EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser!

… eine Flutwelle – eine Jahrhundertkatastrophe … und doch ein Licht am Ende des Tunnels …

und wieder wird einmal aus einem Leitartikel ein Leidartikel – vor rund einem Jahr gab es den schrecklichen Terroranschlag in Amerika, der bis heute unfaßbar und unbegreiflich geblieben ist, und nun – direkt vor unserer Tür – gibt es in Deutschland und in Österreich eine Naturkatastrophe, die man vielleicht aus Horrorfilmen kennt, doch in Wirklichkeit nie für möglich gehalten hat. Der »Aufbau Ost« war vielleicht gerade vollendet, das »normale« Leben hat begonnen – da zerstört eine Flutwelle alles, was sich ihr in den Weg stellt: Glücklicherweise sind nicht so viele Menschenopfer zu beklagen, dafür ist der Schaden in den Städten, in der Natur, an den Tieren unermeßlich. Auch Kunst- und Kulturschätze sind nicht mehr zu ersetzen. Menschen haben ihr ganzes Hab und Gut, ihr Zuhause verloren sowie oft auch in vielen Fällen ihre berufliche Existenz. Doch es gibt nicht nur das Schreckliche, es zeigt sich das »berühmte Licht am Ende des Tunnels« … Menschen stehen zueinander, helfen sich.

Auch wir haben überlegt, was wir tun können – gesammelt wird schon überall – so kam uns das Editorial im »de« vom Chefredakteur Andreas Stöcklhuber, unserer Partnerzeitschrift aus dem Hüthig & Pflaum-Verlag, gerade recht mit einer tatkräftigen Hilfsaktion, der wir uns ganz einfach anschließen möchten. Wir haben auch etliche Verbände und Organisationen angerufen und nachgefragt: Es wird überall gesammelt, Hersteller helfen unbürokratisch ihren Vertretungen, die Mitarbeiter helfen ihren betroffenen Kollegen, es passiert viel.

An dieser Stelle schon ein Dank an alle Helfenden …

Doch es bleibt viel zu tun, packen wir es an … alles darüber, wie und wo geholfen werden kann, auf den Seiten im Anschluß an dieses Editorial (S. 926 und Anzeige auf S. 955)…

TAGESLICHT – die Zweite …

Auf der light + building stellten wir Ihnen die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift TAGESLICHT vor. Dort stieß sie auf großes Interesse bei den Fachbesuchern – das wiederholte sich auf dem kürzlich in Berlin stattgefundenen 12. Weltkongreß der Architektur. Am 10. September ist die zweite Ausgabe mit vielen interessanten Beiträgen erschienen, die nun auf der Lichttechnischen Tagung in Maastricht ausliegen wird. Die Abonnenten der Zeitschrift LICHT erhalten sie auf Anforderung automatisch und kostenlos. Für alle LICHT-Leser, aber Noch-Nicht-Abonnenten zählen wir Ihnen hiermit den spannenden Inhalt einmal auf, um Ihr Interesse zu wecken: Den Auftakt bildet das faszinierende Licht- und Schatten-Foto der Shell-Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen-Rotthausen. In dem Titelbild-Beitrag werden drei Variationen zur Gebäudeintegration von Photovoltaik gezeigt.

Folgende Beiträge sind in TAGESLICHT 2 veröffentlicht:

• Transparenz und Leichtigkeit im Klinikum Kassel
• Optimal dosiertes Tageslicht im Jakob-Kaiser-Haus, Berlin
• Tages- und Kunstlichtkonzept für die Büroräume der Quiagen-Instruments AG in der Schweiz
• Sonnen- und Blendschutz für den Millennium-Tower in Wien
• Das Prisma-Haus in Frankfurt
• Das Projekt Lichtschichten und Lichtschleier an der FH Lippe
• Lichtbänder bei Scholl Glastechnik Sachsen
• Wieviel Tageslicht im Tageslicht-Museum?
• Berechnung des Tageslichts mit der Software Relux Vision
• Tageslichtsysteme
• Tageslichtlenkung
• Tagesbelichtung von Arbeitsräumen
• Sonnenschutzsteuerungen
• Energieeinsparpotential unterschiedlicher Kunstlichtkontrollsysteme
• Die Heliostatenanlage der TU Berlin

Bücher:

• Licht – Bauen mit Licht
• Tageslichtdynamische Architektur
• Gebäudeintegrierte Photovoltaik

Firmenportraits:

• Kuzelka Tageslichtsyteme
• Alanod
• Das Fraunhofer Institut

Aktuelles

u.a. Innovationspreis auf der light +
building, Podiumsdiskussion, FITLicht-Preis, Wettbewerb »Solarstrom aus Fassaden«

Alle Interessierten können TAGESLICHT 2 anfordern (siehe S. 981) oder im Internet.

Die nächste TAGESLICHT-Ausgabe erscheint im Januar 2003 zur Otti-Tagung im Kloster Banz.

Die LICHT-Fäden werden ab 1. Oktober 2002 von München aus gezogen …

Die Redaktion LICHT zieht aus der Hauptstadt Berlin in die »heimliche« Hauptstadt München

Anschrift ab 1. 10. 2002!

Redaktion LICHT
Pflaum-Verlag
Lazarettstr. 4
80636 München
Tel. 089 - 12 60 72 94
Fax 089 - 12 60 73 04
Handy 017 23 23 02 44
E-Mail: redaktion-licht@gt-mailnet.de
Internet: www.LICHTnet.de

Sie haben richtig gelesen … LICHT wird nun 54 Jahre nach ihrer Gründung und Erstellung in Berlin ab Oktober in München »gemacht«. Im Jahr 1975 ist die Berliner Zeitschrift LICHTTECHNIK an den Münchner Pflaum-Verlag verkauft worden, wurde aber bis jetzt im Berliner Redaktionsbüro erdacht, konzipiert, layoutet, während Anzeigenabteilung und Vertrieb schon immer in München waren. Die Berliner Redaktionsräume in der Voltastraße, wo die Außenredaktion »de« und das Buchlektorat des Hüthig & Pflaum-Verlages zusammen mit der Redaktion LICHT arbeiteten, werden nun zum Ende September komplett aufgegeben. Mit einem lachenden und weinenden Auge wird nun Abschied genommen …

Fällt mir, der Vollblut-Berlinerin, der Wechsel natürlich erst einmal schwer, da ich alles hinter mir lasse, von Preußen nach Bayern gehe, vom Flachland in die Berge, vom Norden in den Süden, von der Currywurst zur Weißwurst, der Boulette zum Fleischpflanzerl, so ist es andererseits auch eine spannende Herausforderung und ein interessanter und sehr schöner Neubeginn in wundervoller Umgebung, der ja so neu nun auch wieder nicht ist, da mir der Verlag und die Kollegen durch die Zusammenarbeit schon lange vertraut sind. Im Jahr meines 25jährigen Verlagsjubiläums geht es nun also in die Heimat des Unternehmens:

Auf Wiedersehen Berlin und Grüß Gott nach München …

Doch Berlin und München verbinden viele Telefon- und Faxleitungen, Züge und Flüge, es gibt das Auto … zumal auch unsere freien Mitarbeiter Dipl.-Ing. Sigrun Heiden und Britta Hölzemann, Dr.-Ing. Frank Lindemuth, Prof. Marx ihre Arbeit weiter von Berlin aus machen und mich über das »Hauptstadtgeschehen auf dem Laufenden halten werden – im Zeitalter der Computer, der e-mails und der Bild-Telefone (!!!) ist alles überbrückbar …

Dieses Editorial entsteht noch in Berlin, und auch die Oktober-Ausgabe wird noch in Berlin erdacht und layoutet, doch wenn Sie das September-Heft lesen, werden bereits die Kartons und Koffer gepackt …

Doch im September sehen wir uns ja erst einmal auf der Lichttechnischen Tagung im schönen Maastricht, wo wir Ihnen LICHT und TAGESLICHT präsentieren können!

… gespannt auf das Oktober-Heft

… auch der Oktober hat goldene Tage, und wir möchten Ihnen einen Herbsturlaub schmackhaft machen, indem wir einige Hotels vorstellen, u.a. auch ein Flußkreuzfahrtschiff …


Mit diesem Foto möchten wir auf viele Themen aufmerksam machen:

Dieses Foto zeigt das 5-Sterne-Flußkreuzfahrtschiff »Frederic Chopin«. Es wurde für die Reederei Peter Deilmann gebaut. Die Architekten aus Hamburg heißen sehr passend »Partner Ship Design«. Zusammen mit der Deckma GmbH, Rosengarten, hat die Berliner Messinglampen GmbH, Berlin, dieses Projekt mit vielen Sonderanfertigungen verwirklichen können (ein ausführlicher Beitrag folgt in LICHT 10). Das Foto zeigt »runde« Deckenleuchten (passend zu unserem Beitrag auf S. 936) und behandelt das Thema »Hotel«, welches mit dem Beitrag auf S. 986 begonnen und in den nächsten LICHT-Ausgaben in einer Serie fortgesetzt wird.

Foto: Berliner Messinglampen GmbH, Berlin


Im Bereich Planung zeigen wir Ihnen das Kunstlicht in einigen Objekten, von denen wir in der Zeitschrift TAGESLICHT den natürlichen Lichtpart vorgestellt haben: Klinikum Kassel sowie die Dorotheenblöcke, die Büros der Abgeordneten in Berlin.

Natürlich gibt es weitere Berichte von der light + building, u.a. viel über LEDs, weitere attraktive Messestände, wir bummeln durch Geschäfte und lassen uns von den Licht-inszenierungen begeistern …

Für Sie wünschen wir einen schönen Start in die neue Lichtsaison und einen sonnigen Herbst und sagen auf Wiedersehen aus Berlin und »Grüß Gott« aus München

Ihre

Regina Welk – Chefredakteurin LICHT und TAGESLICHT



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