| LICHT-Galerie |
Wer die schlanke Röhre des Didjlight vom Edelstahlsockel nimmt, hält ein exakt gestimmtes Musikinstrument in den Händen. Die australischen Ureinwohner nennen es Didgeridoo und benutzen Eukalyptusholz zu seiner Herstellung. Das Didjlight ist eine moderne Variante aus speziellem Glas. Es zeichnet sich durch einen besonders klaren Klang aus. Wird das Instrument auf seinen Sockel zurückgesetzt, verwandelt es sich in eine farbige Lichtstele.
| Musikinstrument und Leuchte in einem: Die Didgeridoos aus Glas sorgen als Lichtstelen für Atmosphäre. Anstelle der Erdenschwere des Holzes tritt die Leichtigkeit des Glases, ansonsten wird das Didjlight gespielt wie ein Didgeridoo. |
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Das Didgeridoo ist das traditionelle Musikinstrument der Aborigines und hat eine mehr als 10000jährige Geschichte.
Es ist eng mit dem Geistes- und Kulturleben der Ureinwohner Australiens verbunden. So wird das Didgeridoo bei religiösen Zeremonien, magischen Beschwörungen und totemistischen Handlungen eingesetzt.
Es gilt den Aborigines als Medium, um den Kontakt zu ihrer eigenen Ur- und Schöpfungszeit (»Traumzeit«) herzustellen.
Der exakt gestimmte, klare Ton des Glasdidgeridoos entwickelt eine Klangbrillanz, die sich deutlich von den Modellen aus Eukalyptusholz unterscheidet.
Auch für uns Menschen der westlichen Zivilisation kann der meditative Klang Ruhe und Entspannung vermitteln, vielleicht gleiten auch wir dabei von der Raumzeit zur Traumzeit.
In der Verbindung des Instruments mit seinem Sockel wird aus dem Didgeridoo eine Leuchte. In den Edelstahlsockel ist eine Halogenlampe integriert. Dieses Licht strahlt in die senkrechten Glasröhren, dabei lösen sich deren Umrisse auf und verschmelzen zu einem atmosphärischen Lichtraum. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Licht und Raum werden die Leuchten zu Lichtskulpturen. Vor die Halogenlampe können optional Farbgläser gelegt werden, und so entsteht eine besondere Lichtstimmung in Rot, Gelb, Blau oder Grün.
| Aus der Halogenlampe im Sockel strahlt das Licht durch farbige Filter in die Glasröhre. Die Didjlights verwandeln so die Raumatmosphäre. | ![]() |
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Ob als Gruppe oder einzeln, der schlanke Schnitt der Glaskörper wirkt immer dezent, zeigt eine vornehme Zurückhaltung, ohne sich zu verstecken. Durch die enge Verbindung zwischen Lichtskulptur und Umraum wird das Didjlight zu einem homogenen Einrichtungsgegenstand, der sich spielerisch integrieren läßt.
| Die glatten Wände der Röhre erzeugen einen klaren Ton, dessen Brillanz sich deutlich unterscheidet von den Instrumenten aus weicheren Materialien. | ![]() |
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Die Kombination von Edelstahl und Laborglas sorgt für einen kraftvollen Kontrast zwischen hellem Leuchten und metallischem Reflex. Die mattierten Glaskörper sind aus 2,3 mm starkem, gehärtetem Laborglas gefertigt, bekannt auch als Jenaer Glas, das eine hohe Bruchfestigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen garantiert (-30°C bis +530°C). Extreme Härte, Unempfindlichkeit gegenüber Hitze und 100%ige Korrosionsbeständigkeit zeichnen den Edelstahlsockel aus. Sein hohes Gewicht sorgt gleichzeitig für die Standfestigkeit der schlanken Lichtstele.
Als Leuchte akzentuieren die Didjlights den Raum, verstärken die Aufmerksamkeit für bestimmte Raumzonen und machen neugierig auf scheinbar Verborgenes.Die Didjlights verwandeln eine Raumatmosphäre komplett durch die unterschiedlich gefärbten Prismen, die der Halogenlampe im Sockel aufgelegt werden. Einzeln oder in Kombination verwendet, wird das weiße Licht zu farbigem, ohne an Strahlkraft zu verlieren.
Für das gelungene Design wurde das Didjlight mit dem »red dot award 2001« des Design Zentrums Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
| Die Glas-Didgeridoos sind ein krasser Bruch mit der unendlich alten Tradition, doch die Resonanz der Didj-Szene war durchgehend positiv. Selbst der weltbekannte Didgeridoo-Virtuose Alain Dargin spielt die Glasvariante bei öffentlichen Auftritten. | ![]() |
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Schnell und einfach mittels Steckverbindungen ist die Halterung für die gläserne Röhre auf den Edelstahlfuß montiert. Noch schneller und einfacher läßt sich das Didgeridoo vom Sockel nehmen, in seiner separaten Sicherheitsverpackung verstauen und mitnehmen.
Die Leuchte wird mit einer detaillierten Aufbau- und Gebrauchsanweisung geliefert, für das Didgeridoo liegt eine ausführliche Spielanleitung inklusive der Lern-CD »Digman« mit vielen Sounds und Beispielen bei.
Im Rahmen des Designer’s Saturday in Düsseldorf vom 26. bis 28. Oktober 2001 treffen sich professionelle Didgeridoo-Spieler in den Räumlichkeiten der Licht im Raum, Dinnebier GmbH und bringen Didjlights nicht nur zum Leuchten, sondern auch zum Klingen.
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Objektinformation Produkt-Design: Bernhard Bauer, Korschenbroich Informationen und Bezugsquellen: Informationen zum Designer Saturday: |
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Durch die Verwendung von Borosilikatglas ist das Instrument unabhängig von klimatischen Gegebenheiten. Es kommt bei Schwankungen nicht zu Abweichungen vom Grundton. |
Fotos: Christian Schlüter, Essen, für Treibholz GmbH, Düsseldorf