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Im Fachverband Lichtwerbung (FVL) ist der überwiegende Teil der deutschen Hersteller von Lichtwerbeanlagen zusammengeschlossen. Die 1952 gegründete Branchenorganisation ist Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) und im Europäischen Verband der Lichtwerbung (EVL). Die FVL-Geschäftsstelle in Heidelberg steht bei allen Fragen zum Medium Lichtwerbung sowohl den Verbandsmitgliedern als auch sonstigen Interessenten zur Verfügung.
Satzungsgemäße Verbandsaufgaben:
- Wahrnehmung und Förderung der gemeinsamen Interessen der Hersteller von Lichtwerbeanlagen jeder Art, insbesondere auf rechtlichem, wirtschaftlichem und technischem Gebiet;
- Vertretung gemeinsamer Interessen gegenüber Gesetzgebungsorganen und Behörden;
- Unterrichtung und Betreuung der Mitglieder im Rahmen des Verbandszwecks.
Ständige FVL-Ausschüsse:
- Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit - Technischer Ausschuss
- Wirtschaftsausschuss
- Baurechtsausschuss
Aktuelle Schwerpunkte der Verbandsarbeit in jüngerer Zeit
Im rechtlichen Bereich
Betreuung der Mitglieder in einzelnen Rechtsfragen sowie generelle Unterstützung bei rechtlichen Problemen. Stellungnahmen bei Novellierungen der Landesbauordnungen und der darauf fußenden Rechtsverordnungen. Aktive Mitarbeit in den Fachausschüsssen des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), insbesondere im wesentlich vom FVL mit initiierten Arbeitskreis Örtliche Bauvorschriften. Nach Herausgabe der ZAW-Schrift Werbung und Baurecht - Örtliche Bauvorschriften, die auf der Sammlung und Überprüfung von über 340 örtlichen Bauvorschriften in Deutschland fußt, bemüht sich der Verband derzeit vorrangig um die Vereinfachung und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren sowie die Durchsetzung eines bundesweit einheitlichen Bauantragsformulars für Werbeanlagen.
Im technischen Bereich
Aktive Mitarbeit bei der Harmonisierung der technischen Vorschriften und Standards für den Bau und die Installation von Lichtwerbeanlagen zwischen 1.000 Volt und 10.000 Volt auf der CENELEC-Ebene; Mitgliederschulungen mit den Schwerpunkten Technik, Vorschriften/Bestimmungen und Sicherheit; Organisation und Durchführung von Versuchen und Testreihen mit dem Ziel, das technische und vor allem das Sicherheitsniveau von Lichtwerbeanlagen ständig auf dem neuesten Stand zu halten.
Im wirtschaftlichen Bereich
Überarbeitung und Neuherausgabe der Allgemeinen Geschäftsbedingungen als Empfehlung des Fachverbandes sowie Einführung eines Qualitätssicherungssystems nach den DIN-ISO 9000 ff-Vorschriften in Zusammenarbeit mit der DEKRA; die ersten Mitgliedsfirmen erhielten im Dezember 1994 ihre Zertifizierungsurkunden; derzeit läuft bereits die Rezertifizierungsphase. Mitgliederschulungen zu betriebswirtschaftlichen Themen, beispielsweise Kalkulation und Preispolitik.
Im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Herstellerneutrale Information branchenrelevanter Wirtschafts- und Fachpublikationen - insbesondere für die Bereiche Werbung/Marketing, Elektro/Licht, Handel/Handwerk, Bau/Architektur, Industrie- und Handelskammern - über Marktentwicklungen und Trends in der Lichtwerbung; Durchführung von Pressekonferenzen; Beteiligung an Fachmessen. Im April/Mai findet die jährliche FVL-Mitgliederversammlung statt. Neben satzungsgemäßen Schwerpunkten stehen dabei jeweils aktuelle branchen- bzw. marktrelevante Themen im Vordergrund. Darüber hinaus führt der FVL regelmäßig regionale Veranstaltungen auf Landesgruppenebene durch, die vorwiegend dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dienen.
Die aktuelle Branchenlage
Die deutschen Hersteller von Lichtwerbeanlagen erzielten nach FVL-Hochrechnungen 1998 einen Gesamtumsatz von rund 838 Mio. DM und damit ca. 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr (1997: 851 Mio DM). Die Branche verfehlte damit bereits im dritten Jahr hintereinander das jeweilige Vorjahresresultat. Die Umfrage zum Jahreswechsel 1998/99 zeigte allerdings, dass sich hinter diesen nüchternen Gesamtzahlen eine Branchensituation verbirgt, die durchaus zu vorsichtigem Optimismus Anlaß gibt. Erste Auswertungen der Mitgliederbefragung 1999/2000 deuten darauf hin, daß es im vergangenen Jahr zu einer Trendwende gekommen sein könnte.
Einer der wohl wichtigsten Erfolge in der bisherigen FVL-Arbeit überhaupt war die Tatsache, daß mit Wirkung vom 1. September 1998 die neue Europa-Norm (CENELEC-Vorschrift) EN 50 107 in Kraft getreten ist. In ihr sind die Anforderungen für die Planung, Fertigung und Errichtung von Leuchtröhrengeräten und Leuchtröhrenanlagen mit einer Leerlaufspannung über 1 kV, aber nicht über 10 kV, einschließlich der elektrischen Betriebsmittel und Verdrahtung, festgelegt. Der Gültigkeitsbereich der EN 50 107 erstreckt sich auf folgende Staaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich (hier ist die Norm Gesetz), Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Die EN 50 107 löst die jeweiligen nationalen Vorschriften ab, in Deutschland also die DIN VDE 0128/6.81. Am Zustandekommen der EN 50 107 war der Fachverband Lichtwerbung maßgeblich beteiligt. Der FVL sieht in der neuen Europa-Norm einen weiteren Schritt vor allem in Richtung Qualitätssicherung auch über die nationalen Grenzen hinaus. Zudem erwartet er von den neuen Vorschriften zumindest eine Verminderung des ungeheuren Preisdrucks, der nicht zuletzt auch eine Gefahr für das Qualitäts- und Sicherheitsniveau darstellt.
| Fachverband Lichtwerbung (FVL) e.V. Stresemannallee 19 60596 Frankfurt / Main Tel.: 069 / 63 02 442 Fax: 069 / 63 02 409
Internet: http://www.fvl.de |