EDITORIAL

Solidarität setzt Zeichen

Hilfsaktionen nach der Jahrhundertflut machen Mut und geben Zuversicht

Liebe Leserin, lieber Leser,


… man kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, als ob es einen nichts angeht: Es ist erschütternd – eine Naturkatastrophe kann jeden treffen, sie ist unverschuldet und trifft unvorbereitet. Es kommt soviel Elend über die Betroffenen, man kann es sich kaum vorstellen: Hunderttausende sind obdachlos geworden, es gibt Tote zu beklagen, noch immer Vermißte und viele Verletzte. Die Schäden an den Häusern und Straßen gehen in die Milliarden. Die erschütternden Bilder jeden Abend im Fernsehen machen auch die eigene Hilflosigkeit deutlich: Man möchte etwas tun, doch was ?!?

Schnelle und unbürokratische Hilfe ist von allen Politikern versprochen worden, Soforthilfe in bar, zinsverbilligte Kredite und Steuererleichterungen, die Unternehmen helfen ihren Vertretungen, ihren betroffenen Mitarbeitern, schicken Material und rufen zu Spenden auf. Wir schließen uns dem Spendenaufruf der Zeitschrift »de« an und zeigen Ihnen aber auch gleichzeitig Beispiele, was getan werden kann und wie gehandelt wird …

… und das macht allen Betroffenen Hoffnung und Mut. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist groß, die Menschen wachsen zusammen und gehen aufeinander zu.

… es ist zu sehen ein kleines »Licht am Ende des Tunnels« …

Ihre Regina Welk


Redaktion der Zeitschrift »de« organisiert Hilfe für Elektrohandwerker

Die Zeitschrift »de – Der Elektro- und Gebäudetechniker« aus dem Hüthig und Pflaum Verlag, München, bietet in ihrer aktuellen Ausgabe an, als Koordinator zwischen Hilfesuchenden und Hilfeleistenden einen Beitrag zu leisten. Im »de« – im Editorial vom Chefredakteur Andreas Stöcklhuber – heißt es dazu:

»[…] Die Aussage, daß vielen Elektrohandwerksbetrieben das Wasser bis zum Hals steht, gewinnt vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe eine neue Dimension.
Auch wenn vielleicht der eigene Betrieb vom Hochwasser verschont geblieben ist, so sind doch in jedem Fall eine Reihe von Baustellen und damit Aufträgen schlicht und einfach »abgesoffen«. […] Und das bedeutet eine lange Durststrecke für die beteiligten Unternehmen. […]

Falls Sie persönlich vom Hochwasser betroffen sind und Hilfe benötigen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Und wenn Sie Hilfe für betroffene Elektrofachbetriebe anbieten wollen, wenden Sie sich bitte ebenfalls an uns. […]
Die aktuellen Hilfsangebote sowie weitere Informationen zum Thema werden wir auf unserer Internet-Seite www.online-de.de veröffentlichen – tagesaktuell.«

Benötigen Sie Hilfe – melden Sie sich bei uns!
Ist Ihr Elektrofachbetrieb ebenfalls vom Hochwasser betroffen?
Benötigen Sie Hilfe, und wenn ja, in welcher Form? Dann melden Sie sich bei Ihrer Fachzeitschrift »de«. Wir wollen versuchen, schnell und unbürokratisch Hilfe für Sie zu organisieren.
Sie wollen helfen – kommen Sie auf uns zu!
Wollen Sie sich als Fachbetrieb oder Hersteller an der Hilfe beteiligen? Können Sie konkrete Hilfestellungen anbieten?
Dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir werden dann Ihre Hilfsangebote an unsere betroffenen Leser weitergeben. Bitte melden Sie sich direkt bei uns unter der E-Mail: redaktion@online-de.de oder per Fax unter (089) 12607 - 111.


Paulmann hilft mit Geldspende und stellt Leuchten zur Verfügung

Der Lampen- und Leuchtenhersteller Paulmann Licht GmbH aus Springe-Völksen bei Hannover stellt den Opfern der Flutkatastrophe 50000 Euro zur Verfügung.
»Die Ausmaße der Jahrhundertflut und die damit verbundenen Schicksale machen uns sehr betroffen«, erläuterte Geschäftsführer Rüdiger Paulmann. So ist es selbstverständlich, daß auch Paulmann Licht sich hier sozial verantwortlich zeigt und Hilfe zur Verfügung stellt. »Uns ist es wichtig, daß die finanzielle Unterstützung direkt an die Hilfebedürftigen geht und nicht für einen hohen Verwaltungsaufwand mißbraucht wird«, so Rüdiger Paulmann weiter. Das Geld wurde auf das Spendenkonto des Freistaates Sachsen überwiesen.

Zusätzlich werden durch Paulmann-Vertretungen in Deutschland und Österreich individuell kostenlose Leuchten an betroffene Kunden verteilt, um eine Starthilfe für den Wiederaufbau zu leisten.
Vertriebsleiter Dirk Oldenburg: »Wir werden uns darüber hinaus im einzelnen mit den Verbänden unserer Kunden in Verbindung setzen, um zu prüfen, bei welchen Kunden wir gezielt unterstützen können.«
Paulmann hofft, hiermit ein kleines Trostpflaster an die Flutopfer geben zu können, und möchte gleichzeitig ein großes Zeichen für Mut und Zuversicht geben.


Zetralverband der deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) führt Spendenaktion durch

Die Aktion »Hochwasserhilfe Elektrohandwerke« wird vom ZVEH zugunsten vom Hochwasser geschädigter elektro- und informationstechnischer Betriebe organisiert. Dieser Aufruf richtet sich insbesondere an die Branchen-Partner des Elektrohandwerks, wie z.B. Elektroversorgungsunternehmen, die Elektroindustrie, den Elektrogroßhandel und natürlich an die bundesweiten Handwerksbetriebe.

Mit den Spenden will die gesamte elektrohandwerkliche Organisation schnell und unbürokratisch helfen. Die Summe der erbetenen Geldspenden soll zu 100% den geschädigten Betrieben zugute kommen. Die eingegangenen Gelder sollen den Landesverbänden der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke zur Verfügung gestellt werden, die diese in Zusammenarbeit mit den örtlichen Innungen den geschädigten Betrieben zukommen lassen.

Der ZVEH selbst hat das Konto mit einem Betrag von 50000 Euro eröffnet. Jeder weitere Euro ist nur willkommen.

Zahlungen sind zu richten an:
Sonderkonto »ZVEH-Aktion Hochwasserhilfe Elektrohandwerke« bei:
Frankfurter Volksbank eG.
BLZ 501 900 00
Konto-Nr.: 8 00 0 15 959-0


Weitere Spenden-Konten:

Telefon-Hotline von BILD und ARD: 0180 / 215 15 15

Deutsches Rotes Kreuz:
Kto. 41 41 41
BLZ 37 020 500
Bank für Sozialwirtschaft

Die Johanniter:
Stichwort: Hochwasser
Kto. 88 88
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln


Handwerk hilft Handwerkern in Not:
Handwerkskammer Düsseldorf ruft zur Unterstützung gefluteter Firmen auf

Das durch die Konjunkturflaute und erdrückende Abgabenlasten ohnehin besonders gebeutelte ostdeutsche Handwerk hat durch die Hochwasserkatastrophe einen Knock-out-Schlag erhalten. Die Handwerkskammer Düsseldorf unterstützt deshalb nachdrücklich die Initiative des Sächsischen Handwerkstages »Handwerker in Not« und bittet Branchenangehörige an Rhein und Ruhr, aber auch die Bevölkerung um solidarische Spenden. Der Sächsische Handwerkstag weist darauf hin, daß Spendenquittungen ausgestellt werden. Die Handwerkskammer Düsseldorf selbst beteiligt sich mit zunächst 10000 Euro an der Unterstützungsaktion.

Beträge können unter dem genannten Stichwort »Handwerker in Not« eingezahlt werden bei der

Volksbank Leipzig eG.
BLZ 860 956 04
Konto-Nr.: 300 07 85 32


Stromunternehmen helfen sich gegenseitig: Koordination über Hotline beim VDEW

Solidarität trotz Wettbewerb: Die Strombranche arbeitet gemeinsam an der schnellstmöglichen Wiederherstellung der Stromversorgung in den Hochwassergebieten. Koordiniert wird die unentgeltliche Unterstützung von betroffenen Unternehmen mit Personal und Maschinen über eine Hotline beim Branchenverband. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Das gesamte Ausmaß der Schäden an Leitungsnetz, Umspannanlagen und Kraftwerken wird erst nach Absinken der Pegelstände deutlich. Erste Notstromaggregate und Personal zur Reparatur von Schaltanlagen sind aber bereits vermittelt worden.

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