnis in einem traumhaften, sonnigen Sommer …
Nach den heißen Monaten sehnt man sich auch schon ein wenig nach kühleren Tagen wobei man auf die Sonne natürlich nicht verzichten möchte. Die Beiträge in dieser Ausgabe zeigen die Neuheiten der letzten Monate, die wir auf den Messen in Mailand und Frankfurt für Sie entdeckt haben. Von schlichtem Design bis zur (n)ostalgischen Ampelmann-Leuchte präsentieren wir Ihnen eine breite Palette … es können ja nur Anregungen sein, es gibt noch soooo viel mehr. Alles eignet sich auch für den Anwendungsbereich »Objekt«. Stellen Sie sich doch ein Café mit Ampelmann-Leuchten vor, ein Büro mit »Vistosa« oder ein beleuchtetes Möbelstück im Eingang eines Hotels oder eines Hotelflures … Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn man das Rüstzeug dazu hat, die Ideen umzusetzen. Die Lichtbranche ist phantasievoll und ideenreich …
Auch in den Architekturzeitschriften und Publikumszeitschriften nehmen die »gemütlichen Einrichtungsvorschläge« zu, das Licht gewinnt dort immer mehr an Bedeutung.
Doch auch die leuchtende Kunst hat sich ein immer größeres Terrain erobert: Auf derLighstytle entdeckten wir einige Künstler, die nun auch auf der Messe in Berlin ausstellen werden: Steffen Kluge wird in einem Buch vorgestellt (S. 734) und zeigt seine Werke in der Lichthalle. Auch Arne Henning (S. 740, Bild 20) wird in Berlin dabeisein. Berlin ist immer eine Reise wert …
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| 1 Unter dem Titel »impark 1 aktuelle Kunst im Olympiapark in München« findet z. Zt. eine Ausstellung statt, die auf die Landschaft, die Architektur und die Geschichte des Olympiaparks eingeht. Im Zentrum des von dem Architekten Günther Behnisch und Partner aus Stuttgart und dem Landschaftsarchitekten Prof. Grzimek aus Kassel entworfenen Olympiageländes realisierten 20 verschiedene Künstler Projekte. Die Installation »Inseln« von Larina Smigla-Bobinski ist ein Beispiel für die bildhafte Darstellung der Entstehungsgeshichte des Olympiaparks. Nach Einbruch derDämmerung ändert sich die Stimmung der Installation die Inseln geben ein im Wasser gespiegeltes Bild frei und tauchen selbst in die Dunkelheit ein. Zu sehen sind Körper schlafender Frauen ein Andenken an de Trümmerfrauen die den Olympiaberg aus Kriegsschutt zusammengetragen haben. Die Frauen scheinen im See unter der Wasseroberfläche zu schlafen, über Ihnen schwebt eine Lichtwolke. Lichttechnnisch wurde diese Arbeit von dem in Garching ansässigen Lichtplanungsbüro »archilicht« unter der Leitung von Hanna Patalas betreut. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Oktober zu sehen. Foto: Karina Smigla-Bobinski |
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| 2 Die Reichstagskuppel als Symbol für die diesjährige Messe in Berlin! Das Licht strahlt hinaus in die Welt, lockt das Publikum in die Hauptstadt die Glaskuppel verbindet in idealer Weise das Tageslicht mit dem Kunstlicht beides Themen dieser Messe, des LICHT-Dialog. |
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Vom 22. bis 24. Oktober findet in Berlin die belektro statt. Diese Messe zeigt sich in diesem Jahr in einem neuen Gesicht: Es gibt einen attraktiven Messeeingang Süd, der sehr schick und hell gestaltet worden ist. Außerdem findet die Messe in den neuen Hallen 11.2 bis 4.2. statt, so daß ein guter Rundgang möglich ist. Das leuchtende Angebot und auch das LICHT-Vortragsprogramm finden Sie in der ersten Halle rechts, in der Halle 2.2.!
In dieser Halle kann man sich außerdem auch über Solar informieren und anschließend in einem schönen Restaurant stärken, umgeben von Lichtprodukten und Lichtkunst.
Seit fast zwanzig Jahren ist die belektro eine eingeführte Messe für Elektrotechnik, Elektronik und Licht. Die Branche nutzt die
belektro genauso wie private Besucher als wichtiges Forum für Information, Kontaktpflege, Erfahrungsaustausch und Information über technische Innovationen. Ein besonderer Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema Licht. Es gibt ein Vortragsprogramm, umgeben von einer Produktsonderschau
u. a. zum Thema LED sowie zwei Licht-Messesymposien. Umrahmt wird der technische Teil durch ein Angebot verschiedener Lichtkünstler.
Lichtkünstler in Berlin
Licht regt die Phantasie an, wie man in den Werken der folgenden Künstler sehen kann:
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| 3 … es ist nicht zu spät, um noch eine Reise nach Berlin zu buchen. Neben vielen technisch-wissenschaftlichen Fachthemen gibt es auch künstlerische Einlagen, wie z. B. diese Uhren mit LED-Zeigern von Neon-Kers. Sie eignen sich nicht nur für die Anwendung im Privatbereich, auch ein Kirchturm könnte sich damit schmücken oder ein Hotelfoyer … Foto: Messe Frankfurt/Stettin |
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LICHT-Dialog - das Vortragsprogramm
Mittwoch, 22. Oktober 2003
Schwerpunkt: Lichtarchitektur in Berlin und Brandenburg
• 10.00 Eröffnungsvortrag
Lichtarchitektur in Berlin: Individualisierte Licht- und Farbgestaltung am Arbeitsplatz, gezeigtem Beispiel der Ärztekammer Berlin
Dipl.-Ing. Michael Rohde, Architekt und Lichtplaner, L-Plan, Berlin und Brandenburg
• 11.00 Dynamisches Licht Objekte in
Berlin und Brandenburg, z. B. Mercedes am
Salzufer
• 12.00 Architektur und Lichtsteuerung
• 13.00 Von der Akzentuierung bis zur Raumbeleuchtung mit energieeffizienter Fasertechnik
• 14.00 Synergie integrierter Kunst- und Tageslichtnutzung, gezeigt an Beispielen
Dr.-Ing. Helmut Köster, Architekt, Frankfurt/Main
• Kunst- und Tageslicht am Arbeitsplatz
Dr.-Ing. Ahmet Çakir, Ergonomic Institut, Berlin
Donnerstag, 23. Oktober 2003
Schwerpunkt: Licht im Gebäude Installation und neue Technik
• 10.00 Entwicklung und Grundlagen von LEDs und Hochleistungs-LEDs
• 11.00 LEDs das Licht der Zukunft interessante Objekte
• 12.00 Neue Lichtquellen und Vorschaltgeräte sowie LEDs
Meßgeräte
• 13.00 Vortrag und Experimente zum Betrieb von Leuchtmitteln
Prof. Dr.-Ing.Peter Marx, TFH, Berlin
• Kommunikation über Licht
Redaktion de der Elektro- und Gebäudetechniker, Hüthig & Pflaum-Verlag, München/Heidelberg
Freitag, 24. Oktober 2003
Schwerpunkt: Sonderthemen
•10.00 Das richtige Licht für den Außenbereich Straßen und Brücken in Berlin
Anstrahlungen in Berlin
Dr.-Ing. Frank Lindemuth, Berlin
Tunnel in Berlin
• 11.00 Licht für die Sicherheit Notbeleuchtung Technik und Produkte
• 12.00 Licht für das Brandenburger Tor
• 13.00 Der Elektroinstallateur Freund oder Feind ?
Podiumsgespräch mit Elektroinstallateuren, Elektroinnung Berlin, Lichtplanern, Architekten, Herstellern und Bauherren
Die Vorträge werden außer von den bereits genannten Lichtplanern, Architekten und Wissenschaftlern von namhaften Referenten der ausstellenden Firmen gehalten, z. B. von Zumtobel Staff, Lutron, LBM Lichtleit-Fasertechnik, Waldmann Leuchten, Alanod, Insta, Philips, Osram, Abele + Geiger, Electric,
Dr. Willing GmbH
(Änderungen vorbehalten ab Oktober finden Sie im Internet die Liste aller Referenten sowie in der nächsten LICHT-Ausgabe)
Konzept und Moderation: Regina Welk, LICHT und TAGESLICHT,
in Zusammenarbeit mit Heike Hemmer, Projektleiterin belektro, und der Elektroinnung Berlin
Messesymposium I
22.10. 2003 Halle 7.3, Saal Berlin
Beleuchtung von Arbeitsplätzen
Zeitgemäße Planung und Bewertung
Das Symposium zeigt den Teilnehmern, wie Regelwerke, Produkte sowie Planungs- und Bewertungshilfen für eine optimale Planung eingesetzt werden.
Veranstalter: Ergonomic Institut für Arbeits- und Sozialforschung, Berlin
www.ergonomic.de und www.cyberlux.de
Messesymposium II
23.10. 2003 Halle 7.3, Saal Berlin
Tageslichtnutzung in Gebäuden
Nationale Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie: Nachweisverfahren zum Energieverbrauch von Beleuchtung in Gebäuden
Das Symposium bietet die Möglichkeit für den intensiven Erfahrungsaustausch über die verbesserte Tageslichtnutzung in Gebäuden. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Europäische Richtlinie »Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden« in der ENeV (Energieeinsparverordnung). Neue Ziele und Berechnungsverfahren werden also bald die Arbeit von Architekten, Planern und Fachingenieuren prägen. Das Symposium vermittelt Wissen über die entsprechenden Technologien und Erkenntnisse aus Forschung und Praxis.
Veranstalter: TU Berlin, Fachgebiet Lichttechnik, Fördergemeinschaft innovative Tageslichtnutzung e.V. FiTLicht
www.ntife.ee.tu-berlin.de/Lichttechnik.de
Beide Veranstaltungen sind kostenpflichtig, um Voranmeldung bei den Veranstaltern wird gebeten.
Über ein Wiedersehen in Berlin vielleicht bei einer leuchtenden Tasse Kaffee freut sich
Ihre