EDITORIAL: Sonnenlicht |
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Liebe Leserin, lieber Leser!
Sonnenlicht prägt dieses Sommer-Editorial: Viele von Ihnen lesen es vielleicht als Lektüre im Liegestuhl am Strand, in einer leise schaukelnden Hängematte im Garten oder am ruhigen Schreibtisch im Büro, da rundherum alle Kollegen verreist sind und das Telefon schweigt, da viele Firmen Betriebsurlaub haben.
Eine entspannende und sicher interessante Lektüre liegt vor Ihnen, von der Sie nicht durch Klingeln, Gespräche abgelenkt werden ...
Viele fröhliche Fotos stimmen auf den Sommer ein und machen den Übergang leicht zum Schwerpunktthema »Licht und Farbe«, das sich durch das ganze Heft zieht. Auch in den nächsten Ausgaben wird es natürlich sehr viel Farbe geben, aber in diesem Heft geht es erst einmal hoch hinaus auf den Hamburger Fernsehturm (S. 774), dann zum Colorium mit Leds (ein Gebäude mit diesem Namen gehört natürlich in dieses Heft) mit LEDs (S. 776).
Weiter geht es über viele Farbbeiträge bis zum »farbigen Highlight« Har Hollands, der aus Holland ist und damit hinführt auf die große Lichttechnische Tagung in Maastricht, wo er auch mit einem Vortrag vertreten ist (S. 850).
An die Maastrichter Grußworte (S. 857) schließen sich wissenschaftliche Beiträge an, die zum Vortragsangebot gehören (S. 860885).
… weiter mit der light + building
Diese Messe war so groß, daß wir auch in den nächsten Ausgaben noch weiter über Neuheiten, Messestände, die Luminale, Vorträge, Designer, Diskussionsrunden und, und ... berichten werden. Denn so wie wir auch, werden Sie ganz gewiß nicht alles gesehen haben und können nun in diesen vielfältigen Beiträgen alles nachholen.
Wir geben Ihnen Anregungen und Informationen, die Sie mit Anfragen bei den herstellenden Firmen vertiefen können.
Geht es in diesem Heft (S. 841) noch um die technischen Leuchten, so stürzen wir uns in der nächsten Ausgabe in das bunte, funkelnde und dekorative Angebot.
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| ...sexy leuchtende Schaufensterpuppen präsentieren die Mode dieses Sommers dieses originelle Modell finden Sie in den Hackeschen Höfen in Berlin. Foto: R. Welk |
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… vom Rauschen der Sinne in Stuttgart
Die sinnliche Qualität eines Raumes zu erkennen und zu gestalten, ist eine der wichtigsten Aufgaben von Innenarchitekten. Folgerichtig erwartete die Besucher ein regelrechtes »Sinnesrauschen« am 12. und 13. Juli anläßlich des 50. Jubiläums des BDIA.
An die Grußworte von Prof. Schricker, der als Vorsitzender des BDIA Landesverbandes Baden-Württemberg diese Tage auch organisiert hat, schlossen sich faszinierende und spannde Vorträge an. Sie waren so fesselnd, daß der Freitagabend erst um 24 Uhr mit dem letzten Vortrag endete.
Keiner der mehr als 250 Teilnehmer brachte es fertig, nach Hause zu gehen, man wurde festgehalten von den tollen Dias und den interessanten Aussagen. Ebenso spannend ging es am Samstag weiter. Anläßlich dieser Veranstaltung wurde auch ein sehr gelungenes Buch zum Thema »Innenarchitektur« vorgestellt (siehe S. 896).
Im Anschluß an die Vorträge konnten innenarchitektonische Highlights auch unter der Führung von Prof. Schricker besichtigt werden. Kompliment für diese hervorragende Veranstaltung, über die wir in den nächsten Ausgaben noch ausführlich berichten werden …
50 Jahre wurde auch der Fachverband Lichtwerbung (FVL), er feierte in Hamburg Herzlichen Glückwunsch (siehe S. 854).
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| ...ein Sommermotiv ist auch dieser herrliche Seestern: Die Künstlerin Chris Bleicher aus München hat ihn in Mischtechnik u.a. Acryl auf Recyclingmaterial gemalt und mit türkisfarbenem Neon eingefaßt. Das Bild ist 37 x 37 cm groß. Mehr über Chris Bleicher gibt es in LICHT 9. Foto: Chris Bleicher |
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... was hat die Erbswurst mit dem Licht zu tun!?
Dr. Schierz, Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie ETH Zürich, entdeckte beim Lesen eines Buches aus dem Jahr 1874 ein Kapitel über »Erbswurst und Licht«:
Die chemische Wirkung des Lichts und die Erbswurst
Bei dem Feldzuge von 1870 war die bekannte Erbswurst eins der wichtigsten Nahrungsmittel für die Armee, sie wurde täglich in vielen Tausenden von Exemplaren gefertigt. Die Fabrikation der Füllung machte wenig Schwierigkeiten, wohl aber die Beschaffung der Wurstdärme in so kolossaler Quantität. Man griff aus Mangel an solchen bald zu einem Surrogat, dem Pergamentpapier. Dieses Papier, welches man durch secundenlanges Eintauchen von Fließpapier in Schwefelsäure, Waschen und Trocknen darstellt, zeichnet sich durch seine hautartige Widerstandsfähigkeit aus. Es ist undurchdringlich für Wasser und zerreißt sehr schwer. Es wird deshalb jetzt für Herstellung von Kassenscheinen angewendet. Aus solchem Papier suchte man Wursthäute zu fertigen, indem man einen Bogen zylindrisch umbog und zusammenleimte. Kein Leim hielt aber die Einwirkung kochenden Wassers aus, in dem die Erbswürste gebrüht werden müssen, und so gingen die künstlichen Wurstdärme auseinander. Dr. Jacobsen löste das Problem der Herstellung eines in kochendem Wasser dauernden Leims mit Hülfe der chemischen Wirkung des Lichts. Er mischte den für Herstellung der Erbswurstdärme bestimmten Leim mit chromsaurem Kali und setzte die Klebestelle dem Lichte aus. Dieses bewirkte ein Unlöslichwerden des Leims, und jetzt hielten die künstlichen Därme das Kochen im Wasser ganz vortrefflich aus. Die Zahl der in dieser Weise mit Hülfe der chemischen Wirkung des Lichts hergestellten Wurstdärme beträgt viele Hunderttausende.
Quelle: Hermann Vogel (1874): Die chemischen Wirkungen des Lichts und die Photographie in ihrer Anwendung in Kunst, Wissenschaft und Technik. F. A. Brockhaus, Leipzig. Seiten 254255.
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| ... zu einem Partygag werden in diesem Sommer sicher diese leuchtenden Eiswürfel »Litecubes«. Mit ihnen wird ein langweiliges Mineralwasser zu einem leuchtenden blauen, roten, grünem, weißen Blickfang. Sie bestehen aus Kunststoff, können eingefroren werden und kühlen dann leuchtend den Cocktail. Diese Litecubes haben eine Batterie mit 1215 Stunden Lebensdauer und können mit einem »kräftigen Schlag« ein- und ausgeschaltet werden. Die HeadStorm Trading GmbH, Essen, stellte sie vor www.Litecubes.de. |
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| Foto: HeadStorm | |
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Im Sommer gibt es viele Veranstaltungen, die mit Licht im weitesten Sinne zu tun haben:
In Berlin gab es die Solar Energy, gefolgt von der Intersolar 2002 in Freiburg, im Juli den Weltkongreß der Architektur in Berlin.
In LICHT und auch in der nächsten Ausgabe der neuen Zeitschrift TAGESLICHT (Erscheinungstermin September) wird über alle Veranstaltungen berichtet …
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| ... nur gesundes Sonnenlicht sollte man genießen, wie dieses Bärchen: das Sonnenlicht in vernünftigen Mengen und das Solarium nur geprüft ... (siehe S. 771) Eine Neuheit zu diesem Thema stellt Philips Licht vor: Die Cleo Performance S ergänzt das vorhandene Programm um eine Lampe mit einem einprozentigen UV-B-Strahlungsanteil. Damit wird diese Lampe sowohl den Ansprüchen professioneller Bräunungsstudios als auch denen privater Anwender gerecht. Diese Lampe zeichnet sich durch eine höhere bräunungswirksame Leistung aus und bräunt schonend ... wenn es mal zu lange regnen sollte ... Mehr darüber in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift TAGESLICHT. Foto: Philips Licht |
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... wir haben immer für Sie ein offenes Ohr
und freuen uns über Zuschriften, wie z.B. über eine »Historische Notiz zur Lichtanwendung« aus der Schweiz von Dr. Christoph Schierz: Wenn Sie wissen wollen, was eine Erbswurst mit dem Licht zu tun hat, lesen Sie bitte links unten. Nicht nur wir freuten uns über diese humorige Zuschrift, auch Professor Gall dankte Dr. Schierz für konstruktive Hinweise zum wissenschaftlichen Beitrag auf S. 860.
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| Links:... es kann auch positiv gesehen werden, daß die Renovierungsarbeiten am Brandenburger Tor noch nicht abgeschlossen sind. So entdeckt man immer wieder interessante neue Motive auf dieser prominenten Werbefläche der Telekom. Während der Fußballweltmeisterschaft zeigte sich das Tor schwarz-rot-gold bestrumpft und beschuht Glückwunsch dem Vize-Weltmeister! Rechts: ... wenn Sie wissen möchten, wer mit diesen Augen an seinen Messestand auf der light + building lockte ... dann lesen Sie die September-Ausgabe von LICHT ... |
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Vielleicht besuchen Sie einmal das Legoland Deutschland (S. 846, ein technischer Bericht folgt in LICHT 9), fahren durch Salzburg (S. 842), bummeln durch Innsbruck (S. 844) oder bestaunen die Seebühne Bregenz (LICHT 6) … vielleicht entdecken Sie etwas lichtvolles im Urlaub ein kleines Glühwürmchen ...
Die Redaktion LICHT wünscht einen
erholsamen Urlaub mit vielen schönen
Sonnenstrahlen.
Ihre