EDITORIAL
… internationales LICHT

Liebe Leserin, lieber Leser!

… der Frühling hat begonnen, weiße Schneeglöckchen und bunte Krokusse wagen sich aus den letzten Schneeflecken hinaus in die schon wärmende Sonne.
Doch haben Sie schon die hellblauen Tulpen entdeckt, die erst durch das richtige Licht zum Blühen kommen … dieses Titelbild läutet doch wahrhaftig den Frühling ein!

… Das Winterende soll Ihnen das nebenstehende Foto ankündigen: Der sonst wasserspeiende Riese in den Swarovski-Kristallwelten war zu Eis erstarrt – ein faszinierender Anblick. Doch nun dauert es wieder ein paar Monate, bis auch Sie in den Genuß dieses »Kristall-Wasserfalls« kommen werden. Doch auch im Sommer hat der Riese eine ganz besondere Ausstrahlung: im klaren Sonnenlicht funkeln seine Augen besonders brillant … (siehe S. 254 und S. 258)


… wer kennt den »Riesen« aus den Swarovski-Kristallwelten in dieser Darstellung?
Der sprudelnde Wasserfall ist gefroren zu blitzendem kristallinem Eis. Die Flamme weist noch auf das kürzlich zu Ende gegangene Winterfestival unter dem Motto
»Nord-Licht-Zauber – Island zu Gast im Riesen« hin.
Die Swarovski-Kristallwelten im Kaleidoskop der Verwandlung.
So wie der Kristall Symbol für Erneuerung und Veränderung ist, versteht auch Swarovski seine Kristallwelten als ein »Märchen in Fortsetzungen«.
Der »Ort des Staunens« wird vom wasserspeienden Kopf eines alpinen Riesen bestimmt. Im Inneren läßt André Heller den Gast das Phänomen Kristall mit allen Sinnen erleben. Das zeigt sich in mehreren unterirdischen Kammern, in denen Kristall durch Licht, Klang und Architektur auf vielfältige Art und Weise inszeniert wird.

www.swarovski-kristallwelten.com

In dieser LICHT-Ausgabe stellen wir das Unternehmen Swarovski einmal in seiner ganzen Vielfalt vor: Wir präsentieren funkelnde Innovationen im Firmenportrait auf S. 254, um dann anschließend auf S. 258 das neue Bürogebäude, beleuchtet u.a. von Waldmann, zu besichtigen. Auch in diesem Beitrag weitere Informationen über dieses Weltunternehmen.


Licht international

heißt das Schwerpunktthema dieser Ausgabe: Wir berichten über Objekte im Ausland, über ausländische Unternehmen, über deutsche Unternehmen im Ausland und auch über deutsche Unternehmen für das Ausland. Doch tröstend für alle, die in dieser Ausgabe nicht dabei sind: Auch in den nächsten Heften gibt es ausführliche englische Kurzfassungen, auch diese Hefte erreichen die interessierten ausländischen Leser …

Würde man versuchen, aus den Beitragsthemen eine Geschichte zu formulieren – so funktionieren u.a. viele »Gedächtnistrainings-Lehrgänge« – dann, würde das so lauten: Das richtige Kleid, um das Lichterfest in Lyon (S. 236) zu besuchen, kaufen wir in Italien (S. 248). Das Geld holen wir von der Bank in Lettland (S. 244) und kaufen dann Schmuck bei Swarovski in Österreich (S. 254). Vielleicht besuchen wir aber auch ein Konzert in Dortmund (S. 288) oder einen Kongreß in Bochum (S. 294). Dort besuchen wir Freunde und kaufen dann ein leuchtendes Geschenk bei R. Stubenrauch (S. 322), Oligo (S. 324) oder Moonlight (S. 326) oder für das Kind bei Lighthouse (S. 326). Vielleicht sollte man in dieser Form mal eine Zeitschrift aufbauen …!?

Nach diesem feuilletonistischen Abstecher wieder zum »beruflichen Ernst«, diesmal in »eigener Sache« …

Vom Leitartikel zum Leidartikel …

Auf Grund vermehrter Rückfragen möchte ich heute die Gelegenheit ergreifen, in eigener Sache einmal folgende Sachverhalte transparent zu machen: Die Redaktion erhält z.B. von einer Presseagentur, die für die Firma XY arbeitet, einen Beitrag über ein Restaurant in Hintertupfingen. Es wird darin über die Leuchten aus Hirschgeweih berichtet unter Nennung des Herstellers und des Architekten sowie Bauherren. Sie ahnen es schon …!? Natürlich ruft dann das Unternehmen AB an, welches die Gemälde angestrahlt hat und ist enttäuscht, daß es nicht genannt worden ist. Und auch Notleuchten gibt es darin natürlich sowie eine Anstrahlung und, und, und. Leider kannten wir auch den Namen des Fotografen nicht, da uns die Agentur die Bilder per E-Mail geschickt hatte … Irgendjemand möchte dann auch noch ein Honorar …

… und wir wollten doch nur über ein Produkt – nämlich über die Hirschgeweihleuchten – berichten …

Es ist nicht möglich, bei allen Objekten zurecherchieren – es ist auch nicht Sinn der Sache –, wo sollte man denn beginnen, wen sollten wir fragen!? Es geht ja auch nur um das eine Produkt aus dem einen Objekt! Natürlich gibt es auch Beiträge, in denen der Architekt selber über eine Anlage berichtet und uns alle Namen nennt, mit denen er überhaupt gearbeitet hat, bis hin zum Hersteller des Klingelknopfes … Es gibt alle Extreme, wir versuchen, den Mittelweg zu finden, und sind immer bemüht, Sie so vielfältig und so richtig wie irgend möglich zu informieren. Doch sowie ein Beitrag veröffentlicht ist, das Heft auf dem Schreibtisch liegt, trudeln die Informationen ein, die wir eigentlich vorher erwünscht und erbeten, aber nicht erhalten hatten …

In dieser Ausgabe geht es um Internationalität – nicht alle Objekte im Ausland konnten veröffentlicht werden und nicht alle Firmen –, auch in den nächsten Ausgaben geht es weiter.

In jedem Heft gibt es Innen- und Außenbeleuchtung, Neuheiten und LEDs, Firmenportraits und Forschung, Technik und Design. Jeder, der sich in diesem Heft nicht findet, kann im nächsten oder übernächsten, oder … dabei sein!

»Licht im Dom – Dom im Licht«

… und wieder einmal möchte ich Sie anmeinem persönlichen Erlebnis teilhaben lassen: Von 13. bis 15. März fand im Regensburger Dom ein Kolloquium »Licht im Dom« statt. Veranstalter waren der Dombaumeister e.V., die Regensburger Domstiftung und das Staatliche Hochbauamt. Es gab interessante Vorträge über durchgeführte Lichtplanungen, u.a. über die Leipziger Thomaskirche und St. Lamberti in Ochtrup von Dr. Eva-Maria Kreuz, die Frauenkirche Dresden, St. Jodok in Landshut und eine evangelische Kirche in Licht von Dipl.-Ing. Walter Bamberger sowie das Freiburger Münster von P. H. Neuhorst.
Daniel Zerlang-Rösch zeigte »in Licht getauchte« faszinierende Kirchenobjekte. Die rund 80 Teilnehmer warenbegeistert von dem Regensburger Dom, den Vorträgen, der Organisation, dem Gedankenaustausch, den spannenden Diskussionen und den Besichtigungen. Natürlich werden wir noch ausführlich darüber berichten.

Das absolute Highlight war jedoch die Veranstaltung am 13. 3. abends:

»Im Dunkeln sehen – Räume hören« –

Mike Reisinger, von Geburt blind, zeigte mit seiner Baßklarinette den Kreuzgang und die Kapellen. Alles im Schein von Kerzen …

Es war eine Veranstaltung, die viele Anregungen gab, aber auch viele Fragen aufwarf. Die Beleuchtung von Kirchen geht weit über eine richtige Lichtplanung hinaus, man muß sich mit dem Thema auseinandersetzen und auch eine Beziehung zur Kirche haben, um die Gegebenheiten, die unterschiedlichen Anlässe richtig zu verstehen.
Die Weihnachtsausgabe der Zeitschrift LICHT – LICHT 11–12 – wird sich ausführlich dem Thema Kirchenbeleuchtung widmen.

Es ist leicht, von diesem Thema überzuleiten zum größten Lichtfest der Kirche – zum Osterfest.

Wir wünschen allen unseren Lesern und ihren Familien ein schönes Osterfest und einen sonnigen lichtvollen Frühling.


Auf ein Wiedersehen auf der
Lightstyle in Frankfurt freut sich

Ihre



mit Verlag und Redaktions-Team


Schauen Sie doch auch einmal in die neue TAGESLICHT hinein (siehe S. 317)

Interessante Themen sind u.a.
• Synergie von Kunst- und Tageslicht im Burda-Medienpark
• Die Central Library in Seattle,
• Tageslicht im Supermarkt
• Moderner Sonnenschutz – mehr als ein Schattenspender
• Entwicklung einer Jalousie
• Messungen an Materialien für die Tageslichttechnik
• Forschungsbedarf
• Elektrooptische Fenster
• Bartenbach LichtLabor u.v.a.m.



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