EDITORIAL
… Licht für drinnen …

Liebe Leserin, lieber Leser!

in dieser LICHT-Ausgabe beschäftigen wir uns wieder einmal konzentriert mit dem Thema »Licht am Arbeitsplatz«, das im Augenblick in vielen Gremien in der Diskussion ist. »Meinungsvielfalt« soll auch den Inhalt dieser Zeitschrift prägen, sie soll ein Forum für alle Produkte, Firmen und Meinungen sein – und es darf auch kontrovers sein. Wobei die Meinung der Redaktion einmal nicht gefragt ist!!!
In den Beiträgen beleuchten wir das Thema von allen Seiten – mal sind es attraktive Objekte, mal Produkte und mal »technisch-wissenschaftliche« Meinungen – für jeden Interessenten gibt es etwas.

Der Bereich »Planung« ist wieder – wie schon immer in den letzten Ausgaben – farbig geprägt. Berichtet wird über unterschiedliche Farbsteuersysteme, über Spanndecken, und es werden Anwendungbeispiele für innen (S. 404) und außen (S. 420) gezeigt.


... zu gern hätte ich dieses Kleid …
Wenn Sie wissen möchten, wie es von vorn aussieht, dann blättern Sie doch einmal in LICHT 5/2003!

Das ist natürlich ein schönes Beispiel dafür, wie attraktiv Lichttechnik sein kann. Denn dieses Kleid leuchtet nicht durch viele »Glühwürmchen« sondern durch kleine technische LEDs.
Technik in attraktivem »Kleid« …

Foto: Luminex SpA, Prato/Italien


… viele Glühwürmchen tummeln sich auf dem zauberhaften Kleid. Mit diesem Beitrag möchten wir Ihnen einmal zeigen, wie vielfältig die Lichtbranche ist, was man mit den kleinen technischen LEDs alles machen kann. Technik kann doch wunderschön sein!!!

Viele Ereignisse der letzten Wochen haben auch das Licht-Geschehen beeinflußt - der Krieg im Irak und nun SARS haben Ihre Auswirkungen gezeigt:

Ein kurzer Blick auf die EUROLUCE in Mailand

Die EUROLUCE in Mailand hat nun die Tore geschlossen und fand in ungewohnter Kälte und im Regen statt, in der Umgebung gab es teilweise sogar etwas Schnee. Ganz anders das Geschehen innen: Wunderschöne Modelle aus Muranoglas – modern und klassisch – zogen wieder die Besucher in den Bann. Die Messestände waren – wie immer – großzügig angelegt, ganz in Weiß oder aber in hellen Pastelltönen. »Weniger ist oft mehr« – diese Devise wird hier beherzigt. Man zeigte wenige, aber dafür besonders tolle Modelle, doch darüber in der nächsten Ausgabe mehr. Insgesamt schienen es zwar aus den genannten Gründen weniger Besucher gewesen zu sein, doch die offizielle Pressemeldung der Euroluce lautet mit der Überschrift »Der Salone der Wende« recht positiv:

»Der Salone Internazionale del Mobile schloß seine Tore im Zeichen des Optimismus. Trotz der Voraussichten und objektiven Schwierigkeiten, verzeichnete er auch hinsichtlich der Teilnahme und des Besucherstroms großen Erfolg. Das Interesse der Massenmedien und die Zahl der Journalisten aus rund 60 Ländern sind gestiegen. Die Euroluce zeigte einmal mehr die großen Gestaltungs- und Produktfähigkeiten. Mailand bestätigt seine Rolle als Hauptstadt des Designs und als Treffpunkt von Kunst und Kultur.

Die Befürchtungen, die am Vorabend der Messe bestanden und durch die Unsicherheit bezüglich Irak-Krieg und chinesische Epidemie bestärkt wurden, sind überwunden. Der Salone Internazionale del Mobile, zu dem sich die zweijährig ausgerichtete Euroluce, die Einrichtungszubehörmesse und die neuen Messebereiche für Badezimmer und Heimtextilien gesellten, verzeichnete nicht nur einen Publikumsstrom, der die Erwartungen übertraf (171 520 Fachbesucher wurden während der sechs Messetage registriert, hinzu kommen 15 039 „Laien“, die die Messe am Sonntag besuchten, sowie 3263 Journalisten). Waren einige potentielle Besucher aus Asien und dem Nahen Osten gezwungen, auf den Messebesuch zu verzichten, so war das Publikum aus diesen Ländern trotzdem noch recht zahlreich, so wurde diese „Abwesenheit“ von den zahlreichen russischen, japanischen, aber auch von britischen und amerikanischen Käufern ausgeglichen.«

Auch wir haben uns dort einmal umgesehen und haben viele bekannte Gesichter entdeckt. Firmen, die auf den Export in den Nahen Osten oder die USA konzentriert sind, haben sicher Einbußen zu verzeichnen, doch viele andere waren von ihrem Messeergebnis durchaus positiv überrascht worden. Es gibt auch zahlreiche deutsche Unternehmen, die nach ihrem Messebesuch meinten, daß sie doch gern bei der nächsten Euroluce ausstellen werden, die ja wieder im Jahr nach der Light & Building liegt, allerdings eine Woche später als in diesem Jahr.


… es ist nie zu spät … wieder ein Modell mit LEDs:
Dies ist die erste Großuhr mit leuchtenden LED-Zeigern, die von Heinz Kers Neon-Licht, Herdecke, auf der BaselWorld 2003 und der Lightstyle in Frankfurt gezeigt worden ist.

Eingebaut werden könenn diese Zeiger in Uhren diverser Formen und Größen, selbst Fassadenuhren mit 5 m Zeigerlänge können mit den LEDs beleuchtet werden.

(Foto: Heinz Kers Neoon-Licht, Herdecke)


… und jetzt erst recht … Grundsteinlegung für die Lichtakademie Bartenbach in Aldrans/Tirol

Ende September 2003 wird die Lichtakademie Bartenbach in Aldrans/Tirol eröffnet. In wenigen Jahren soll sie sich zum Zentrum für Fortbildung und Forschung rund um das Thema Licht entwickeln. Bereits im Herbst startet der Universitätslehrgang für Lichtgestaltung (s. S. 411). Leider konnten wir wegen unseres Mailand-Besuchs die Grundsteinlegung am 10. April nicht besuchen. Im feierlichen Rahmen unter Anwesenheit von 200 Besuchern fand die offizielle Grundsteinlegung statt. Das Investitionsvolumen für das Gebäude mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern beläuft sich auf rund 2,3 Millionen Euro

… wenn auch viele jammern und klagen, hier setzt man ein positives Zeichen für die Zukunft – wir wünschen alles Gute für einen lichtvollen Start !

… nicht klagen … positiv Denken.

Auch die Zeitschrift LICHT hat sich dieses Motto zu eigen gemacht. Was nützt alles Klagen und deprimierte Worte – damit bewegt man rein gar nichts. Sicher sind die Umstände zur Zeit nicht gerade rosig, um es ganz sanft auszudrücken – denn auch wir sind natürlich Realisten –, doch man muß versuchen, das Beste aus allem zu machen. So finden wir immer wieder Aktivitäten, schicke Objekte, über die es sich zu berichten lohnt. Wir stellen Ihnen junge, dynamische Designer vor, optimistische Unternehmen und technische Innovationen.
Überlegen Sie einfach mal, was man aus diesem leuchtenden »LED-Stoff« alles machen kann!? Es gibt immer wieder tolle Ideen, die auch Spaß machen …

Erste – positive – Impressionen von der Lightstyle in Frankfurt

… nun hat auch die Lightstyle in Frankfurt ihre Tore geschlossen und war ebenfalls – wie die Euroluce – viel besser als erwartet. Es war eine kleine – aber sehr feine – Leuchtenmesse. Kurzfristig, weshalb auch immer, hatten viele Aussteller noch abgesagt – die Messe hatte aus der Not eine Tugend gemacht und diese entstandenen Freiflächen sehr phantasiereich und schick gestaltet mit Leuchten und Lichtkunst, aparten Sitzgruppen, Design- und Kunstausstellungen – großes Kompliment! Eine »positive Einstellung« hatten die vorhandenen Aussteller und so waren viele mehr als erfolgreich. Einige sprachen sogar von einer »Spitzenmessse« und von einigen Besuchern hörten wir, daß sie gern auf dieser kleinen Messe ausstellen werden. Denn hier war in diesem schönen Ambiente Zeit für gute Gespräche und gute Verkaufsverhandlungen und alle großen Einkäufer sollen da gewesen sein … was will man mehr !? Erste Impressionen mit den Zahlen auf S. 468, Fortsetzung in LICHT 6.

Licht für draußen...

ist das Thema der nächsten Ausgabe. Wir laden Sie ein in den Planet OLAC in Lyon, besichtigen Objekte in Moskau und gehen in die Blaue Grotte in Herrenhausen. Außerdem stärken wir uns z. B. in der Holankabar in Stuttgart, im Licht der Lichtleitfaser essen wir im Blauen Adler in Augsburg und erholen uns dann auf einem Kreuzfahrtschiff oder an der Ostseeküste.

Leuchten aus Italien und von der Lightstyle stellen wir Ihnen ebenfalls in bunter Palette vor.

Freuen Sie sich auf ein farbenfrohes und inhaltsreiches Juni-Heft !


Ihre


und Team




Zurück zum Inhaltsverzeichnis / Zum nächsten Beitrag