| EDITORIAL: … ein Sommer voller Highlights … |
Liebe Leserin, lieber Leser!
Ein leuchtender Sommer geht nun langsam zu Ende und in einen »Altweibersommer« über, wo die Herbstsonne die Farben noch ein letztes Mal erstrahlen läßt …
Es war ein Sommer voller leuchtender Höhepunkte, in allen Städten gab es »Open Air«-Veranstaltungen, die immer einen besonderen Reiz haben, egal, ob es sich dabei um Opern, Konzerte, Freiluftkinos, Feuerwerk, Sommerfeste handelt das Licht spielt dabei immer eine bedeutende Rolle!
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In Bregenz am Bodensee gibt es die phantastische Seebühne mit besonders publikumswirksamen Stücken.
War das Bühnenbild vom »Maskenball« im vergangenen Jahr besonders ungewöhnlich, so zieht in diesem Jahr »La Bohème« die Besucher an, ebenfalls vom britischen Team Richard Jones und Antony McDonald.
Das diesjährige Bühnenbild zeigt ein Pariser Kaffeehaus.
Die Lichtinszenierung ergänzte das faszinierende Bühnenbild, besonders nett war der Beleuchter in der Stuhllehne (s. Bilder 1 und 2). Ein ausführlicher Beitrag folgt.
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1 + 2 Zu einem Highlight dieses Sommers gehört die Open-Air-Veranstaltung auf der Seebühne in Bregenz. »La Bohème« von Giacomo Puccini wurde in diesem Jahr aufgeführt. Fasznierend war besonders das Bühnenbild, es stammte wie auch im vergangenen Jahr das Bühnenbild vom »Maskenball« vom britischen Regie- und Ausstattungsduo Richard Jones und Anthony McDonald. |
| Für das Licht war Wolfgang Göbbel verantwortlich, der zu den gefragtesten Lichtdesignern in der internationalen Opern- und Theaterszene zählt. Die Bühne besteht aus überdimensional großen Kaffeehaustischen und Stühlen. Der erste Tisch ist 33 m breit, 29 m tief, hat eine Fläche von 744 Quadratmetern, er ist für 150 Personen zugelassen. Die Bühnenauftritte erfolgen u.a. über einen Aschenbecher (Durchmesser 6 m) und eine Klappe im Boden (Briefmarken). Die Zündhölzer sind 2,3 m lang, sie werden zu Wörtern, die die unterschiedlichen Szenen kennzeichnen, zusammengelegt. Der Postkartenständer ist 27 m hoch. Für »unser Thema« das interessanteste sind jedoch die Stühle, die ebenfalls bespielt werden. Sie sind je 35 Tonnen schwer und dienen auch als Lichtmasten. Ein Beleuchter sitzt z.B. in der oberen Querlehne! Dieses Stück wird auch noch im nächsten Jahr aufgeführt. (Fotos: R. Welk) |
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Auch Potsdam lockte mit viel Licht die Besucher: Zum dritten Mal fand die Schlössernacht statt. An zwei Tagen waren die historischen Gärten von 17 Uhr bis nach Mitternacht geöffnet. Für dieses Ereignis wurden zusätzlich 2000 Standleuchten montiert, die mehr als 15 km Wege erhellten. Scheinwerfer tauchten mehr als 40 Bauwerke in farbenfrohes Licht. Die große Fontäne vor dem Schloß Sanssouci wurde in sechs Farben angestrahlt. Rund 120000 Kabel sind verlegt worden. Live-Musik untermalte die Schlössernacht, mehr als 200 Künstler traten an 13 Orten auf. Höhepunkt und Abschluß war an beiden Abenden das klassische Feuerwerk, es illuminierte eine Klangcollage aus Verdi-Kompositionen. Die Musik sollte jedoch nur ein Beiwerk bleiben beim »Lustwandeln im gestalteten Licht«.
In Berlin lockte die »Lange Nacht der Museen« ebenfalls Zigtausende von Besuchern auf die Straßen, überall lockte und leitete das Licht …
In Hamburg findet die Illumination der historischen Speicherstadt im Herzen des Freihafens großen Anklang, und Konzertveranstaltungen finden nun auf dem Wasser statt .
Ein besonderes (Licht-)Ereignis war auch die Eröffnung des größten und modernsten Stadions Europas mit 62000 Plätzen »Auf Schalke« in Gelsenkirchen. Im Blick war neben den spektakulären Lichtspielen besonders auch der große LED-Würfel, worüber natürlich in der nächsten LICHT-Ausgabe Nr. 10 mit »Schwerpunkt LED« berichtet wird.
… über Positives soll man immer berichten: So reisten wir nun nach Hilden, um »den Kluth« zu feiern mit der Aufführung eines Theaterstückes (s. Bilder 3 und 4). Wir erinnern uns noch genau, wie es einmal begonnen hat, doch darüber demnächst mehr … Hier erst nur ein »Dankeschön« für Sponsoring und Engagement! Auf dieser Veranstaltung trafen wir auch das Lichtplaner-Ehepaar Kress-Adams aus Köln zufällig gibt es in dieser Licht-Ausgabe ein Objekt von ihnen: Das Wiener Museumsquartier Architektur des Lichts ist von ihnen geplant worden.
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| 3 + 4 Ein zweites Highlight dieses Sommers war ohne Zweifel ein Theaterabend in Hilden: »Der Kluth« feierte neue Mitarbeiter, viele Designpreise und eine neue Halle. Und dieses Ereignis beging man ganz besonders: In der Kluth-Halle fand die Premiere des Theaterstücks »Rockaby« von Samuel Beckett statt, eine Zusammenarbeit mit arte Forico. Lichtgestaltung: Uwe Belzner, der den LICHT-Lesern bekannt ist (Ein Beitrag über ihn folgt in LICHT 10). Die Bühnengestaltung war von U. Belzner und Kluth, der diese öffentliche Aufführung auch gesponsert hat. Die schwarze Bühne mit schwarz gekleideter Schauspielerin wurde belebt durch die Lichtdecke, die die Bühne unterteilte, ihre Farbe veränderte und damit zu einem wesentlichen Teil des Stückes wurde. (Fotos: Der Kluth) |
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Die belektro im Licht Vortragsprogramm »Licht in Berlin und Brandenburg« mit Sonderschau »Licht am Arbeitsplatz«
Vom 31. Oktober bis zum 2. November findet in Berlin die »belektro Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht«auf dem Messegelände unter dem Funkturm (der gerade seinen 75. Geburtstag feiert) statt! Das ist Grund genug, in der nächsten Ausgabe einen thematischen Schwerpunkt Berlin zu behandeln. Die Redaktion Licht wird zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Elektroinnung Berlin und der Messe einen Licht-Dialog und eine Sonderschau in der Halle 11.2 präsentieren. Das ausführliche Programm erscheint in LICHT 10.
An jedem Tag gibt es Fachvorträge von namhaften Referenten zu aktuellen Licht-Themen und die Möglichkeit zum Diskutieren. Technische Innovationen werden z.T. anhand ausgeführter Objekte in Berlin und Brandenburg vorgestellt. Eröffnet wird der Licht-Dialog mit dem Vortrag von Dipl.-Ing. Ha.-Jo. Richter »Berlin das Kompetenzzentrum für Licht Tradition und Zukunft«. Lichtleitfasertechnik in den Berliner Museen ist ebenso ein Thema wie modernes Lichtmanagement in historischen Bauten. Die Grundlagen der LED werden dargelegt und angewandte Beispiele gezeigt, Einsatz in Notleuchten ebenso wie z.B. in Form von Lichtpunkten im Sony-Center.
Tageslichttechnik, Software, »Licht und Gesundheit« werden behandelt. Das EU-Forschungsprojekt »Arthelio« die Mischung von Tageslicht und Kunstlicht wird in einem Vortrag vorgestellt, anschließend kann das ausgeführte Arthelio-Projekt bei Semperlux besichtigt werden. Spannend sind die Objekte in den Vorträgen über »Lichtarchitektur«.
Zusätzlich zum Licht-Dialog gibt es eine Sonderschau »Richtiges Licht am Arbeitsplatz«. Es werden Arbeitsplätze mit oder ohne Bildschirm gezeigt. Eine Produktschau und Fachliteratur runden diese Ausstellung ab, die fachlich beraten wird von Dipl.-Ing. Gisela Cakir, Ergonomic Institut, Berlin.
… von elektrischen Lichtbogenlampen …
An dieser Stelle möchten wir noch einem weiteren Sponsor ein Dankeschön aussprechen: Herrn Armin Bansbach und Semperlux ist es zu verdanken, daß das Technikmuseum Berlin als bundesweit erstes Museum seit dem 22. August eine Ausstellungseinheit zum Thema Licht präsentieren kann. Dieser Bereich thematisiert die Entwicklung von elektrischen Lichtbogenlampen anhand ausgewählter Beispiele der Innen- und Außenraumbeleuchtung. Mehr darüber in LICHT 10.
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| Zu Design-Klassikern sind inzwischen die Lava-Lampen von Mathmos geworden. Diese neuen Farben entdeckten wir auf der Tendence. |
Ein interessantes Thema ist inzwischen auch Feng Shui wir stellen Ihnen ein neues Buch zum Thema vor und ein Seminar und natürlich auch eine Leuchte handelt es sich dabei nun um eine »musikalische Leuchte« oder ein »leuchtendes Musikinstrument«!?
Mit lichtvollen Berlin-Grüßen
Ihre
